Aufruf zur Studienteilnahme „Y-Dent“

Warum haben Sie sich niedergelassen?

Ab Mitte Juli erhalten alle Zahnärztinnen und Zahnärzte, die sich 2021 und 2022 niedergelassen haben, Post vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ). Sie werden gebeten, an der Studie „Berufsbild angehender und junger Zahnärztinnen und Zahnärzte: Niedergelassene“ teilzunehmen. Dabei geht es darum, künftigen Kolleginnen und Kollegen ihren Einstieg in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Bisher wurden in dem seit 2014 bestehenden Projekt Erfahrungen von Zahnmedizinstudierenden, AssistenzärztInnen und ZahnärztInnen in den ersten Berufsjahren erhoben. Dabei ging es um Anforderungen, die an den Beruf gestellt werden, mögliche Zielkonflikte sowie Belastungen und berufliche Vorstellungen. In mehreren Wellen wurden hier bereits erfolgreich Fragebögen versendet und Gruppendiskussionen durchgeführt, die schon wichtige Erkenntnisse liefern konnten. In der nun angekündigten Studie ist der Fokus ähnlich, allerdings laut IDZ auf ZahnärztInnen ausgerichtet, die sich in den ersten Jahren einer Niederlassung befinden.

Die Studienergebnisse sollen dazu beitragen, spezifische Herausforderungen während der Niederlassung und in den ersten Praxisjahren zu identifizieren. Auf dieser Grundlage könnten dann gezielte Maßnahmen entwickelt und angeboten werden, um mögliche Probleme zu reduzieren oder zu beseitigen.

Der Fragebogen der Studie ist in sieben Themenbereiche unterteilt, um das Spektrum der Niederlassung abzudecken. Im ersten Teil geht es um die genauen Umstände und Gründe für die Niederlassung. Die Befragten werden etwa nach ihrer Zufriedenheit mit der Entscheidung zur Selbstständigkeit gefragt, den wichtigsten Beweggründen für die Niederlassung im Vergleich zur Anstellung und der gewählten Organisationsform (Neugründung, Übernahme oder Einstieg).

Ziel ist, die Niederlassung zu erleichtern

Der zweite Teil widmet sich dem beruflichen Werdegang vor der Niederlassung. Hier werden Informationen dem Zeitpunkt der Approbation, der Assistenzzeit und der Organisation während dieser Zeit erfasst. Es wird auch abgefragt, ob die ZahnärztInnen nach der Assistenzzeit angestellt waren und in welcher Organisationsform. Außerdem werden Fragen zur Vorbereitung auf bestimmte Themen wie Abrechnungswesen, zahnmedizinische Fachthemen und Personalführung gestellt und es wird erfragt, warum eine Niederlassung zu einem früheren Zeitpunkt nicht in Betracht gezogen wurde, beispielsweise aufgrund von Schwangerschaft, Kindererziehung oder mangelnden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen.

Im dritten Teil des Fragebogens geht es um den Standort der Praxis und die Faktoren bei dessen Wahl. Die Befragten werden gebeten, Angaben zum Kammer-/KZV-Bereich des Praxisstandorts sowie zu vorherigen Arbeits- und Assistenzzeiten in anderen Kammer-/KZV-Bereichen zu machen. Auch Informationen zum Studienort, zur Größe des Praxisstandorts und zur Anzahl der Zahnarztpraxen in der Umgebung und der Sozialstruktur der Patienten werden erfasst.

Im vierten Teil geht es um Unterstützungsangebote und Ansprechpartner/innen, die gegebenenfalls bei einer Praxisgründung, einer -übernahme und einem -einstieg geholfen haben. Was wurde in Anspruch genommen, was war hilfreich, was hätte man sich gewünscht und mit welchen Herausforderungen sah man sich in den ersten Monaten nach der Niederlassung konfrontiert?

Im fünften Teil werden familiäre Situationen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf abgefragt. Es werden Fragen zum Alter, zum Geschlecht oder zur beruflichen Tätigkeit der Eltern gestellt. Des Weiteren werden Informationen zur Familiensituation erfasst und wie die Betreuung von Kindern in Einklang mit der beruflichen Tätigkeit als Zahnärztin und Zahnarzt gebracht wird.

Im sechsten Teil des Fragebogens stehen die Finanzierung der Niederlassung, die Räumlichkeiten der Praxis und die Praxisorganisation an. Hier werden Aspekte wie die finanzierende Bank, die Höhe der Investitionen, die gewählte Praxisgröße (Behandlungseinheiten, Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und vorherige Möglichkeiten zur Praxisübernahme oder zum -einstieg erfragt. Auch das durchschnittliche Arbeitspensum in Wochenstunden wird erfasst.

Hilfe für künftige Kolleginnen und Kollegen

Der siebte und letzte Teil des Fragebogens bezieht sich auf die berufliche Zufriedenheit der Niedergelassenen und ihre Pläne für die Zukunft: Wollen die Befragten weiterhin als Zahnärztinnen und Zahnärzte tätig sein und wie zufrieden sind sie mit ihrem Beruf?

Das IDZ betont, dass die Teilnehmenden maßgeblich zur Gewinnung von Erkenntnissen beitragen, die künftigen KollegInnen eine erfolgreiche Niederlassung in der Zahnmedizin ermöglichen sollen. Die Ergebnisse werden außerdem dazu beitragen, das Berufsbild weiterzuentwickeln und zukünftige Strategien und Maßnahmen zur Unterstützung von ZahnärztInnen bei ihrer Niederlassung zu gestalten.

Melden Sie sich hier zum zm-Newsletter des Magazins an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Heft-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm Online-Newsletter und zm starter-Newsletter.