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25 Jahre Patientenberatung Baden-Württemberg

Die Patientenberatung der baden-württembergischen Zahnärzte, getragen von Kammer und KZV, wurde vor 25 Jahren gegründet und war seinerzeit bundesweit die erste Einrichtung dieser Art.

Der Qualitätsreport Baden-Württemberg: Zwei Drittel der gestellten Fragen betreffen die zahnärztliche Behandlung an sich, ein Drittel Gebühren und Kosten von Behandlungen. Die geringe Anzahl von Beschwerden (rund 300) verglichen mit der hohen Zahl an täglich durchgeführten Behandlungen zeigt die hohe Zufriedenheit der Patienten mit ihrem Zahnarzt. IZZ

Themenschwerpunkte und Reaktion, Alter der Ratsuchenden IZZ
Themenschwerpunkte und Reaktion, Alter der Ratsuchenden IZZ
"Die Zahnmedizinische Patientenberatung in Baden-Württemberg ist erfolgreich und zukunftsorientiert aufgestellt", bilanzierte Dr. Konrad Bühler, Zahnmedizinische Patientenberatungsstelle Baden-Württemberg, Vorsitzender des Verwaltungsrates, als er den Report am 7. Juli auf dem IZZ-Forum in Tübingen vorstellte. IZZ

Der Bedarf der Bevölkerung an fachlich fundierter und unabhängiger Aufklärung und Informationen rund um die Zahnmedizin wurde dort schon früh erkannt. Jetzt erschien der Qualitätsreport der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg "Zahnmedizinische Patientenberatung 1991 bis 2016 - Ein Evaluations- und Erfahrungsbericht".

Die Historie

  • Zu Beginn stand 1991 die vom Informationszentrum Zahngesundheit Baden-Württemberg (IZZ) konzipierte Bürgerberatung: ein Zahnarzt-Telefon zu Fragen der Zahn- und Mundgesundheit.
  • Ab 1998 wurde das Beratungsangebot ausgebaut: Seitdem können Patienten neben der telefonischen Beratung auch einen persönlichen Termin zum Gespräch mit neutralen Beratungszahnärzten für eine individuelle Zweitmeinungsberatung vor Ort vereinbaren. Die Gesprächefinden in den Zahnärztehäusern Freiburg, Mannheim, Stuttgart und Tübingen, im Notfalldienstzentrum Heidelberg sowie in den zahnärztlichen Fortbildungsinstituten Karlsruhe und Stuttgart statt.
  • Seit 2014 gibt es eine eigene Geschäftsstelle in Stuttgart.
  • Es existiert eine landesweit einheitliche Service-Hotline mit der Rufnummer 0800 47 47 800. Die kostenfreie telefonische allgemeine zahnmedizinische Beratung findet mittwochs von 14 bis 18 Uhr statt. Unter der Nummer 0800 14 24 340 können Patienten einen kostenfreien individuellen Zweitmeinungstermin vereinbaren. Für Fragen zahnärztlicher Haftung gibt es eine Gutachterkommission. Sie fungiert auch als Schlichtungsstelle, die einer gerichtlichen Klärung vorgeschaltet wird.

Zahlen und Fakten

  • Insgesamt 1.876 Beratungsgespräche über die telefonische Hotline wurden im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 verzeichnet. Im Regierungsbezirk Stuttgart gingen die meisten Anrufe ein, gefolgt von den Bezirken Freiburg, Tübingen und Karlsruhe.
  • Zwei Drittel der Ratsuchenden sind Frauen. Tendenziell nimmt mit dem Alter der Beratungsbedarf zu, wobei die Altersgruppe der über 60-Jährigen mit rund 36 Prozent bei den Frauen und gut 35 Prozent bei den Männern mit Abstand den höchsten Beratungsbedarf ausweist.
  •  Schwerpunkte der Beratungen waren Fragen zum Zahnersatz, gefolgt vom Thema Zahnerhaltung. Auf dem dritten Platz folgte die Implantologie. Fragen zur Honorarhöhe standen weniger im Vordergrund.
  • 22 Prozent der Ratsuchenden wurden auf das Angebot der individuellen Zweitmeinungsberatung und etwa 9 Prozent auf das Gutachterverfahren weiter verwiesen.
  • Insgesamt äußerten sich rund 84 Prozent der Patienten positiv zu den telefonischen Beratungsergebnissen. Knapp 16 Prozent gaben keine Reaktion ab und weniger als ein halbes Prozent der Ratsuchenden bewertete die Ergebnisse als negativ.

