PROSEC auf der IDS 2019

Schrittmacher für Keramikimplantate

Vor drei Jahren wurde die Organisation "Progress in Science and Education with Ceramics" (PROSEC) gegründet. Auf der IDS 2019 stellte das Expertennetzwerk die aktuelle Entwicklung vor.

Unter Moderation von Dr. Johannes Löw (r.), VITA Zahnfabrik, stellten die Mitglieder des Expertennetzwerkes PROSEC, Prof. Wilfried Wagner, Prof. Florian Beuer und Dr. Michael Tholey (v.l.), die aktuellsten Entwicklungen vor. © Skupin

Beim „Herzschrittmacher für metallfreies Implantieren“ hat sich in den vergangenen drei Jahren viel getan. Gestartet als Qualitätsinitiative der VITA Zahnfabrik, gibt es jetzt eine neue, gemeinnützige Organisationsform, aktuelle Studienprojekte und eine Positionierung sowie Weiterentwicklung in einem internationalen Umfeld. PROSEC ist mit seinem Experten-Netzwerk und den Gremien Wissenschaft und Fortbildung die weltweit erste unabhängige Non-Profit-Organisation für neue und evidenzbasierte Lösungsansätze auf dem Gebiet der keramischen Implantologie und metallfreien Prothetik.

Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, Mitglied des Gremiums Wissenschaft bei PROSEC, berichtete über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten rund um das PROSEC Netzwerk. Er zeigte, dass man mittlerweile durch die veränderten Oberflächen bei Keramikimplantaten vergleichbare Reaktionen bekomme wie bei Titanimplantaten. „Auch vergleichbare Knochenreaktionen und -stabilität werden bei belasteten Implantaten erreicht“, sagte Wagner. Zudem zeige sich, dass die Periimplantitis-Reaktion beim Keramikimplantat besser sei als beim Titanimplantat. Ziel von PROSEC sei es, konkrete Anwendungsförderung durch evidenzbasierte Literatursammlungen und Anwendungs-Empfehlungen zu geben.

Säulen der Forschungsförderung

Prof. Dr. Florian Beuer (PROSEC-Gremium Anwendung) stellte die Säulen der Forschungsförderung und die Studien vor, die eine finanzielle Unterstützung über den neuen PROSEC Research Grant erhalten. Dabei können bis zu 100.000 Euro Forschungsgelder für Einzelprojekte beantragt werden. Der wissenschaftliche Beirat von PROSEC begleitet solche finanzierten Projekte über die gesamte Laufzeit auch mit wissenschaftlichem Know-how.

Beuer berichtete, dass zudem ein mit 5.000 Euro dotierter Research Award eingerichtet wurde. Dieser werde alle drei Jahre vergeben.  Durch PROSEC wurde zudem ganz aktuell eine Feldstudie ins Leben gerufen, an der sich Zahnarztpraxen beteiligen können.

Wie wichtig die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker für den Erfolg von Keramikimplantaten ist, zeigte Dr. Michael Tholey (Gremium Anwendung). Auch auf diesen Bereich wird bei PROSEC Wert gelegt. Tholey freute sich, dass bei den PROSEC-Treffen Zahnärzte und Zahntechniker gleichberechtigt diskutieren könnten.