Krankenkassenbeiträge 2021

Debeka höht Beiträge um 17,6 Prozent

Die Krankenversicherung Debeka plant zum 1. Januar 2021 eine Erhöhung ihrer Beiträge um durchschnittlich 17,6 Prozent. zm online hat große Krankenversicherungen befragt, was sie für 2021 planen.

Wir fragten bei den größten deutschen Krankenversicherungen nach, was sie für 2021 zum Thema Beitragserhöhungen planen. _Adobe Stock_studio v-zwolf

Die Süddeutsche Zeitung hatte berichtet, dass die Debeka, bei der 2,45 Millionen Deutsche versichert sind, ab 1. Januar 2021 eine drastische Erhöhung ihrer Beiträge plant. „Die aktuelle Anpassung ist eine Momentaufnahme", sagte Debeka-Vorstand Roland Weber.

Das Unternehmen habe in den vergangenen vier Jahren keine Beitragserhöhung durchgeführt. Der Zeitung sagte Weber, dass der starke Anstieg auf die Kalkulationsgrundlagen zurückzuführen sei. Versicherer dürften nur dann ihre Beiträge anpassen, wenn Leistungsausgaben oder Sterbewahrscheinlichkeit um fünf Prozent oder zehn Prozent von der ursprünglichen Kalkulation abweichen. Die genauen Regeln unterscheiden sich bei den Versicherungsgesellschaften.

Der GKV-Spitzenverband hatte bereits im September einen extra Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds gefordert und gewarnt, dass die Zusatzbeiträge ansonsten steigen könnten.

TK-Chef Baas: Die Pandemie hat die Lage verschärft

Die TK hatte Anfang Oktober öffentlich auf eine drohende 16,6-Milliarden-Lücke hingewiesen. TK-Vorstand Dr. Jens Baas sagt: „Wir müssen das Problem lösen, statt es zu verschieben. Es ist keine kurzfristig entstandene ‚Corona-Lücke‘, aber die Pandemie spielt eine Rolle und hat die Lage verschärft.“ Einen Teil der Lücke – rund fünf Milliarden – soll der Staat füllen, den Rest die Beitragszahler. „Würde diese Lücke nicht geschlossen, würden die Zusatzbeiträge sich im Schnitt verdoppeln und auf 2,2 Prozent steigen“, so Baas.

Eine Unternehmenssprecherin der TK gegenüber zm online: „Über den Haushalt 2021 der TK - und damit auch über den Zusatzbeitragssatz -  entscheidet der Verwaltungsrat der TK in seiner Sitzung im Dezember." Die Frage, wie sich die Zusatzbeiträge der GKV zum ersten Januar 2021 (und auch danach) entwickeln, hänge zudem auch stark davon ab, ob sich im aktuellen Gesetzgebungsverfahren (GPVG) noch für die Beitragsentscheidungen relevante Änderungen ergeben.

Ähnlich ist die Lage bei der DAK-Gesundheit. „Da zentrale politische Rahmenbedingungen für die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und zum Umgang mit den coronabedingten Mehrausgaben noch nicht feststehen, sind derzeit keine seriösen Aussagen zur Beitragssatzentwicklung im Jahr 2021 möglich“, so ein Unternehmenssprecher gegenüber zm online.

Für die IKK  ist klar, dass „durch die Finanzbelastungen der Pandemie, aber auch durch die Leistungsgesetzgebung der jüngeren Zeit die GKV in den kommenden Jahren zweifellos unter finanziellen Druck geraten wird, der sich auch auf die Beitragssätze auswirken wird". Wegen einer Reihe politischer Unwägbarkeiten bei der Finanzierung und der Unsicherheit der weiteren Pandemieentwicklung seien  konkrete Prognosen aber derzeit nicht möglich, die Finanzplanung 2021 erfolgt im Dezember.

Auch bei der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) wartet man bezüglich einer Entscheidung auf Dezember: „Dem Verwaltungsrat wird vorgeschlagen, mit einem unveränderten Beitragssatz in das Jahr 2021 zu gehen. Über den Haushaltsplan und damit auch über den Beitragssatz im kommenden Jahr beschließt der Verwaltungsrat Mitte Dezember“, sagt ein Sprecher gegenüber zm online.

Eine Barmer-Unternehmenssprecherin sagte: „Noch ist vollkommen unklar, wie stark sich die Corona-Pandemie im Winter auswirkt und welche Kosten anfallen. Aus diesem Grund sind Prognosen für die Zusatzbeiträge im kommenden Jahr jetzt noch nicht möglich.“

Die AOK Baden-Württemberg teilte mit: „Viel schwerer als die Corona-bedingten Sonderausgaben wiegen die finanziellen Belastungen durch Gesetzgebungen und deren Folgen aus der Vor-Corona-Zeit. Allein 2021 wird dadurch eine Milliarde Euro aus der Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg abgezogen. Welche Auswirkungen dies auf unseren Beitragssatz hat, entscheidet der Verwaltungsrat der AOK Baden-Württemberg Ende dieses Jahres“, so ein Unternehmenssprecher.  

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