Dr. George F. Grant

Ein Zahnarzt erfand das hölzerne Golf-Tee

Golfer aufgepasst: Wenn Sie nächstes Mal zum Schläger greifen, denken Sie an Dr. George F. Grant. Er war nicht nur der zweite approbierte afroamerikanische Zahnarzt in den USA, sondern auch Erfinder des hölzernen Tees.

Meister seines Fachs und leidenschaftlicher Golfer: George Franklin Grant war nicht nur der zweite approbierte US-Zahnarzt mit afroamerikanischen Wurzeln sowie Gründungsmitglied und Präsident der Harvard Odontological Society - er sit auch anerkannter Erfinder des ersten Golftees aus Holz. PD-US, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=11471950 / By George Franklin Grant, US Patent Office - https://patentimages.storage.googleapis.com/pages/US638920-0.png, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63790289

Geboren 1846 in Oswego im Bundesstaat New York, erhielt er mit 21 Jahren Zugang zur Harvard School of Dental Medicine. Im Jahr 1870 absolvierte Grant sein Studium mit Auszeichnung und war damit nach Robert Tanner Freemann der zweiten Afroamerikaner, der einen Abschluss in Zahnmedizin erlangte.

Grant wurde 1871 an der Harvard Dental School angestellt und damit zum ersten afroamerikanischen Fakultätsangehörigen. Aufgrund seiner Erfindungsgabe war er zunächst mit der Entwicklung von Einlagen für Patienten mit Gaumenspalten betraut.

American Dental Education Association

Sein Vater hatte sich und seine Familie damals freigekauft: Robert T. Freeman war 1869 der erste schwarze Absolvent der Zahnmedizin in den USA. Über die Kämpfe der afro-amerikanischen Zahnärzteschaft bis heute.

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Parallel zu seiner beruflichen Karriere entwickelte sich Grants Liebe zum Golfspielen. Um auf die üblichen Erd- oder Sandhäufchen als Abschlaghilfe verzichten zu können, entwickelte er eine hölzerne Spitze mit einer Gummiauflage für den Ball. Dafür erhielt er am 12. Dezember 1899 das US-Patent Nr. 638920, das erste weltweite Patent für ein hölzernes Golf-Tee. Da Grant eher ein guter Zahnarzt und Erfinder als ein Kaufmann war, erntete er nie die Früchte seiner Innovation. Wie es heißt, gab er einige der Tees, die in einem kleinen Laden in Arlington Heights hergestellt wurden, Freunden und Spielpartnern. Als Grant 1910 dann an einer Lebererkrankung starb, starb seine Erfindung mit ihm.

Erst zehn Jahre später kam Dr. William Lowell aus Maplewood, New Jersey - übrigens ebenfalls Zahnarzt - auf die Idee, für seine Tees Birkenholz zu verwenden. Zuvor hatte er lange mit Guttapercha experimentiert, aus dem im 19. Jahrhundert falsche Zähne und Golfbälle hergestellt wurden. Das Material hatte sich letztlich jedoch als zu spröde erwiesen.

Die Kopie brachte viel Geld und Ärger

Lowell erwies sich als deutlich geschäftstüchtiger: Im Jahr 1922 bezahlte er den Profigolfer Walter Hagen dafür, dass er sein "Reddy Tee" nutzte und nach dem Spiel zurückließ. Das Ergebnis: Lowell machte im ersten Jahr mit seiner Erfindung bereits 100.000 US-Dollar Umsatz, fünf Jahre bevor er seine Patentanmeldung einreichte. Viel Glück bescherte ihm dieses Patent indes nicht. Lowell musste große Teile seines Vermögens investieren, um immer wieder gegen Patentrechtsverletzungen zu kämpfen. Erst 1991, 37 Jahre nach Lowells Tod, erkannte der US-Golfverband Grant schließlich als den rechtmäßigen Erfinder des hölzernen Golf-Tees an.

Grant ist dabei nicht der Erfinder des ersten Golf-Tees:

  • Das erste Patent für eine Gummiplatte mit zylinderförmiger Erhöhung stammt aus dem Jahr 1889. Das Tee wurde einfach auf den Boden gelegt.
  • Im Jahr 1890 finden sich die ersten Anzeigen in britischen Golfzeitungen. Die hier angebotenen Tees konnten jedoch in die Erde gesteckt werden.
  • Ein solches Tee war auch das "Perfectum", ein Eisenstöpsel mit einem Gummiring und einer Korne aus aufrechten Gummistiften. Sein Erfinder Percy Ellis von Surrey erhielt das britische Patent im Jahr 1892.
  • Das "Victor"-Tee wurde dann 1897 von dem Schotten PM Matthews erfunden. Es besteht aus einem Eisenschaft und einem Gummikopf, der helfen sollte, den Schläger zu schonen.

Bevor es die Tees gab, wurden Sandhäufchen als Abschlaghilfen benutzt. Die Bezeichnung "Tee" soll dabei aus dem Niederländischen kommen, wo man das Erdhäufchen "tuidje" nannte.

Quellen:

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