Holetschek fordert Regulierungen für iMVZ

"Der Bund muss jetzt tätig werden!"

pr
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Bundesregierung aufgefordert, endlich Regulierungen bei den investorengetragenen medizinischen Versorgungszentren (iMVZ) auf den Weg zu bringen.

„Wir setzen uns seit Monaten beim Bund für weitere Regulierungen und mehr Transparenz bei den investorengetragenen medizinischen Versorgungszentren ein. Und trotzdem passiert nichts,“ kritisierte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) gestern anlässlich des gesundheitspolitischen Forums der Techniker Krankenkasse in München.

„Der Bund muss endlich tätig werden,“ forderte der Minister. „Die Zeit drängt! Noch sind 58 Prozent aller Praxen in Deutschland als klassische Einzelpraxis organisiert, die Zahl der medizinischen Versorgungszentren und der investorengetragenen medizinischen Versorgungszentren steigt aber stetig.“

"Das ist eine völlige Fehlentwicklung!"

Dagegen dss die MVZ einen wachsenden Versorgungsanteil übernehmen, sei grundsätzlich nichts einzuwenden, führte der CSU-Politiker weiter aus. Ein ausgewogener Mix zwischen klassischen Einzelpraxen und medizinischen Versorgungszentren sei sicher sinnvoll, um die medizinische Versorgung bestmöglich zu sichern.

Holetschek betonte: „Die Wahrheit ist aber auch: Was bei den investorengetragenen MVZ passiert, ist eine völlige Fehlentwicklung!“ Hier stünden klar die finanziellen Interessen der Investoren im Mittelpunkt und nicht die flächendeckende Versorgung der Menschen!" Fremdinvestoren mit reinen Kapitalinteressen gefährdeten die Qualität des Gesundheitssystems. Die Folgen für die medizinische Versorgung der Bevölkerung müssten genau beobachtet und kritisch begleitet werden, mahnte er an.

Die Ampel solle zügig einen Gesetzesentwurf abstimmen

Der Gesundheitsminister appellierte daher an die Bundesregierung, zügig einen Gesetzesentwurf mit den Ländern abzustimmen. Die Ampel-Regierung dürfe das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Bundesgesundheitsminister Lauterbach habe der Gesundheitsministerkonferenz vor einem Monat zugesichert, dass er zeitnah einen Gesetzesentwurf liefere: „Passiert ist bislang aber nichts, nicht einmal einen Fahrplan hat er bislang vorgelegt.“

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