Wissenswertes zur Virus-Pandemie

Corona-News kompakt

+++ Risikorechner unterscheidet 24 Variablen im Krankheitsverlauf +++ Apple überarbeitet Masken-Emoji +++ Trump ist Treiber von Fake News +++ Corona geht auf die Psyche +++ US-Fachblatt: Regierung hat versagt!


Corona News KW 41

24 Variable, die im Zusammenhang mit COVID-19 bekannt sind, enthält der Risikorechner, den Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore entwickelt haben. Damit entstand ein neues Vorhersagemodell zu möglichen schweren Verläufen von COVID-19, dass Medizinern bei der zügigen Abklärung der Prädispositionen und weiteren Risikofaktoren helfen soll. Entsprechend können Therapieziele festgelegt werden und Patienten sowie deren Angehörige informiert werden. Als schweren Verlauf definierten die Wissenschaftler geringe Blutsauerstoffwerte und die Notwendigkeit der künstlichen Beatmung. 

Das Modell wird von anderen Medizinern als methodisch gut bewertet

Neben den Vitalwerten, Vorerkrankungen, Alter und dem Body-Maß-Index werden in den Fragebögen der Analyseplattform auch die Art und Ausprägung der Symptome bei der stationären Aufnahme sowie Laborwerte und Angaben zu anderen Krankheitsverläufen erfasst. Entwickelt und geprüft wurde der Rechner anhand der Daten von 832 Patienten, die im Zeitraum von Anfang März bis Ende April in fünf Krankenhäusern gesammelt wurden.  Der Rechner ermittelt ein Risiko in der Spanne von 5 bis 90 Prozent, dass ein Verlauf schwer beziehungsweise tödlich verlaufen kann. Die Genauigkeit nehme aber mit fortschreitender Zeit ab, gibt Studienleiter Prof. Dr. Brian Garibaldi  zu bedenken. Sie sinke von 85 Prozent in den ersten beiden Tagen auf 80 Prozent gegen Ende der ersten Krankheitswoche.

Wenn das Tragen von Masken unabhängig von Symptomen gefördert werden soll, braucht es eine neue, positivere Symbolik. So könnte man bei Apple gedacht haben, als das Emoji mit Maske überarbeitet wurde. Ab iOS 14.2 Beta hat das Emoji mit medizinischer Maske samt Augenbrauen, Augen und erröteten Wangen ein "lächelndes Gesicht", schreibt der Blog Emojipedia.

Da das Emoji jedoch keine klare Emotion transportiert, müsse davon ausgegangen werden, dass ein lächelndes Emoji mit Maske, das von iOS 14.2 gesendet wird, immer noch traurig oder krank erscheint, wenn es auf einer früheren Version von iOS oder auf Android-Handys empfangen wird.

Eine Medienanalyse der Cornell Alliance for Science identifiziert die wichtigsten Themen und Hauptakteure von Corona-Fake-News. Dazu untersuchten die Wissenschaftler 38 Millionen zwischen dem 1. Januar und 26. Mai erschienene Artikel, die von traditionellen englischsprachigen Medien weltweit veröffentlicht wurden. Darunter befanden sich mehr als 1,1 Millionen Nachrichtenartikel, die Fehlinformationen im Zusammenhang mit der Pandemie verbreiteten, verstärkten oder meldeten.

Eine zentrale Erkenntnis: In 37 Prozent aller Fälle taucht US-Präsident Donald Trump im Kontext dieser Corona-Fake-News auf – häufiger als jeder andere personelle oder institutionelle Akteur. Und: Die Falschnachrichten wurden von 11 Themen dominiert, die von Verschwörungstheorien bis zu Angriffen gegen den US-amerikanischen Immunologen Dr. Anthony Fauci reichten, der das US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten leitet.

Das beliebteste Thema war „Wundermittel“ gegen COVID-19. Dieses Thema erschien in 295.351 Artikeln – häufiger als die anderen zehn Themen zusammen. Und auch hier spielt Trump eine entscheidende Rolle: Den ersten Höhepunkt des Themas machten die Autoren am 24. April 2020 aus, als der US-Präsident die intravenöse Gabe von Desinfektionsmittel als probates Mittel gegen des Coronavirus propagierte.

