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Prävention: Nachfrage steigt, Zahnärzte ziehen mit

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Präventive Maßnahmen sind heute in zahnärztlichen Praxen weit verbreitet
und haben im letzten Jahrzehnt stark zugenommen. Das belegt eine wissenschaftliche Arbeit der Medizinischen Hochschule Hannover.

Im Rahmen ihrer Doktorarbeit in Public Health (Dr. PH) untersuchte Rugzan Jameel Hussein die Maßnahmen zur Erwachsenenprophylaxe in deutschen Zahnarztpraxen sowie Motive der Zahnärzte für einen weiteren Ausbau der Prophylaxe.

Stellenwert steigt

Konkret überprüft wurde, inwieweit sich die Situation in einem Jahrzehnt verändert hat. Grundlage bildet die in 2009 erfolgte schriftliche Erhebung bei 2.075 Bremer und niedersächsischen Zahnärzten zur Durchführung der Prophylaxe. Diese Daten wurden mit einer Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte aus dem Jahr 2000 verglichen, an der 577 von 1.181 befragten Zahnärzte (52,6 Prozent) teilnahmen.

Ergebnis: Der Stellenwert präventiven Vorgehens nahm bei den Zahnärzten zu. Die positivere Einstellung und Motivation zur Prophylaxe sowie strukturelle Umsetzungen in der Praxis seien Belege hierfür.

Patienten fragen nach

Die Mehrheit der Zahnärzte benennt demnach in beiden Studien die zunehmende Nachfrage der Patienten als wichtigstes Motiv für den weiteren Ausbau der Prophylaxe. Als Vorteile verstärkter Prophylaxemaßnahmen sehen die Zahnärzte demnach einen Imagegewinn für die Praxis, höhere Berufszufriedenheit durch ursachenbezogene Therapie sowie finanzielle Gewinne.

Orale Erkrankungen: Zahnärzte setzen Risiken zu niedrig an

Insgesamt stehen die Zahnärzte dem Thema Prävention aufgeschlossener gegenüber als noch eine Dekade zuvor. Allerdings sei die Risikobewertung oraler Erkrankungen und die Ernährungsberatung in Zahnarztpraxen nach wie vor unterentwickelt, lautet ein weiteres Ergebnis der Autorin.

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