Repräsentative Umfrage

Das sind für Arbeitnehmer die TOP-Gründe für die Kündigung!

Schlechte Bezahlung, kein Spaß an der Arbeit, mangelnde Entwicklungsperspektiven und schwierige Chefs: Das sind laut einer neuen Umfrage die Top-4-Kündigungsgründe. Wo steht Ihre Praxis?

An der Online-Umfrage nahmen 2.500 Beschäftigte aller Branchen teil. Mitarbeitende ohne Studium, die aber eine Ausbildung absolviert haben, bewerten ihren Arbeitgeber deutlich kritischer. Fxquadro - stock.adobe.com

Rund zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland stellen ihrem Arbeitgeber ein gutes Zeugnis aus. Dennoch verneinen fast ein Viertel die Frage, ob sie sich heute nochmals bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bewerben würden, 11 Prozent der Befragten waren sich „nicht sicher”. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative, im Auftrag der Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA) vom Meinungsforschungsinstitut Civey unter 2.500 Beschäftigten durchgeführte Online-Umfrage.

Kein Grund zu Selbstzufriedenheit

„Für die große Mehrheit der Unternehmen sind diese Zahlen ein toller Vertrauensbeweis”, kommentiert DEBA-Geschäftsführer Reiner Kriegler die Ergebnisse. Er warnt zugleich jedoch vor zu großer Selbstzufriedenheit. „Wir erleben gerade eine Zeitenwende am Arbeitsmarkt. Es gehen mehr Leute als nachkommen, die Personaldecke wird überall immer dünner. In einer solchen Situation muss ein Arbeitgeber um fast jede Person kämpfen und kann es sich nicht leisten, dass ein Drittel der Leute potenziell abgeworben werden kann.”

Die Zahl der im Gesundheitswesen Beschäftigten steigt. Mit Ausnahme von, ja: Arzt- und Zahnarztpraxen: Jede dritte Arztpraxis in Bremen und Bremerhaven muss runterfahren, weil sie nicht genügend MFA hat.

Auch die Gründe für das Ausscheiden beim aktuellen Arbeitgeber hat die Studie in den Blick genommen. Ergebnis:

  • 37,3 Prozent wünschten sich eine bessere Bezahlung,
  • 24,8 Prozent der Befragten nennen „fehlenden Spaß an der Arbeit”,
  • 23,3 Prozent „mangelnde Weiterentwicklungsperspektiven”,
  • 23,1 Prozent „schwierige Vorgesetzte”,
  • 15,6 Prozent „mangelnde Identifikation mit dem Arbeitgeber” und
  • 6,5 Prozent „unsichere Zukunft des Unternehmens”.

Insgesamt 14 Prozent aller Beschäftigten haben innerlich gekündigt und 69 Prozent nur eine geringe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber, zeigt eine Studie. Die Wechselbereitschaft ist auf einem Höchststand.

So definieren die Befragten einen guten Arbeitgeber

Was aus Sicht der Beschäftigten einen guten Arbeitgeber ausmacht, hat die Studie ebenfalls untersucht:

  • 59,3 Prozent erwarten einen „fairen Umgang mit Beschäftigten”,
  • 55,6 Prozent ein positives Arbeitsklima,
  • 43,9 Prozent, dass der Arbeitgeber auch in Krisenzeiten zu seinem Team hält,
  • 27,9 Prozent, dass der Arbeitgeber die persönliche Entwicklung fördert,
  • 24,3 Prozent ist Flexibilität von Arbeitszeit und -ort wichtig und
  • 20,9 Prozent nennen ein besseres Gehalt im Vergleich zu Wettbewerbern.

Ein Problem ist die fehlende Identifikation mit der Firma

Beschäftigte kein Studium, aber eine Berufsausbildung absolviert haben, sind deutlich kritischer: Fast jeder zweite (47,2 Prozent) würde sich nicht noch einmal bewerben und „überdurchschnittliche 19,1 Prozent sehen eine mangelnde Identifikation mit dem Arbeitgeber als einen der Hauptgründe für Jobwechsel im Kollegenkreis”, schreibt die DEBA.

Mehr als jeder Vierte (26,3 Prozent) hält „mangelnde Weiterentwicklungsperspektiven” für einen Jobwechsel-Grund. Und der faire Umgang mit Beschäftigten ist dieser Gruppe noch einmal wichtiger. Fast drei Viertel (72,3 Prozent) sehen hierin ein Merkmal eines guten Arbeitgebers.

Methodik

Vom 1. bis 8. September befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Civey für das Berliner Beratungsunternehmen Deutsche Employer Branding Akademie (DEBA) online mehr als 2.500 Beschäftigte. DEBA ist ein 2006 gegründetes Berliner Beratungsunternehmen.

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