Sarah Evanega et al., "Quantifying sources and themes in the COVID-19 ‘infodemic’", https://allianceforscience.cornell.edu/wp-content/uploads/2020/09/Evanega-et-al-Coronavirus-misinformationFINAL.pdf

Die Geheimdienste fremder Staaten spionieren in der Corona-Krise gezielt den deutschen Gesundheitssektor aus, erklärte der Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang im Interview mit der ZEIT. Die Motivation der Angreifer sei, "viel Arbeit und Investitionen" etwa in der Impfstoffentwicklung zu sparen.

In Kanada habe es entsprechende Angriffe bereits gegeben und für Deutschland hätte der Verfassungsschutz entsprechende Vorbereitungen beobachten können, sagte Haldenwang. Diese seien soweit fortgeschritten gewesen, dass seine Behörde es für richtig gehalten habe, einen Warnhinweis an alle deutschen Forschungsstellen und Pharmafirmen zu versenden.

Fast jeder Fünfte (19 Prozent) fühlte sich während der Hochphase der Kontaktbeschränkungen im Frühjahr öfter antriebslos oder niedergeschlagen, bei den unter 39-Jährigen war es sogar jeder Vierte. Das zeigt die von der Techniker Krankenkasse (TK) beauftrage Forsa-Umfrage "Corona 2020".

Besonders niedergeschlagen fühlten sich die Befragten aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 28 Prozent der Befragten dort gaben an, dass ihnen Corona auf die Stimmung schlägt. In Baden-Württemberg waren es 22 Prozent. Seltener betroffen waren dagegen vor allem die Befragten in Nordrhein-Westfalen (14 Prozent) sowie in Berlin und Brandenburg (12 Prozent).

Veränderungen sind ein besonderer Risikofaktor

Dabei sind Veränderungen, etwa im Arbeitsalltag, ein besonderer Risikofaktor. Bei den Befragten, die jetzt mehr oder - beispielsweise aufgrund von Kurzarbeit - weniger zu tun haben, geben jeweils vier von zehn an, unter Antriebslosigkeit zu leiden. Dagegen ist nur einer von zehn, deren Arbeitspensum sich durch Corona nicht auffällig geändert hat, davon betroffen. Auch auf die wahrgenommene Belastung, das Stressempfinden und die Schlafqualität wirkt sich demzufolge eine Veränderung im Arbeitsalltag negativ aus.

Für die Umfrage "Corona 2020" im Auftrag der der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 13. bis 26. Mai 2020 1.000 Personen. Die Befragten repräsentieren einen Querschnitt der volljährigen Bevölkerung in Deutschland.

Das renommierte Fachmagazin "New England Journal of Medicine“ (NEJM) hat der US-Regierung im Umgang mit der Corona-Pandemie totales Versagen vorgeworfen - die führenden Politiker hätten aus der Krise eine Tragödie gemacht. Das NEJM war seit seiner Gründung vor 208 Jahren überparteilich geblieben – bis jetzt.

"Die aktuelle Regierung hat gezeigt, dass sie gefährlich inkompetent ist!"

„Die aktuelle Regierung hat beim Management der größten Krise des Gesundheitssystems in unserer Zeit gezeigt, dass sie gefährlich inkompetent ist", schreiben die Forscher am 8. Oktober. "Wir sollten nicht noch weitere tausende Todesfälle in Amerika in Kauf nehmen, indem wir den Mitgliedern der Regierung ermöglichen, ihre Jobs zu behalten.“

Die Kontrolle des Virus sei abhängig vom Verhalten - "und in den Vereinigten Staaten haben wir uns durchweg schlecht verhalten", schreiben die Wissenschaftler.

Die Regierung habe sich weitgehend dafür entschieden, Experten zu ignorieren und sogar zu verunglimpfen. Insgesamt sei die Reaktion der führenden Politiker durchweg unangemessen gewesen. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die weltweit führende Organisation zur Bekämpfung von Krankheiten, sei "ausgeweidet" und die Food and Drug Administration (FDA) "schändlich politisiert" worden.

In weiten Teilen des Landes "tragen die Menschen einfach keine Masken, vor allem deshalb, weil unsere führenden Politiker unmissverständlich erklärt haben, dass Masken eher politische Instrumente als wirksame Maßnahmen zur Infektionskontrolle sind". 


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