Öffentlicher Gesundheitsdienst

Corona: Gesundheitsämter konzentrieren sich auf vulnerable Gruppen

Die Gesundheitsämter in Deutschland konzentrieren sich bei der Kontaktverfolgung von Corona-Erkrankten inzwischen auf vulnerable Gruppen. Eine generelle Nachverfolgung sei personell nicht möglich, meldet deren Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD).

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind hochaltrige Personen ab 80 Jahren weiterhin am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen und die schweren Erkrankungen gehen aktuell deutlich langsamer zurück als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet wird. Robert Kneschke - adobe.stock.com

Diese Gruppen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf seien besonders zu schützen, so der Verband. Das betreffe ältere oder chronisch kranke Menschen, in Einrichtungen der Pflege oder Eingliederungshilfe betreute Personen und andere.

„Eine generelle Kontaktpersonennachverfolgung ist personell nicht möglich – und wegen der häufig asymptomatischen Infektionen und milden Verläufe der Erkrankung auch nicht nötig“, erklärte der Verbandsvorsitzende Dr. Johannes Nießen. Seiner Meinung nach sei es aber wichtig, den Pandemieverlauf und die herrschenden Virusvarianten genau zu beobachten. „Entscheidend bleibt außerdem das Impfen – ab Herbst hoffentlich mit Omikron-angepassten Impfstoffen“, sagte er.

RKI meldet: Sommerwelle flacht ab

Unterdessen meldet das Robert Koch-Institut (RKI), dass die Registrierung von Corona-Neuinfektionen inzwischen rückläufig sei. In seinem jüngsten Wochenbericht ist von einem Abflachen der Corona-Sommerwelle die Rede. Auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen scheine der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten, heißt es dort. Jedoch seien hochaltrige Personen im Alter von über 80 Jahren weiterhin am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen und der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe aktuell deutlich langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde.

Der Infektionsdruck bleibt hoch

Trotz des Rückganges bleibe der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung in allen Altersgruppen hoch, heißt es weiter. Auch die damit assoziierte Belastung des Gesundheitssystems bleibe hoch, auch wenn sich die Situation in der vergangenen Woche leicht verbessert habe. In den kommenden Wochen sei mit einer weiterhin hohen Zahl an Hospitalisierungen, intensivmedizinisch zu betreuenden COVID-Patienten und Todesfällen, insbesondere in höheren Altersgruppen, zu rechnen.

Laut RKI ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Fälle mit einem labordiagnostischen Nachweis von SARS-CoV-2 in Meldewoche 31, nach einem deutlichen Rückgang der Vorwoche erneut um insgesamt 27 Prozent gesunken. Die Sieben-Tages-Inzidenzwerte seien im Vergleich zur Vorwoche in allen Bundesländern und allen Altersgruppen zurückgegangen.

Zu beachten ist eine hohe Dunkelziffer

Bei den RKI-Zahlen ist allerdings zu beachten, dass diese nur ein unvollständiges Bild vom Infektionsgeschehen abbilden. Experten zufolge ist von einer hohen Anzahl Infizierter auszugehen, die keine PCR-Tests machen lassen und dementsprechend nicht in den offiziellen Zahlen erfasst sind.

Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.

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