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Gesundheitsmarkt ist Wachstumsmotor

Die deutsche Gesundheitswirtschaft hat im Vergleich zur Gesamtwirtschaft hohe Wachstumsraten - und ist damit von steigender Bedeutung für die Volkswirtschaft. Zahnarztpraxen weisen im Vergleich zu Arztpraxen einen niedrigeren Wertschöpfungsanteil auf.

Im Jahr 2016 betrug die Bruttowertschöpfung der deutschen Gesundheitswirtschaft rund 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dies entspricht in etwa jedem achten Euro. Das geht aus der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) "Gesundheitswirtschaft - Fakten & Zahlen 2016" hervor, die das Wirtschaftsforschungsinstitut WiFOR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt hat. Die Gesundheitswirtschaft ist demnach Arbeitgeber für sieben Millionen Menschen in Deutschland. Darüber hinaus sind ihr rund 8,2 Prozent der gesamtdeutschen Exporte zuzuschreiben, obwohl die Branche einen Großteil ihrer Wertschöpfung durch die Erbringung von Dienstleistung am Patienten erzielt.

Größtes Stellenwachstum in Krankenhaus und in der Pflege

Seit 2005 sind der Untersuchung zufolge mehr als eine Million neue Arbeitsplätze entstanden. Das Stellenwachstum war am ausgeprägtesten im Dienstleistungsbereich, vor allem in der Pflege und in den Krankenhäusern. Aber auch die anderen Teilbereiche der Gesundheitswirtschaft wachsen. Im Durchschnitt stieg ihre Wertschöpfung seit 2005 mit 3,8 Prozent pro Jahr – deutlich stärker als die der Gesamtwirtschaft. 2016 erwirtschaftete sie eine Bruttowertschöpfung von 336 Mrd. Euro.

Die Krankenhäuser waren laut Untersuchung mit einer Bruttowertschöpfung von 66 Milliarden Euro einer der wichtigsten Bereiche der Gesundheitswirtschaft. In den Arztpraxen wurden im vergangenen Jahr 44 Milliarden Euro erwirtschaftet.

18 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung durch Zahnarztpraxen

Die Untersuchung weist auch Zahlen zur zahnmedizinischen Versorgung aus. Rund 18 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung werden demnach durch Zahnarztpraxen generiert. Die Zahnarztpraxen weisen mit einem Wertschöpfungsanteil zwischen 23,4 Prozent im Jahr 2005 und 20,6 Prozent im Jahr 2016 im Vergleich zu den Arztpraxen (29,4 Prozent in 2005, 44,6 Prozent in 2016) einen niedrigeren Wertschöpfungsanteil auf.

Zahnarztpraxen verzeichnen der Untersuchung zufolge einen Zuwachs von mehr als 50.000 Erwerbstätigen seit dem Jahr 2005. Das Erwerbstätigenwachstum der Zahnarztpraxen entspricht seit 2011 etwa dem der gesamten nicht-stationären Versorgung.

Zum Hintergrund: Die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechung für Deutschland (GGR) ist ein vom Bundeswirtschaftsministerium entwickeltes Instrument zur Beurteilung der Branche Gesundheitswirtschaft. Sie stellt ein ganzheitliches gesundheitswirtschaftliches Rechensystem dar, das die gesundheitsbezogenen Rechensysteme des Statistischen Bundesamts mit volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen verbindet.


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