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Praxis im Grunewald: Hier ist der Patient zu Gast!

  • Der Patient wird in einem Warteraum mit wohnlichen Möbeln empfangen, wo er auf Sesseln Platz nehmen kann. Es gibt keinen Tresen, sondern nur einen kleinen in das Nussbaummöbel integrierten PC, wo die erforderlichen Daten aufgenommen werden. Der Kunde kann sitzen bleiben, bis er zur Behandlung geführt wird. Zusätzlich zum stark gemaserten und horizontal und vertikal geknickten Möbel, das an die gediegene Atmosphäre eines Mies-van-der-Rohe-Interieurs in zeitgenössischer Sprache erinnert, gibt es textilbespannte Wände und farblich akzentuierte Sessel auf einem flauschigen Teppich. Erst wenn der Besucher, geleitet durch das Nussbaummöbel, weiter in die Praxis eindringt, wird er zum Patient - der Charakter ändert sich zu einer professionellen und technischen Praxis. Das prämierte Projekt des Berliner Architekturbüros wiewiorra hopp schwark architekten wird zurzeit im Rahmen der Ausstellung "da! – Architektur in und aus Berlin" der Berliner Architektenkammer vorgestellt. Christian Rose
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Praxis
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Die Privatpraxis im Berliner Grunewald soll eine exklusiv entspannte Atmosphäre vermitteln. Ein gefaltetes Nussbaummöbel empfängt und leitet den Besucher durch die Praxis zu den verschiedenen Behandlungsräumen. Erst dort wird er Patient.

Baubeschreibung Praxis Dr. Dr. Stiller

Bauherr:PD Dr. med. Dr. med. dent. Michael StillerPrivatpraxis für orale Chirurgie, Implantologie und Parodontologie14193 Berlin

Architekten:wiewiorra hopp schwark gesellschaft von architekten mbhPlanckstraße 25, 10117 Berlin-MitteWebsite: whs-architekten.de

Baubeschreibung Stichpunkte

Lage: Berlin Grunewald, gegenüber dem Schlosshotel

Räume: Eingang, Warteraum, Verwaltung, Eingriffsraum, Aufwachraum, Waschraum, Sterilisation, Behandlungsraum, barrierefreies WC

DasWandmöbelleitet die Patienten vom Eingangsvorbau zum Warteraum bis in die Behandlungsräume im hinteren Teil der Praxis und trennt die Nebenräume von den Praxisräumen ab und beinhaltet verschiedene Funktionen:

  • eine durch Klappschiebetüren verschließbare Teeküche im Eingangsbereich

  • eine verschließbare Garderobe und einen verschließbaren Flachbildschirm für Seminare und Live-Übertragungen der Operationen

  • Ein Anmeldungsterminal mit kleinem Computerbildschirm, da auf eine Rezeption verzichtet wurde. Die Patienten werden persönlich am Eingang empfangen.

  • Schränke und Aktenregister für die Verwaltung

  • Klimagerät mit Lamellenabdeckung im Behandlungsraum

  • Schiebetür und Röntgenraumtür

  • Gestaltung und Materialien:

  • Im Kontrast zu den ansonsten hellen Materialien der minimalistisch gehaltenen Praxis faltet sich ein dunkles Wandmöbel aus Nussbaum und schwarzem MDF durch die Räume und erzeugt so einen wohnlichen Charakter.

  • Die Raumflächen der Praxis wurden mit vorwiegend hellen und freundlichen Materialien für eine größtmögliche Helligkeit im Innenraum gestaltet (nach Norden ausgerichteten Bestandsgebäude im Erdgeschoss)

  • Die Materialien, wie vor allem der Boden aus weißem Epoxidharz-Terrazzo mit Hohlkehlen, mussten den besonderen hygienischen Anforderungen der chirurgischen Praxis genügen.

  • Hochwertige textile Sitzmöbel, geraffte tranzluzente helle Vorhänge und eine gepolsterte Wandbespannung aus wollweißem grob strukturiertem Stoff sorgen für ein angenehmes Raumgefühl im Warteraum.

 

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