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Vermeiden Sie Stolperfallen!

Es braucht gar nicht einmal die berühmte Banane, auf der man ausrutscht - überall in der Praxis lauern die Gefahren: Stolperfallen, spitze Instrumente und Röntgen. Präventives Vorgehen kann Unfälle jedoch verhindern.

2015 wurden der BGW von Zahnarztpraxen und Kieferorthopäden 1.032 Arbeitsunfälle gemeldet - am häufigsten verursacht durch Stolperfallen. Danach folgten 1.222 Wegeunfälle und 610 Meldungen mit dem Verdacht auf eine Berufskrankheit. MEV

Fast die Hälfte aller Unfälle am Arbeitsplatz passiert durch Stolpern, Ausrutschen oder Stürzen. Manchmal mit gravierenden Folgen. Neben Arm- und Beinbrüchen kommt es auch immer wieder zu Kopf- und inneren Verletzungen. Geschiehht der Unfall, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin benutzte Instrumente trägt, kommt noch das Infektionsrisiko dazu.

Natürlich kennen Praxismitarbeiter die Gefahr und werden gerade im Umgang mit benutzten Instrumenten entsprechend vorsichtig sein. Und doch: Eine hektische Bewegung, eine Unachtsamkeit, und jemand sticht sich an einer gebrauchten Kanüle. Das geschieht häufig beim Ablegen oder Aufnehmen einer Betäubungsspritze sowie beim Recapping. Gefährliche Arbeiten sind außerdem Wurzelbehandlungen mit Endonadeln ohne geeignete Halter und der Klingenwechsel an Skalpellhaltern.

Hektik, Müdigkeit und Alltagsroutine

Laut der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) passieren solche Unfälle oft in Hektik unter Stress oder wegen starker Müdigkeit oder Nachlässigkeit in der Alltagsroutine. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und Regeln ließen sich viele Ausrutscher jedoch vermeiden:


So können Sie Arbeitsunfälle vermeiden:

  • Verlängerungskabel nicht quer durch den Raum führen.
  • Verlängerungskabel eventuell mit Klebeband fixieren.
  • In Behandlungsräumen und Fluren grundsätzlich nichts im Weg stehen lassen.
  • Schubladen und Schranktüren sofort schließen.
  • Lassen Sie beschädigte Bodenbeläge umgehend reparieren.

Quelle: BGW kompakt
 

  • Rutschsichere Bodenbeläge in Arbeits- und Behandlungsräumen helfen Unfälle zu vermeiden.
  • Ein wichtiger Schutz vor Ausrutschen, Umknicken oder Stolpern sind Halt gebende Schuhe mit flachen Absätzen und rutschfester Sohle.
  • Wenn zu Ihrer Praxiseinrichtung hohe Regale oder Schränke gehören, muss eine Stehleiter oder ein Tritt zur Verfügung stehen – am besten schnell greifbar.

Quelle: BGW kompakt

  • Ein fest fixierter Spritzenhalter auf der Ablage senkt das Risiko, unachtsam in die Kanüle zu greifen.
  • Umrandete Ablagen senken das Risiko, dass Spritzen oder ein Skalpell herunterfallen.
  • Endonadeln nur mit geeigneten Haltevorrichtungen verwenden.
  • Einmalskalpelle anstelle von Wechselklingenskalpellen verwenden.
  • Geschlossene Geräte zur Sterilisation und Desinfektion verwenden.
  • Entsorgungsboxen in Reichweite am Behandlungsplatz aufstellen und Einmal-instrumente sofort entsorgen, nicht erst ablegen.
  • Nie beidhändig recappen – Halter für die Kappe verwenden.

Quelle: BGW kompakt
 

  • Ihre Mitarbeiter halten sich während der Röntgenaufnahme außerhalb des Kontrollbereichs auf und schließen die Tür.
  • Kennzeichnen Sie den Kontrollbereich, damit sich Mitarbeiter und andere Patienten während des Röntgens nicht dortaufhalten.
  • Lassen Sie den Patienten den Filmhalter oder Sensor halten.
  • Lassen Sie die Geräte vor Inbetriebnahme und in regelmäßigen Abständen (mindestens alle fünf Jahre) von einer fachkundigen Person überprüfen.
  • Unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter jährlich in der Handhabung von Röntgengeräten und im Schutz vor Röntgenstrahlung.

Quelle: BGW kompakt


Diese und weitere Präventionstipps bietet die BGW zusammengefasst in der Broschüre "BGW kompakt" speziell für Zahnarztpraxen auf ihrer Homepage an. Daneben hält die BGW auch Hinweise zur Einschätzung von Gefährdungssituationen und -beurteilungen parat. Die Broschüre "Gefährdungsbeurteilung in der Zahnmedizin" erläutert, wie man Gefährdungen und Belastungen im Praxisalltag systematisch ermittelt, bewertet und die erforderlichen Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter umsetzt. Mit Auszügen aus den Arbeitsschutzvorschriften, Kontaktadressen sowie Kopiervorlagen, die das praktische Umsetzen der Gefährdungsbeurteilung erleichtern.

Link zur "BGW kompakt"

Link zur "Gefährdungsbeurteilung in der Zahnmedizin"

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