Verband der Zahnärztinnen

VdZÄ fordert Übergangsquote in der Standespolitik

Der Verband der Zahnärztinnen (VdZÄ) will das Thema Übergangsquote bei den Versammlungen im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages auf die Tagesordnung setzen lassen. Die Aufforderung dazu geht an Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV).

Zwei Drittel der Absolventen in der Zahnmedizin sind Frauen. Von 51.956 niedergelasssenen Zahnärzten sind allerdings 32.187 Männer (BZÄK-Statistik 2016). In den standespolitischen Gremien sind fast keine Frauen vertreten. Adobe Stock - Dan Race

"Wir fordern den Berufsstand auf, endlich für eine angemessene Beteiligung der Kolleginnen an der Bewältigung der standespolitischen Aufgaben und Herausforderungen zu sorgen", verlangt VdZÄ-Präsidentin Dr. Anke Klas in einer Mitteilung des Verbands. Hintergrund für die Forderung sind die Bundesversammlung der BZÄK und die Vertreterversammlung der KZBV im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages im November in Frankfurt am Main.

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel habe kürzlich zu Recht betont, der Berufsstand könne auf eine solche Veränderung keine 30 Jahre mehr warten, so Klas weiter. "Das können wir nur untermauern. Nur mit der vollen Entfaltung des weiblichen Potenzials werden wir die zukünftigen Herausforderungen meistern können. Diversität ist der entscheidende Schlüssel und Ausdruck eines starken liberalen Berufsstands in einer modernen Gesellschaft."

"Hat es eine geschafft, wird dies besonders betont!"

Zwar gebe es auch im Kreis der Kolleginnen Kritikerinnen am "Konzept Quote", heißt es in der Mitteilung. So werde oft betont, dass mit guter Qualifikation vieles erreichbar sei. Dabei werde aber vergessen, dass diese "Qualifikation" für (standes-)politische Arbeit bislang nicht definiert ist. Kolleginnen, die sich für standespolitische Mitarbeit interessieren, erlebten nicht selten Rahmenbedingungen, die das ursprüngliche Engagement ausbremsen.

Außerdem fehlten Vorbilder, bemängelt Klas: "Es ist keineswegs selbstverständlich, dass Zahnärztinnen in Vorständen der Körperschaften aktiv sind. Hat es eine geschafft, wird dies besonders betont. Davon müssen wir wegkommen: Die Beteiligung von Kolleginnen in den Gremien des Berufsstands muss zu einer Selbstverständlichkeit werden!", fordert die in Bonn niedergelassene Zahnärztin und zertifizierte Implantologin.

"Wir sind sicher, dass eine Quote kein Dauerzustand sein muss!"

Um den Anteil der Frauen in den Vorständen zu erhöhen und damit auch den jungen Zahnärztinnen Rollenvorbilder zu schaffen, fordert der VdZÄ die Körperschaften und Dach-Organisationen im Bereich der Standespolitik auf, sich für eine "Übergangsquote" einzusetzen.

"Wir sind sicher, dass eine Quote kein Dauerzustand sein muss, weil der weibliche Nachwuchs nachrücken wird, wenn es etablierte Plätze für sie gibt. Wenn die Kolleginnen sehen, dass respektvoll und konstruktiv an der Lösung von Sachfragen gearbeitet wird. Wenn Bilder von Vorständen und Delegierten ganz selbstverständlich auch Zahnärztinnen zeigen und diese in der Arbeit für den Berufsstand erfolgreich auftreten." Kernziel des VdZÄ sei die Gleichstellung der Kolleginnen und Kollegen, das Thema ‚Quote’ dabei der vorrangigste Punkt.

Der Verbandspräsidentin zufolge liegt der Frauenanteil in den KZV-Vorständen derzeit bei sieben Prozent, in den Kammervorständen bei 16 Prozent, in der Vollversammlung der KBZV bei fünf Prozent und im KZBV-Vorstand bei Null. Dies sagte Klas während des 10. Hirschfeld-Tiburtius-Symposiums im Juni in Leipzig, als ihr der gleichnamige Preis verliehen wurde.

Verband der Zahnärztinnen (VdZÄ)

Eigendarstellung: "Mit Blick auf den wachsenden Anteil von Frauen unter den Zahnärzten wurde im Juni 2018 der Verband der Zahnärztinnen gegründet, um künftig die weiblichen Interessen innerhalb der standespolitischen Landschaft der Zahnmedizin zu thematisieren."

18818191878034187803018780311881820 1881821 1878032
preload image 1preload image 2preload image 3preload image 4preload image 5preload image 6preload image 7preload image 8preload image 9preload image 10preload image 11preload image 12preload image 13preload image 14preload image 15preload image 16preload image 17preload image 18preload image 19preload image 20preload image 21preload image 22preload image 23preload image 24preload image 25preload image 26preload image 27preload image 28preload image 29preload image 30preload image 31preload image 32preload image 33preload image 34preload image 35preload image 36preload image 37preload image 38preload image 39preload image 40preload image 41preload image 42preload image 43preload image 44preload image 45preload image 46preload image 47preload image 48preload image 49preload image 50preload image 51preload image 52preload image 53preload image 54preload image 55preload image 56preload image 57preload image 58preload image 59preload image 60preload image 61preload image 62preload Themeimage 0preload Themeimage 1preload Themeimage 2preload Themeimage 3preload Themeimage 4preload Themeimage 5preload Themeimage 6preload Themeimage 7preload Themeimage 8preload Themeimage 9preload Themeimage 10preload Themeimage 11preload Themeimage 12preload Themeimage 13preload Themeimage 14preload Themeimage 15preload Themeimage 16preload Themeimage 17preload Themeimage 18preload Themeimage 19preload Themeimage 20preload Themeimage 21preload Themeimage 22preload Themeimage 23preload Themeimage 24preload Themeimage 25preload Themeimage 26preload Themeimage 27preload Themeimage 28
Bitte bestätigen Sie
Nein
Ja
Information
Ok
loginform
Kommentarvorschau
Kommentarvorschau schliessen
Antwort abbrechen
Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar

Keine Kommentare