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Wie Sie "falsche" Bankangebote entlarven

"Erstklassige" Angebote, komplizierte Anlagen, versteckte Kreditkosten und Überziehungszinsen - lassen Sie sich nicht abziehen. 9 Tipps, wie Sie "falschen" Bankangeboten auf die Schliche kommen.

kiko - fotolia


Kriterien von Bankenangeboten

Zahnärzte sollten kein Kontoführungsmodell akzeptieren, das nicht auf ihre individuellen  Zahlungsbedürfnisse zugeschnitten ist. Dazu gehört neben einem ausreichenden Überziehungskredit das Angebot einer Kostenpauschale, die im Gegensatz zu den Gebühren für jede einzelne Buchung in der Regel  preiswerter ist. Wichtig: Jede Zusatzgebühr (zum Beispiel für Bank- oder Kreditkarten) sollte vorher von der Bank ausdrücklich genannt werden.

Der Überziehungskredit sollte ausreichen, um kurzfristige Zahlungsverpflichtungen des Zahnarztes zu begleichen (etwa zwei bis drei Monatshonorare). Darüber hinaus sollte sich der Zinssatz an der konkreten Bonität des Zahnarztes orientieren - und nicht an den allgemeinen Zinsen der Bank. Zusätzliche Kreditkosten wie eine Bereitstellungsgebühr sollten nicht akzeptiert werden.

Zahnärzte sollten sich nicht von publikumswirksamen Bankangeboten in den Medien beeindrucken lassen, da der Teufel hier häufig im Detail steckt. Vor allem "erstklassige" Darlehensangebote halten oft nicht, was sie versprechen. Entweder funktionieren sie nur für Neukunden, beziehen sich lediglich auf eine erstklassige Kreditwürdigkeit, setzen umfangreiche Kreditsicherheiten voraus oder gelten nur für eine begrenzte Kredithöhe.

Insbesondere komplexe Anlageprodukte sind für Bankkunden oft schwer zu durchschauen. Deshalb sollten ausschließlich Anlageformen in die nähere Auswahl kommen, die ohne Wenn und Aber verstanden werden. Maximale Verlustrisiken sollten stets deutlich erkennbar sein. Das gilt auch für Kunden, die sich für risikoorientiertere Geldanlagen interessieren.

Neukunden scheinen der Finanzbranche ohnehin wichtiger zu sein als langjährige Bestandskunden. Dies wird bei Anlageangeboten für Tages- oder Termingeldkonten deutlich. Da die Banken bei Beschwerden hier meist uneinsichtig sind, sollten Zahnärzte darauf reagieren und über ein, zwei neue Bankverbindungen nachdenken. Der  Aufwand ist meist geringer als erwartet und führt in der Regel zu deutlich besseren Zinssätzen. Das oft anzutreffende "Quasi-Monopol" der Hauptbank sollte der Vergangenheit angehören.

Es ist nicht davon auszugehen, dass Banken Zahnärzte eigeninitiativ auf Möglichkeiten zur Kostenreduzierung ansprechen. Deshalb sollten sich Zahnärzte einmal im Jahr einen  Kostenüberblick bei ihren Banken verschaffen - und gegebenenfalls darüber verhandeln.

Wenn es beim Zahnarzt als Privatkunden um Geldanlagen geht, spielt der sogenannte Drehfaktor des öfteren noch eine Rolle. Das bedeutet: Je öfter das Anlagevermögen des Kunden "gedreht", also Wertpapiere immer wieder ge- und verkauft werden, umso höher sind die bankseitig daraus resultierenden Gebühren. Allzu forschen Anlageberatern sollte deutlich gemacht werden, dass regelmäßige Umsätze nur willkommen sind, wenn auch der Zahnarzt durch Kursgewinne davon profitiert.

Banken sind nach wie vor Finanz-Allrounder, die nicht nur reine Bankprodukte verkaufen. Dieser "Cross-Selling"-Ansatz sollte den Zahnarzt aber nicht dazu veranlassen, Versicherungsprodukte kritiklos zu akzeptieren. Häufig ist der separate Abschluss beispielsweise einer Restschuldversicherung bei einem Darlehen preiswerter als das gleiche Produkt, das von der Hausbank angeboten wird. Im Gegenzug kann man auch erwarten, dass Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, die von der Hausbank lediglich vermittelt werden und nicht zum Angebot der eigenen Bankengruppe gehören. Beispiele: Investmentfonds, Wertpapiere oder externe Kredite.

Kontrolle ist auch besser, wenn es um die bei Bankgeschäften üblichen Verträge bei Krediten geht. Hier sind ergänzende individuelle Vereinbarungen möglich. Ein vorbehaltloses Akzeptieren dieser Formularverträge ist daher in der Regel nicht ratsam. Ein typisches Beispiel ist die zusätzliche Vereinbarung außerplanmäßiger und kostenloser Tilgungen bei Darlehensverträgen oder der vorbehaltlose Ausschluss von Kreditverkäufen an einen oder mehrere andere Gläubiger.




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