Diskussion um Erstattung

Hecken hält Homöopathie als Krankenkassenleistung für gefährlich

Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA), Josef Hecken, hält die Erstattung von Homöopathie durch gesetzliche Kassen für gefährlich -diese suggeriere automatisch Wirksamkeit.

Krebspatienten, die auf eine Therapie verzichten und stattdessen auf solche Zuckerkügelchen setzen, gab und gebe es immer wieder, sagte der G-BA-Chef in dem Interview. Darum wünsche er sich in diesem Punkt „den Einsatz, den Jens Spahn bei anderen Themen zeigt". AdobeStock_sp4764

Die Menschen gehen davon aus, sagte Hecken dem Tagesspiegel, „dass das automatisch Wirksamkeit bedeutet." Wenn Globuli diesen Anschein hätten, könne es im Einzelfall sehr gefährlich werden. Hecken kritisierte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der den Kassen weiter die freiwillige Erstattung von Homöopathie gewährt und auf die vernachlässigbaren Kosten für das Gesundheitswesen hinwiesen hatte.


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Krebspatienten, die auf eine Therapie verzichten und stattdessen auf solche Zuckerkügelchen setzen, gab und gebe es immer wieder, sagte der G-BA-Chef in dem Interview. Darum wünsche er sich in diesem Punkt „den Einsatz, den Jens Spahn bei anderen Themen zeigt".

Der Vorstandsvorsitzende der am G-BA beteiligten Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hatte sich bereits 2017 dafür ausgesprochen, die Kassenfinanzierung homöopathischer Mittel zu stoppen. Nach Angaben der KBV geben die Kassen dafür jährlich rund 70 Millionen Euro aus. In Deutschland sind homöopathische Mittel kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Allerdings erstatten viele Kassen die Behandlungskosten.

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