Mediziner warnen

Coronavirus könnte Langzeitkrankheit werden

Das Coronavirus rückt nach Europa vor. In Norditalien gibt es seit dem Wochenende 150 registrierte Infektionen mit drei Todesopfern und damit den größten Infektionsherd in Europa. Durch seine hohe Anpassungs- und Mutationsfähigkeit könnte es sich wie die Grippe zu einer Langzeitkrankheit entwickeln.

Sicherheitskräfte von der Bundespolizei und DB-Sicherheit gehen am Eurocity-Zug aus Venedig vorbei. Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Zug ist mit mehrstündiger Verspätung am frühen Montagmorgen in München angekommen. Lino Mirgeler/dpa

CoDie italienische Regierung reagierte sofort mit Quarantänemaßnahmen und sperrte die betroffenen Regionen ab. Schulen, Museen und Kirchen sind geschlossen und viele Veranstaltungen abgesagt. Auch der Karneval in Venedig wurde wegen der Virusgefahr beendet.

Aus Furcht vor dem Coronavirus war außerdem am Brenner ein Eurocity gestoppt worden. Nachdem zwei Frauen aber negativ auf das Virus getestet worden waren, konnte der Zug weiterfahren und kam heute am frühen Morgen in München an.

Genaue Prognosen gab es schon 2019

Bereits vor einem Jahr warnten vier Medizinforscher von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des Instituts für Virologie vor dem Ausbruch des Coronavirus Sars-CoV-2. Dabei waren die Prognosen erschreckend genau: Übertragen durch Wildtiere würde sich das Virus aufgrund der Esskultur in China leicht ausbreiten können – von Tier zu Mensch und auch von Mensch zu Mensch. Die im Fachjournal Virusess im März 2019 veröffentlichten Einschätzungen wurden ignoriert. Und so konnte sich die Epidemie entwickeln.

Schon da galt die Übertragung von Feldermäusen als sehr wahrscheinlich, auch wenn bislang noch nicht geklärt ist, welcher Zwischenwirt die Krankheit weiter auf die Menschen übertragen hat. Die Stadt Wuhan mit ihrem Wildtiertmarkt wird als Ausbruchsort festgestellt. Denn hier wurden, weder verboten noch offiziell erlaubt, verschiedene exotische Tiere zum Verzerr verkauft. Auch vor dieser Übertragungsgefahr hatten Forscher nach der SARS-Epidemie in den Jahren 2002 und 2003 gewarnt. Bereits damals galten Wildtiere als Virusträger und -überträger.

Chinesische Forscher aus Peking arbeiten mit verschiedenen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, der Ende April zum ersten Mal am Menschen getestet werden könnte, gab der chinesische Vize-Forschungsminister bei einer Pressekonferenz in Peking bekannt.

In China sind aktuell rund 77.150 Menschen erkrankt

Die ignorierten Warnungen, das langsame Reagieren der Behörden und die späte Erkenntnis, dass Covid-19 nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist, sowie ist lange Inkubationszeit haben das Lungenvirus zur Epidemie wachsen lassen. In China sind aktuell rund 79.000 Menschen mit dem Virus infiziert worden, 2.619 davon verstarben. Die Dunkelziffer wird von Gesundheitsexperten allerdings weit höher geschätzt. Nicht zuletzt, weil die chinesische Regierung immer wieder die Diagnostikverfahren und die Zählweise der Erkrankten beziehungsweise Verdachtsfälle ändert.


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In den dicht besiedelten Millionenstädten der Volksrepublik wurden umfangreiche und drastische Quarantänemaßnahmen getroffen. Doch trotzdem findet das Lungenvirus seine Ausbreitungswege und wird vor allem älteren Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen leicht zurückgeht, warnt die Weltgesundheitsorganisation vor der Gefahr.

Im chinesischen Staatsfernsehen äußerte sich der Präsident der China Acade­my of Medical Science, Wang Chen, ebenfalls warnend: Das neue Coronavirus könnte sich durch seine hohe Anpassungs- und Mutationsfähigkeit wie die Grippe zu einer koexistenten Langzeitkrankheit entwickeln. Das würde die gesundheitliche Versorgung weltweit noch einmal vor eine sehr große Herausforderung stellen.

Das Virus nistet sich auch in den Schleimhäuten der Nase ein

Anders als anfangs gedacht, nistet sich das Virus SARS-CoV-2 nicht bevorzugt im Rachen und in den tiefer liegenden Atemwegen ein, sondern in besonders hoher Konzentration auch in den Schleimhäuten der Nase. Das ergaben die Mehrfachuntersuchungen von Patienten. Damit ist das Übertragungsrisiko so hoch wie bei der Grippe. Das würde auch die höhere Ansteckungszahl im Vergleich zum SARS-Ausbruch von 2002/2003 erklären.

Weil das Virus eine schwere Lungenentzündung verursacht, die bis zum Lungenversagen führen kann, gingen Mediziner und Forscher davon aus, dass es sich vor allem in den tieferen Atemwegen vermehrt. In einer Studie um Wissenschaftler Jie Wu von den Gesundheitsbehörden der Provinz Guangdong in Guangzhou im New England Journal of Medicine

Übertragbar auch ohne Symptome

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