Coronavirus

Mundschutz auf – und Finger weg!

Deutschland hat vier neue Infizierte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn versichert gute Vorbereitung und warnt vor übertriebener Sorge und Verschwörungstheorien. Weltweit haben sich bislang 6.000 Personen angesteckt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) erinnert: Der Mundschutz muss gut abschließend über Mund und Nase gezogen und regelmäßig ausgetauscht werden. Gleichzeitig hat er die wichtige Erinnerungsfunktion für den Träger und die Trägerin, sich nicht mit den eigenen Fingern ins Gesicht zu fassen. Adobe Stock_marchsirawit

Inzwischen gibt es vier bestätigte Coronavirus-Infektionen in Deutschland, die alle in Zusammenhang mit dem erkrankten Mann aus Bayern stehen. Dieser hatte sich bei einer Arbeitskollegin aus China angesteckt.

Wie schnell kann sich das Virus ausbreiten?

Laut Robert Koch-Institut (RKI) stellt sich die Frage nach der sogenannten Basisreproduktionzahl 01 des Virus – also der durchschnittlichen Zahl der Menschen, die von einem Infizierten angesteckt werden können. Diese Zahl beeinflusst die Verbreitung des Krankheitserregers wesentlich und hilft der Einschätzung der Ausbreitung.

Am 25. Januar wurde die Basisreproduktionzahl des Virus 2019-nCoV vom WHO Collaborating Centre for Infectious Disease Modelling am Imperial College London auf 2,6 geschätzt (zwischen 1,5 und 3,5). Um dem Virus in Schach zu halten, müssten mehr als 60 Prozent potenzieller Übertragungen verhindert werden.


Alle Nachrichten zum Coronavirus

Deutschland hat vier neue Infizierte. Gesundheitsminister Spahn versichert gute Vorbereitung und warnt vor übertriebener Sorge und Verschwörungstheorien. Weltweit sind bislang 6.000 Personen infiziert.

 

Das Robert Koch Institut (RKI) erinnert: Der Mundschutz muss gut abschließend über Mund und Nase gezogen und regelmäßig ausgetauscht werden. Gleichzeitig hat er eine Erinnerungsfunktion für den Träger und die Trägerin, sich nicht mit den eigenen Fingern ins Gesicht zu fassen. | Adobe Stock_marchsirawit

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Behörden bestätigten heute morgen den ersten Krankheitsfall in Bayern. Außerdem liegen erste wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die Antworten zur Ausbreitung und Übertragbarkeit sowie zur Virusbeschaffenheit geben.

 

Die rasante Ausbreitung des Lungenvirus 2019-nCoV gibt Medizinern Rätsel auf. Forschungen mit Erkrankten sollen jetzt mehr Licht ins Dunkel bringen. | Adobe Stock magicmine

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China im Ausnahmezustand: Trotz der umfassenden Maßnahmen zur Eingrenzung des Virus, steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Mit rund 50 Fällen im Ausland sind es nun insgesamt fast 3.000!

 

Plakate am Flughafen Tegel weisen auf die Gefährdung durch den Coronavirus hin. | picture alliance_Andreas Gora_dpa

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Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt - bislang sind daran 26 Menschen in China gestorben. Die WHO nennt noch keine Einschränkungen. Das RKI informiert Ärzte und Klinken für den Ernstfall.

 

Das Coronavirus ähnelt vom Erbgut dem SARS-Virus und kann eine schwere Lungenentzündung auslösen. Bislang ist kein Gegenmittel bekannt, nur die Symptome können behandelt werden. | Adobe Strock_Trueffelpix

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Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in China steigt auf 222. Jetzt sind auch Ansteckungen von Pflegepersonal bekannt geworden. Die WHO und das RKI informieren über Hygienemaßnahmen.

 

Das RKI stuft das Risiko der Virusübertragung in Deutschland bislang als sehr gering ein. Das Virus ist nach neuesten Erkenntnissen dem Erbgut des SARS-Virus sehr ähnlich. Wie leicht die Ansteckung erfolgt, ist noch nicht bekannt. | Adobe Stock_Login

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Die Zahl könnte sich aber noch ändern, da einige Infizierte als „Superspreader“ eine große Zahl von Menschen anstecken könnte, während andere den Virus nicht übertragen. Auch treten bei einigen Infizierten nur abgeschwächte Symptome auf, etwa wie bei einer Erkältung. Fieber, Husten und sogar Atemnot kommen zwei bis 14 Tage nach einer Ansteckung zum Tragen. Ob eine Infektion vorliegt, kann jedoch nur durch eine molekularbiologische Untersuchung festgestellt werden.

Spahn präsentiert Maßnahmenplan

Auf einer Pressekonferenz gestern Nachmittag meldete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass Deutschland gut vorbereitet sei auf den Umgang mit dem Lungenvirus. Mit dem ersten Coronavirus-Fall in Bayern sei deutlich geworden, dass Meldeketten und Notfallpläne funktionieren. Es sei mit weiteren Einzelfällen zu rechnen, aber das sei kein Grund zur Beunruhigung, versicherte der Minister weiter. Durch Transparenz, neue medizinische Erkenntnisse und die frühzeitige Entdeckung von möglichen Infizierten soll verhindert werden, dass sich das Virus in Deutschland ausbreitet.

Der Maßnahmenplan: Alle Reisenden aus China werden verpflichtet, Angaben zum Flug und Aufenthaltsort zu machen und 30 Tage lang nach der Reise für die Behörden erreichbar zu sein. Piloten informieren beim Einflug aus China den Ladeflughafen über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere. Jeder Verdachtsfall muss von Ärzten dem RKI gemeldet werden.

Welche Hygienemaßnahmen helfen im Alltag?

Die Nachfrage nach Mundschutze steigt hierzulande stark, in manchen Apotheken sind sie bereits ausverkauft. Die Anwendung schützt laut RKI allerdings nicht 100-prozentig. Es kommt hierbei mehr auf den gut abschließenden Sitz an als auf die Filterfunktion der Maske. Die wichtigste Maßnahme bleibt gründliches Händewaschen mit Seife und das Wegdrehen beim Husten und Niesen, empfiehlt das RKI. Vor allem sollte man sich nicht mit den Händen ins Gesicht fassen, da die Schleimhäute an Augen, Nase und Mund die Eintrittstore der Viren sind.

Zur Einordnung des Lungenvirus

In China stieg die Zahl der Infizierten erneut sprunghaft an – letzten Mitteilungen zufolge liegt sie bei knapp 6.000. 130 Menschen starben. Außerhalb der Volksrepublik sind rund 80 Personen erkrankt. In Deutschland gibt es bislang vier Infizierte. Es wird mit weiteren Einzelfällen gerechnet, aber nicht mit einer Epidemie.

Um die Gefahr des neuen Coronavirus in Relation zu setzen, verweisen das RKI und Spahn auf die weit größere Gefahr durch die saisonale Grippe: Hierdurch starben in der Saison 2017/2018 etwa 25.100 Menschen. Bereits bei der jetzigen Grippewelle sind 60.000 Personen infiziert. Sowohl bei der Grippe als auch beim Lungenvirus sind vor allem ältere und geschwächte Menschen gefährdet.

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