Zur individuellen Beratung vor Ort

  • Vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 wurden landesweit 658 individuelle Beratungsgespräche geführt. Die meisten Gespräche fanden im Regierungsbezirk Stuttgart (348) statt, gefolgt von den Bezirken Tübingen (112), Karlsruhe (108) und Freiburg (90).
  • Knapp zwei Drittel der Ratsuchenden waren Frauen. Neben der Altersgruppe der über 60-jährigen Frauen mit rund 42 Prozent weist die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen bis zu 15 Jahren mit 26 Prozent einen relativ großen Bedarf an Beratung auf. Bei den Männern ist der Beratungsbedarf der über 60-Jährigen mit rund 46 Prozent mit Abstand am höchsten.
  • Die Schwerpunkte der individuellen Beratungsgespräche lagen auf dem Thema Zahnersatz, gefolgt vom Fachbereich Implantologie und dem Thema Kieferorthopädie.
  • Rund zwei Prozent der Patienten wurden an das Gutachterverfahren weiter verwiesen.
  • Insgesamt gaben 83 Prozent an, mit den Beratungsergebnissen zufrieden zu sein,15 Prozent gaben keine Reaktion ab und nur knapp zwei Prozent waren unzufrieden.


Bundesweite Evaluation der zahnärztlichen Patientenberatung

Mit dem Projekt „Patientenorientierte Weiterentwicklung der zahnärztlichen Patientenberatung“, das 2013 gestartet wurde, wollen KZBV und BZÄK die Beratung noch stärker an den Anliegen der Patienten ausrichten und den Berufsstand mit valide Daten zur zahnärztlichen Patientenberatung ausstatten, um auf bestehende spezifische Bedarfe reagieren zu können. Der erste Jahresbericht zur Evaluation der zahnärztlichen Patientenberatung wurde jetzt von KZBV und BZÄK unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) veröffentlicht.

  • Mit rund 24.000 Fällen pro Jahr ist die Patientenberatung der Kammern und KZVen – direkt nach der Zahnarztpraxis – für Patienten die erste Anlaufstelle bei Fragen rund um die zahnärztliche Versorgung.
  • In knapp 82 Prozent der Fälle konnte bei der Beratung das Anliegen der Patienten direkt gelöst oder weiter vermittelt werden.
  • Angesichts des hohen Behandlungsaufkommens von über 100 Millionen Behandlungsfällen in allen zahnärztlichen Leistungsbereichen im Jahr 2016 ist der Anteil registrierter Beschwerden mit 1.471 Fällen relativ gering.
  • Zu den vordringlichsten Themen gehört die Verständlichkeit von Kostenplänen und Abrechnungen sowie die Nachvollziehbarkeit der finanziellen Eigenbeteiligung.
  • Vor allem bei komplexen Versorgungsthemen wie Zahnersatz besteht erhöhter Beratungs- und Klärungsbedarf.
  • Etwa zwei Drittel aller Anliegen konnten allein durch eingehende Aufklärung zur Zufriedenheit der Ratsuchenden abschließend geklärt werden. Bei knapp einem Drittel erfolgte eine Weiterverweisung – überwiegend an Kammern und KZVen, aber auch an externe Stellen wie Krankenkassen.





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