Digitale Gesundheitsanwendungen

Apps auf Rezept sind vielerorts etabliert

von pr
Politik
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) haben sich inzwischen in vielen Praxen etabliert. Mehr als ein Drittel der ambulant tätigen Ärzteschaft hat die Apps auf Rezept bereits verschrieben, zeigt eine Studie der Stiftung Gesundheit.

Wie eine Studie der Stiftung Gesundheit ergab, hat inzwischen mehr als ein Drittel der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte bereits die Apps verschrieben, weitere 13,9 Prozent wollen dies in nächster Zeit tun.

Gleichzeitig ist der Anteil der Ärzte, die DiGA ausdrücklich nicht einsetzen wollen, von rund 55 Prozent in den Vorjahren auf 34,7 Prozent gesunken. Rund zwei Drittel der Ärzte lassen sich der Studie zufolge von der klinischen Evidenz der DiGA überzeugen. Zudem hätten jeweils knapp die Hälfte der Studienteilnehmenden angegeben, dass die sich wandelnden Wünsche und Bedarfe der Patienten sowie die Vertrautheit mit digitalen Diagnostika und Therapeutika die Akzeptanz von DiGA steigere.

Eine überraschende Diskrepanz zeigt sich beim Vergleich zwischen Anwendungsbereichen, in denen Ärzte einen Einsatz von DiGA als sinnvoll erachten und ihrer tatsächlichen Nutzung: So befürworten Ärzte digitale Therapiemöglichkeiten vor allem im somatischen Bereich, beispielsweise in Form von Tagebuchanwendungen oder Apps, die Vitalparameter aufzeichnen. Tatsächlich eingesetzt würden die DiGA nach Angaben der Ärzte jedoch mit Abstand am häufigsten bei psychischen Indikationen wie Depressionen oder Sucht.

Es bleiben datenschutzrechtliche Bedenken

Beim Einsatz von Apps auf Rezept läuft aber trotzdem nicht alles rund. So berichteten laut Studie 77,8 Prozent der Ärzte über Hürden, die den Einsatz der DiGA erschweren. Im Vordergrund stünden hier vor allem datenschutzrechtliche Bedenken, gefolgt von Zweifeln an der Wirksamkeit, zu hohen Kosten und auch Zweifeln an der Motivation der Patienten. Das zeige sich beispielsweise, wenn Patienten die Codes aus Verordnungen nicht einlösten. Technische und organisatorische Probleme spielten dagegen mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle, heißt es in der Studie.

Die Stiftung Gesundheit untersucht seit 2005 mit der Studienreihe „http://t.stiftung-gesundheit.de/gu/12/55Y1N1VS-55Y1N1VR-50I911OI-R2ITVA.html _blank” Trends und Entwicklungen im Gesundheitssektor. Die aktuelle Studie über DiGA entstand in Zusammenarbeit mit derhttp://t.stiftung-gesundheit.de/gu/12/55Y1N1VS-55Y1N1VR-55WL463L-19F10JE.html _blank. Dazu befragte die Stiftung Gesundheit ambulant tätige Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten und verglich die Ergebnisse mit den Vorgängerstudien aus den Jahrenhttp://t.stiftung-gesundheit.de/gu/12/55Y1N1VS-55Y1N1VR-55RWQ4DO-9WWKCD.pdf _blankundhttp://t.stiftung-gesundheit.de/gu/12/55Y1N1VS-55Y1N1VR-55RWQ4DP-6QHJ41.pdf _blank. An der Befragung 2022 nahmen 2.639 Ärztinnen und Ärzte teil.

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