Interview

„Die Bedürfnisse sensibler Patientengruppen erfordern Behandlungsstrukturen!“

Dr. Wolfgang Eßer ist der Vorsitzende des Vorstands der KZBV. BZAeK-Axentis

Welche Vorteile bietet der Innovationsfonds aus Sicht der KZBV für die vertragszahnärztliche Versorgung?

Dr. Wolfgang Eßer:

Wir begrüßen grundsätzlich, dass der Gesetzgeber die Notwendigkeit erkannt hat, neue Versorgungsformen besonders zu fördern und die bereits bestehende Versorgung einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen. Damit der Innovationsfonds zu einem Erfolgsmodell wird, müssen die – mit 1,2 Milliarde Euro ja nicht unerheblichen – zur Verfügung gestellten Mittel sachgerecht eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht zunächst die Verbesserung sektorenübergreifender Versorgungsmodelle. Aber auch für die zahnärztliche Versorgung besteht die Chance, in Versorgungsbereichen, die bislang nur unzureichend im Fokus standen, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wenn diese dazu genutzt werden, die flächendeckende Versorgung zu verbessern, kann dem Fonds Erfolg beschieden werden.

In welchen Bereichen erwarten Sie neue Impulse für die Zahnmedizin?

Abschließend wird sich diese Frage erst beantworten lassen, wenn dem Innovationsausschuss konkrete Anträge auf Förderung vorliegen. Jedoch liegt es auf der Hand, dass neue Versorgungsstrukturen insbesondere bei der Behandlung vulnerabler Patientengruppen wie Kinder oder Pflegebedürftige interessant sind. Auch im Bereich komplexerer Behandlungsstrukturen wie der systemischen Parodontitisbehandlung bestehen große Potenziale.

Welche Vorteile erhoffen Sie sich für die Versorgung dieser sensibler Patientengruppen?

Diese Gruppen werden im besonderen Fokus der Förderung stehen. Dies zeigt auch die Festlegung der ersten Förderschwerpunkte, mit denen Versorgungsmodelle für spezielle Patientengruppen ein besonderes Gewicht erhalten haben. Es wäre meines Erachtens verfehlt, die Mittel allein in die Förderung von patientengruppenübergreifenden Basisversorgungsmodellen zu investieren. Gerade die besonderen Bedürfnisse sensibler Patientengruppen erfordern Behandlungsstrukturen, die auf deren Belange eingehen. Der Erkenntnisgewinn im Bereich der Kinderzahnheilkunde oder Zahnmedizin im Alter kann hier groß sein. In der Alterszahnmedizin ergeben sich dazu besondere Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pflege oder allgemeiner geriatrischer Behandlungsszenarien. Diese Modelle könnten auch den Anspruch sektorübergreifender Versorgungsszenarien aufgreifen.


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