COVID-19-Register Rheinland-Pfalz

Ein Frühwarnsystem für Krankenhäuser

Das COVID-19-Register in Rheinland-Pfalz ist bereits im Frühjahr gestartet, um als Frühwarnsystem Prognosen über die weitere Entwicklung der Patientenzahlen in Krankenhäusern anzustellen. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor.

Die meisten COVID-19-Patienten werden auf den normalen Stationen der Krankenhäuser behandelt. Diese Daten sammelt das COVID-Register in Rheinland Pfalz und füttert damit ein Frühwarnsystem. Adobe Stock_saengsuriya13

Das COVID-19-Register startete vor sieben Monaten mit der Datensammlung von klinischen Befunden und Krankenhauskapazitäten in Rheinland-Pfalz.

Das System gibt Überblick über die verfügbaren Kapazitäten

"Die Daten aus dem Kapazitätsregister sind im Sinne eines Frühwarnsystems enorm wichtig und bieten einen guten Überblick über die verfügbaren Kapazitäten der Krankenhäuser", sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Vorstellung der Zwischenergebnisse in Ludwigshafen. "Sie ermöglichen uns, frühzeitig erforderliche gesundheitspolitische Schritte in die Wege zu leiten."

Anders als im DIVI-Intensivregister werden auch Patienten auf Normalstationen, die den überwiegenden Teil der Corona-Patientinnen und -Patienten ausmachen, erfasst. Neben dem Kapazitätsregister umfasst das COVID-19-Register einen klinischen Teil. „Hierbei werden wichtige klinisch bedeutende Parameter wie das Alter, Begleiterkrankungen und Symptome der COVID-19-Patienten sowie wesentliche Behandlungsmaßnahmen und Todesursachen seitens der teilnehmenden Krankenhäuser erfasst. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können dazu beitragen, das Virus besser zu verstehen und die Behandlungsmaßnahmen zu optimieren“, sagte die Ministerin weiter.

Krankenhäuser und Praxen werden entlastet

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zeitlich befristete Sonderregelungen getroffen. Krankenhäuser und Praxen werden entlastet.

mehr
Die Daten helfen dem Institut für Herzinfarktforschung, eine Prognose für die Patientenzahlentwicklung zu geben. Demnach ist in den nächsten Wochen mit einer deutlich ansteigenden Beanspruchung der Krankenhauskapazitäten zu rechnen. Geschätzt knapp 7 Prozent der mit COVID-19 infizierten Patienten werden im Verlauf ihrer Infektion eine stationäre Behandlung benötigen, davon wiederum etwa 22 Prozent eine intensivmedizinische Therapie. Unter der Annahme gleichbleibender Infektionszahlen werden in den kommenden vier Wochen bis Mitte Dezember weitere rund 1.400 COVID-19-Patienten zur stationären Behandlung in Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz erwartet, davon müssen wahrscheinlich 300 intensiv-medizinische betreut werden.

Rheinland-Pfalz habe daher die Zahl der Intensivbetten verdoppelt und über 2.000 Pflegekräfte zusätzlich qualifiziert, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Ergebnisse des Krankheitsregisters

Insgesamt wurden 274 stationär behandelte COVID-19-Patienten dokumentiert. Ihr mittleres Alter betrug 64 Jahre, nahezu 80 Prozent waren älter als 50 Jahre, 59 Prozent waren Männer. Die stationäre Behandlung dauerte im Mittel 15 Tage. Etwa mussten 20 Prozent intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden, davon mussten 42 Prozent im Verlauf des Aufenthaltes mit einem Luftröhrenschnitt versorgt werden, 7 Prozent erhielten eine Unterstützung durch eine Herz-Lungen-Maschine. Die Beatmungsdauer belief sich auf im Mittel 16,5 Tage.

Insgesamt 17,6 Prozent der stationär mit COVID-19-Infektion behandelten Patienten starben, mehr als der Hälfte durch Lungenversagen. Zusätzliche bakterielle Infektionen, Störungen der Blutgerinnung mit Embolien und Herz-Kreislaufkomplikationen trugen zu der Sterblichkeit bei.

Die tagesaktuellen Meldungen stationärer COVID-Patienten in Rheinland-Pfalz haben nach der ersten Pandemiewelle im Frühjahr und einer nahezu verschwindend geringen Zahl in den Sommermonaten seit Oktober wieder stark zugenommen. Diese Entwicklung verläuft mit einem zeitlichen Versatz von 10 bis 14 Tagen proportional zu dem Anstieg der durch das RKI gemeldeten Neuinfektionen mit COVID-19.

Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.

37215963691105369110636911073721597 3721598 3691108
preload image 1preload image 2preload image 3preload image 4preload image 5preload image 6preload image 7preload image 8preload image 9preload image 10preload image 11preload image 12preload image 13preload image 14preload image 15preload image 16preload image 17preload image 18preload image 19preload image 20preload image 21preload image 22preload image 23preload image 24preload image 25preload image 26preload image 27preload image 28preload image 29preload image 30preload image 31preload image 32preload image 33preload image 34preload image 35preload image 36preload image 37preload image 38preload image 39preload image 40preload image 41preload image 42preload image 43preload image 44preload image 45preload image 46preload image 47preload image 48preload image 49preload image 50preload image 51preload image 52preload image 53preload image 54preload image 55preload image 56preload image 57preload image 58preload image 59preload image 60preload image 61preload image 62preload Themeimage 0preload Themeimage 1preload Themeimage 2preload Themeimage 3preload Themeimage 4preload Themeimage 5preload Themeimage 6preload Themeimage 7preload Themeimage 8preload Themeimage 9preload Themeimage 10preload Themeimage 11preload Themeimage 12preload Themeimage 13preload Themeimage 14preload Themeimage 15preload Themeimage 16preload Themeimage 17preload Themeimage 18preload Themeimage 19preload Themeimage 20preload Themeimage 21preload Themeimage 22preload Themeimage 23preload Themeimage 24preload Themeimage 25preload Themeimage 26preload Themeimage 27preload Themeimage 28
Bitte bestätigen Sie
Nein
Ja
Information
Ok
loginform
Kommentarvorschau
Kommentarvorschau schliessen
Antwort abbrechen
Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar

Keine Kommentare