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Fragen? Die Zahnärztliche Patientenberatung hilft!

Die kostenfreie Patientenberatung der KZVen und Kammern ist – neben der Zahnpraxis - für Patienten eine der bundesweit wichtigsten Anlaufstellen bei allen Fragen zur Zahngesundheit. Dies geht aus dem ersten Evaluationsbericht der Zahnärztlichen Patientenberatung hervor.

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Demnach konnte in knapp 90 Prozent der Fälle das Anliegen von Patienten gelöst oder an die zuständigen Kammern oder KZVen für die abschließende Bearbeitung vermittelt werden. Insgesamt wurden von der zahnärztlichen Selbstverwaltung im Berichtsjahr 2016 fast 24.000 Beratungen geleistet.

Das geht aus dem 1. Jahresbericht zur Evaluation der Zahnärztlichen Patientenberatung hervor, der heute in Berlin von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV), Bundeszahnärztekammer (BZÄK) unter fachlicher Begleitung des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) veröffentlicht wurde.


Der Evaluationsbericht in Kürze

- dass die Zahnärztliche Patientenberatung sich als Interessenvertreter der Patienten versteht,

- dass angesichts des immensen Behandlungsaufkommens von 114 Millionen Behandlungsfällen in allen zahnärztlichen Leistungsbereichen im Jahr 2016 der Anteil registrierter Beschwerden mit 1471 Fällen relativ gering ist,

- dass jede Anfrage ernst genommen wird und sich die Zahnärztliche Beratung in rund 90 Prozent der Vorgänge um das Anliegen kümmert und meistens auch einer Lösung zuführt,

- dass die Zahnärztliche Beratung durch die erstmals vorliegende Evaluation künftig noch patientenorientierter arbeiten kann und die Beratungsleistung zusätzliches Optimierungspotential bietet.

An erster Stelle standen Kosten- und Rechtsthemen (56 Prozent): Davon a) Prüfung von Heil- und Kostenplänen beziehungsweise Liquidationen (31 Prozent, b) Gutachten, Zweitmeinungen, Schlichtungen (29 Prozent) und c) Patientenrechte, Berufspflichten, Verhaltensnormen (20 Prozent).

An zweiter Stelle (21 Prozent) standen Beratungen zu Adressinformationen, Verbraucherinformationen oder dem Bonusheft. Das Bonusheft nahm (mit 10,4 Prozent) einen hohen Stellenwert ein.

An dritter Stelle (16,3 Prozent) standen zahnmedizinische Verfahren oder therapeutische Maßnahmen.

Den vierten Platz (7 Prozent) nahmen allgemeingesundheitliche zahnmedizinische Themen ein.

Kostenvereinbarung und Rechnungslegung (55 Prozent). Im Vorfeld einer Behandlung ging es (in 26 Prozent) um mangelnde Aufklärung zu Behandlungskosten oder Honoraren, das betraf vor allem konservierend-chirurgische Leistungen. Im Zusammenhang mit den Kosten ging es (in 74 Prozent) um die Richtigkeit von Kostenplanung oder Rechnungen. Das betraf vor allem Zahnersatz und konservierend-chirurgische Leistungen.

Behandlungen und Verdacht auf Behandlungsfehler: 22 Prozent

Nur wenige Fälle gab es zu den Themen Berufsrecht und Vertragszahnarztrecht (10,3 Prozent) oder Berufsausübung (5,9 Prozent). Das hätte beispielsweise Themen wie die Erreichbarkeit der Praxis oder Wartezeiten auf einen Termin betroffen.


KZBV: „Ziel ist der zufriedene Patient“

„Unser Ziel ist immer der zufriedene Patient – in jedem einzelnen Fall! Deshalb wird die zahnärztliche Beratung auch so gut angenommen und geschätzt.“, kommentiert Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, die Veröffentlichung. „Wichtiger Faktor für die ausgezeichnete Mundgesundheit ist nicht zuletzt die Eigenverantwortung der Patienten und ihre Mitsprache bei Therapieentscheidungen. Unsere Beratung stärkt die Patientensouveränität und löst Anliegen aktiv und häufig abschließend, statt bloßer Kummerkasten für unerwünschte Ereignisse zu sein. Kein anderes Beratungsangebot vermag es so gut, Behandler und Patient zeitnah zusammenzubringen und zwischen den Beteiligten lösungsorientiert zu vermitteln. Die erhebliche Zahl geklärter Fälle, in denen zufriedenstellend informiert wurde, bestätigt uns in dem Anspruch, bei allen Versorgungsfragen direkt nach dem Zahnarzt der beste Ansprechpartner zu sein.“

BZÄK: „Wichtige Möglichkeit, individuelle Anliegen zu klären“

„Zahnärzte leisten täglich bei der Aufklärung von Patienten eine wichtige Arbeit“, unterstreicht Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK: „Dass es bei Millionen von Behandlungen im Jahr und dem komplexen Versorgungssystem auch zu Nachfragen oder Beschwerden kommt, lässt sich leider nicht völlig vermeiden. Die Zahnärztlichen Beratungsstellen bieten den Patienten in ganz Deutschland eine wichtige Möglichkeit, ihre individuellen Anliegen zu klären. In den Beratungsstellen nehmen wir jeden Patienten und sein Anliegen ernst und arbeiten an einer sachgerechten Lösung. Unser Ziel ist es, die zahnärztliche Versorgung so patientenfreundlich wie möglich zu gestalten.“

IDZ: „Ein lernendes System konsequent weiterentwickeln“

Prof. Dr. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ, betont: „Diese Auswertung liefert wichtige Hinweise auf weitere Handlungsfelder in der Versorgung. Sie erlaubt aus wissenschaftlicher Sicht aber vor allem, das Beratungsgeschehen der zahnärztliche Selbstverwaltung im Sinne eines lernenden Systems konsequent weiterzuentwickeln.“

Zum Hintergrund: Die Zahnärztliche Patientenberatung

Die bundesweiten Beratungsstellen von KZVen und Kammern geben persönlich, postalisch, telefonisch und per E-Mail Auskunft zu Behandlungsmethoden, Therapiealternativen sowie zu Risiken bei bestimmten Eingriffen. Sie beantworten Fragen zur Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen und zu Privatrechnungen. Darüber hinaus ist die Patientenberatung Anlaufstelle bei allen Anliegen im Zusammenhang mit Behandlungen in der Praxis. Gutachter- und Schlichtungsstellen leisten Beiträge für die konstruktive Vermittlung zwischen Zahnärzten und Patienten. In der vertragszahnärztlichen Versorgung trägt das Gutachterwesen maßgeblich zur Klärung offener Behandlungsfragen bei. 

Im  Beratungsnetzwerk arbeiten Zahnärzte und Mitarbeiter der Verwaltung frei von Weisungen Dritter und frei von wirtschaftlichen Interessen. Patienten können sich schon im Vorfeld einer Behandlung über die für sie am besten geeignete Versorgung informieren, etwa durch das Zweitmeinungsmodell bei einer geplanten Zahnersatz-Behandlung.

Den vollständigen Jahresbericht der Zahnärztlichen Patientenberatung finden Sie hier.
 

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