Zahnärztliche Ergonomie

Der richtig gelagerte Patient

Um eine gesunde Arbeitsweise bei der Patientenbehandlung zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, dass der Behandler eine nicht gefährdende Arbeitshaltung einnimmt. Wenngleich keineswegs unbedeutend, so ist die Erfüllung des Komfortbedürfnisses des Patienten dabei sekundär.

Bewegung vorwärts mit der Okklusalfläche des Unterkiefers horizontal, circa 0°... rechts: ... oder rückwärts mit der Okklusalfläche des Oberkiefers, circa 20 – 25° rückwärts J.Rotgans

links: Lateroflexion nach links ... rechts: ... oder nach rechts, jeweils um circa 30˚ J.Rotgans
links: Bewegung des Kopfes über die Längsachse des Patienten, nach links ... rechts: ... oder nach rechts, maximal 45° J.Rotgans

Mit einer guten Kommunikation zwischen Praxisteam und Patient über die Gründe einer gegebenenfalls erforderlichen unbequemen Lagerung auf dem Patientenstuhl lässt sich der Patient in aller Regel überzeugen. Er akzeptiert durchaus gut begründete Unbequemlichkeiten, die beim Verlassen der Praxis gerne vergessen werden.

Das Patientenbedürfnis ist hier sekundär

Um sitzend am liegenden Patienten eine gesunde Körperhaltung einnehmen zu können, müssen der Patient und insbesondere sein Kopf entsprechend gelagert werden. Für die Körperlagerung des Patienten gilt bei Anwendung der vierhändigen Behandlungstechnik als allgemein akzeptiert, dass – als Ausgangspunkt – die Verbindungslinie zwischen Kopf und Füßen des Patienten parallel zum Boden verläuft. Kopf und Füße liegen etwa auf gleicher Höhe [Hilger, 2007]. Für die Lagerung des Kopfes zur Behandlung in den unterschiedlichen Front- und Seitenzahnbereichen des Ober- und des Unterkiefers werden entsprechende Hinweise gegeben, die sich allerdings primär, so mein Eindruck, zumeist doch auf die Gewährleistung einer möglichst bequemen Lage für den Patienten ausrichten.

Etwa zur Behandlung im Unterkiefer wird der Patentenkopf häufig nicht weit genug nach vorne zur Brust platziert, sondern die Rückenlehne des Stuhls nachjustiert, steiler gestellt und der Behandler damit zu einer ungesunden Arbeitshaltung gezwungen. In diesem Fall liegt der Kopf meist zu hoch. Mund und Arbeitsfeld sind zu weit nach vorne gerichtet, die Behandlerbeine durch die schiefe Rückenlehne eingeschränkt. Die Oberschenkel „laufen dagegen fest“. Die Behandlerhaltung wird dadurch fixiert. Durch den zu hoch platzierten und nach vorne gerichteten Mund muss der Behandler sich nach vorne beugen, seine Arme und Schultern anheben, um überhaupt im Mund arbeiten zu können. Häufig wird beobachtet, dass die für Rechtshänder linke „Mundspiegelhand“ um die Kopfstütze herum, quasi als Umarmung geführt wird. Eine ungesundere Arbeitshaltung ist kaum vorstellbar.

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