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Gehaltsdaten der apoBank

Gender Pay Gap in der Medizin besonders hoch

LL
Praxis
Die aktuellen Gehaltsdaten der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) aus dem Jahr 2025 zeigen: Sowohl in der Human- als auch in der Zahnmedizin gibt es weiterhin erhebliche Einkommensunterschiede bei Angestellten in der ambulanten Versorgung.

Mit 21 Prozent liegt der Gender Pay Gap in der Humanmedizin weiterhin deutlich über dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 16 Prozent. Vollzeitbeschäftigte Ärztinnen verdienen im Schnitt spürbar weniger als ihre männlichen Kollegen.

In der Zahnmedizin zeigt sich ein differenziertes Bild: Bei den Festgehältern und damit bei rund einem Drittel der ambulant angestellten Zahnärzteschaft, ist die Lohnlücke in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft – von 33 Prozent (2021) auf neun  Prozent (2025).

Deutlich anders sieht es bei der Umsatz-abhängigen Vergütung aus, zeigen die Zahlen der apoBank. Hier beläuft sich der Gender Pay Gap auf 20 Prozent und liegt damit leicht über dem Wert von 2021. Die Gründe sind vielfältig: Männer vereinbaren häufiger höhere variable Anteile, sind seltener an Umsatzschwellen gebunden und übernehmen häufiger operativ geprägte Tätigkeiten, die zeitintensiver sind, aber besser vergütet werden. Mit zunehmender Berufserfahrung verringert sich die Lücke allerdings spürbar, so die Erläuterung der Bank.

Schließen der Lücke wichtig für die Nachwuchssicherung

„Die beharrlich anhaltende Lohnlücke in der Medizin zeigt, dass Gehälter nicht nur eine Frage individueller Verhandlungen sind, sondern auch von Strukturen abhängen. Transparente Vergütungsmodelle und klare Karrierewege sind entscheidend, damit Ärztinnen und Zahnärztinnen entsprechend ihres tatsächlichen Beitrags entlohnt werden“, betont Nicole Wortmann, Leiterin des Bereichs Gesundheitsmarkt bei der apoBank.

Sie ordnet abschließend ein: „Weil der Gender Pay Gap in der Medizin im Vergleich zu vielen anderen Berufsgruppen besonders hoch ausfällt, sollten wir genauer hinschauen, woran das liegt. Gerade Frauen entscheiden sich häufig für medizinische Berufe – umso wichtiger ist es, faire und transparente Rahmenbedingungen zu schaffen. Das ist nicht nur eine Frage der Gleichstellung, sondern auch entscheidend für die Nachwuchssicherung im Gesundheitswesen.“

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