apoBank zu Covid-19

Diese 3 Szenarien sind für Praxen gefährlich!

Covid-19 bringt Praxen auch finanziell in Schwierigkeiten. Die apoBank hat drei Szenarien identifiziert, die Ärzte und Zahnärzte wirtschaftlich in Gefahr bringen könnten.

Die Minimierung der sozialen Kontakte, Lieferengpässe für Produkte des medizinischen Bedarfs bei Großhändlern und Quarantäneauflagen oder Erkrankungen könnten die Praxis in eine wirtschaftliche Schieflage bringen. Adobe Stock_Fiedels

Covid-19 führe zu Verwerfungen in allen Branchen, sagt apoBank-Sprecherin Cassie Kübitz-Whiteley.  Auch Apotheken, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Unternehmen im Gesundheitsmarkt könnten die Auswirkungen zu spüren bekommen, wenn Mitarbeiter ausfallen oder Lieferengpässe eintreten.

So will die apo-Bank Zahnärzten in der Covid-19-Krise helfen

Mit am meisten fürchten Zahnärzte derzeit den Rückgang der Patientenzahlen, wie eine Sprecherin der apoBank gegenüber zm-online sagt. Das Thema sei das häufigste, das besorgte Kunden in diesen Tagen in Telefonaten mit ihrer Hausbank ansprechen. Außerdem machen sie sich Sorgen um die Folgen, die weniger Patienten in der Praxis bedeuten. „Für unsere Kunden steht ein Szenario-Manager des Investitions- und Kostenberatungsprogramms INKO zur Verfügung“, erklärt Pressereferentin Anita Widera, „er bietet die Möglichkeit, die Auswirkungen bei veränderten Umsätzen und Kosten in der Praxis zu kalkulieren.“

Die apoBank sieht folgende Möglichkeiten für Kunden, die befürchten, dass ihr Praxis-Konto ins Minus rutschen könnte: „Für eine kurzfristige Lösung kann der bestehende Betriebsmittelkredit zur Liquiditätsüberbrückung in Anspruch genommen werden. So kann bei Bedarf zum Beispiel eine Ausweitung des Betriebsmittelkredits kurzfristig umgesetzt werden“, sagt Widera. „Für einen mittel- bis längerfristigen Bedarf kann auch ein Überbrückungskredit sinnvoll sein. Hier bieten sowohl die Programme der KfW – verzinst aktuell mit etwa 1 Prozent – und die Landesförderinstitute Darlehen mit variablen und fixen Zinsen an. Die Zinshöhe wird individuell festgelegt.“

Die apoBank rät ihren Kunden, sich wie gewohnt an ihren Berater zu wenden, die Filialen sind geöffnet. „Um unsere Kunden zu schützen, werden Beratungsgespräche derzeit vornehmlich telefonisch durchgeführt“, sagt Widera. Die Bank hat auf ihrer Webseite die FAQs aktualisiert, es gibt unter anderem Infos zur Frage, was Heilberufler tun sollen, wenn die Steuervorauszahlungen nicht mehr der aktuellen Einkommenssituation entsprechen: „Laut Bundesfinanzministerium wurden die Finanzbehörden aller Bundesländer aufgefordert, ihren Beitrag zu einer Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Coronavirus zu leisten. Es soll den Finanzbehörden erleichtert werden, Stundungen von Steuerschulden zu gewähren. Wenn Unternehmen unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind, soll bis Ende des Jahres 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichtet werden.“

Die apoBank hat drei Szenarien für Praxen identifiziert, aus denen wirtschaftliche Schwierigkeiten resultieren könnten:

  • Die Empfehlungen zur Minimierung der sozialen Kontakte könnten dazu führen, dass planbare Operationen oder Termine in Zahnarzt- oder Facharztpraxen abgesagt werden müssen. Ein Rückgang der Patientenzahlen bedeute entsprechend weniger Einnahmen bei gleichbleibenden Vorhaltekosten.
  • Lieferengpässe für Produkte des medizinischen Bedarfs bei Großhändlern könnten zur Folge haben, dass Einrichtungen des Gesundheitswesens nicht mehr ausreichend mit Material versorgt sind. Schließungen aufgrund von beispielsweise fehlenden Atemmasken, Desinfektionsmitteln oder Schutzkleidung seien möglich.
  • Durch Quarantäneauflagen oder Erkrankungen könnte es dazu kommen, dass Zahnarzt- und Arztpraxen, Apotheken oder Hersteller von Medizintechnik ihren Betrieb nicht mehr vollständig aufrechterhalten könnten beziehungsweise sogar schließen müssen.

So kommen Zahnärzte an Corona-Sonderkredite

Für all diese Fälle sei die Bank gut vorbereitet. Wenn es bei Kunden zu Liquiditätsschwierigkeiten kommen sollte, finden die Betroffenen laut Kübitz-Whiteley einen Ansprechpartner in der zuständigen Filiale oder können ihren Berater per E-Mail oder telefonisch kontaktieren.

Die Beratung könne per Videochat angeboten und der Austausch notwendiger Formulare über ein entsprechendes Portal sichergestellt werden. Aktuell gelte jedoch, dass der Erstkontakt bei Neukunden persönlich erfolgen muss. Beim Erstkontakt werde der zu erwartende Bedarf ermittelt und nach entsprechenden finanziellen Lösungen gesucht, um den Erhalt der Betriebsfähigkeit zu gewährleisten.

Die Bundesregierung hat Sonderkredite zugesagt, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben und über die Hausbank vermittelt werden. Die KfW will nach eigenen Angaben dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern – weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei nicht um Zuschüsse handelt.

Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.

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