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Studie aus Dänemark

Nur so kann eine Herzdruckmassage Leben retten

CC-BY-NC-ND, Hansen et al., https://www.resuscitationjournal.com/article/S0300-9572(20)30217-3/fulltext#relatedArticles
Praxis
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Forscher haben an dem Körper eines Verstorbenen eine Herzdruckmassage simuliert und dabei CT-Aufnahmen gemacht. Das daraus entstandene Video zeigt, wie viel Kompression bei einer Herzmassage wirklich erforderlich ist.

Schnelle Erste Hilfe bei Herzstillstand entscheidet über Leben und Tod. Doch was passiert mit dem Herzen und den inneren Organen bei einer Herzdruckmassage und wie viel Kraft sollte dabei tatsächlich aufgewendet werden?

Forschende der Universität Aarhus, Dänemark, haben an dem Körper eines 72-jährigen Verstorbenen mihilfe eines Kolbens eine Herzdruckmassage simuliert und währenddessen CT-Aufnahmen gemacht, aus denen Videosequenzen erstellt wurden. Die Aufnahmen sollen unter anderem in Erste-Hilfe-Kursen eingesetzt werden, da viele Laien bei der Herzdruckmassage zu zurückhaltend vorgehen.

Frakturen sind häufig unvermeidbar

Das Video gibt die Bewegungen der Organe während der Herzmassage sehr detailliert wieder, obgleich es nicht möglich war, den Blutfluss im Körper eines Verstorbenen direkt zu messen. So sieht man, wie bei einer Kompression das Sternum nach innen bewegt und so die Vorhöfe in Richtung Brustwirbelsäule gedrückt werden. Gleichzeitig werden die Bauchorgane und das Zwerchfell nach kaudal verschoben. Ab Kompressionstiefen von mehr als fünf Zentimetern traten Rippen- und Sternum-Frakturen auf.

Nach Angaben der dänischen Herzstiftung erleiden in Dänemark jedes Jahr 5.400 Menschen einen Herzstillstand außerhalb von Krankenhäusern. Die Zahl der Überlebenden liegt lediglich bei etwa 16 Prozent. Obwohl sich dank verstärkter Bemühungen in der allgemeinen Wiederbelebungsschulung die Zahl der Überlebenden in den letzten Jahren erhöht hat, gibt es bei den Wiederbelebungstechniken noch Raum für Verbesserungen.

Videos hilfreich für Ersthelfer

Die Autorinnen und Autoren glauben, dass jeder, der einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert hat, einen Bezug zu den Videos herstellen kann. Die neue CT-Scan-Methode könnte deshalb als Lehrmittel für die Demonstration der Kompressionstiefe und korrekte Platzierung der Hand dienen. Weiterhin verstehen Ersthelfer so besser, warum Frakturen auftreten können und dass diese bei einer erforderlichen Kompressionstiefe von fünf bis sieben Zentimeter häufig unvermeidbar sind.

Hansen K, Machin R, James J, Coats T, Rutty GN. A look inside cardiopulmonary resuscitation: A 4D computed tomography model of simulated closed chest compression. A proof of concept. Resuscitation. 2020 Aug;153:149-153.https://www.resuscitationjournal.com/article/S0300-9572(20)30217-3/fulltext _blank external-link-new-window.2020.05.037. Epub 2020 Jun 8. PMID: 32526250.

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