Frakturierte Instrumente

Bergungstechniken im Wurzelkanal

Was tun, wenn ein Instrument im Wurzelkanal bricht? Kann ich die Bergung selbst vornehmen oder soll ich an einen Spezialisten überweisen? Welche Handlungsoptionen, also verschiedenen Bergungstechniken gibt es? Unsere Autoren diskutieren an Fallbeispielen die Therapie nach einer Instrumentenfraktur und zeigen, worauf zu achten ist.

Die Reihe „Bergungstechniken im Wurzelkanal“ beinhaltet fünf Fälle. Zwei davon stehen bereits online (Links finden Sie unter dem Artikel), die folgenden drei erscheinen in Heft Nr. 8. [M]zm - radub85 - Fotolia

Fall 1: Bergung eines frakturierten Lentulos Fotos: M. Drefs
Fall 2: Bergung im gekrümmten Wurzelkanal
Fall 3: Bergung abseits des Hauptkanals
Fall 4: Bergung im apikalen Wurzeldrittel
Fall 5: Bergung im mesiobukkalen Kanal

Im Rahmen endodontischer Therapiemaßnahmen ist eine Vielzahl an Behandlungsschritten nötig, die auch Risiken beinhalten und die Prognose des Zahnes herabsetzen können. Ein Problem ist dabei die Instrumentenfraktur. Mit einer Häufigkeit zwischen einem und sieben Prozent sollte das Auftreten von Feilenbrüchen nicht unterschätzt werden, wobei von einer noch höheren Dunkelziffer ausgegangen werden kann [Parashop et al., 2004; Wu et al., 2011; Arnold, 2013].

Vorbereitung auf die endodontische Behandlung

Vor dem Hintergrund einer möglichen Instrumentenfraktur sollte sich der Zahnarzt schon im Vorfeld einer geplanten endodontischen Behandlung durch die Anfertigung gegebenenfalls mehrerer auch exzentrischer Röntgenaufnahmen mit der vorliegenden Wurzelkanalanatomie vertraut machen. Gelegentlich ist auch die Anfertigung eines DVTs indiziert [Bürklein, 2011]. Die röntgenologische Bildgebung ermöglicht eine an die Morphologie des Zahnes angepasste Präparation des Wurzelkanalsystems. Im Zuge der endodontischen Behandlung muss weiterhin darauf geachtet werden, die Zugangskavität des zu behandelnden Zahnes so großzügig zu dimensionieren, dass die Gefahr der Separation von Feilenstücken auf ein Minimum herabgesetzt wird. So ist es erforderlich, Dentinüberhänge, die den spannungsfreien Zugang zum Wurzelkanalsystem verhindern, vor dem Einsatz von Hand- oder rotierenden Nickel-Titan-Feilen zu entfernen. Auch die Erstellung eines Gleitpfades vor dem Einsatz maschineller Instrumentensysteme ist ratsam, um Feilenbrüchen vorzubeugen [Patino et al., 2005]. Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Aufbereitungsinstrumente nur im feuchten Kanal angewendet werden [Grossmann, 1969]. Die verwendete Spüllösung dient neben der Desinfektion und dem Abtransport von Debris auch maßgeblich als Gleitmittel für die Feile, was die Gefahr von Frakturen herabsetzt.

Die optische Kontrolle der Feile nach jedem Einsatz im Wurzelkanal ist erforderlich, um Deformationen frühzeitig zu erkennen, die bei weiterer Benutzung in einen Bruch des Instrumentes resultieren können. Denn ein entscheidender Faktor für das Risiko von Instrumentenbrüchen ist die Häufigkeit der Anwendung einer jeden Feile. Auch wenn nicht sicher prognostiziert werden kann, nach wie vielen Einsätzen eine Feile brechen wird, so ist unumstritten, dass die Resistenz gegenüber Frakturen geringer ist, je früher ein Aufbereitungsinstrument aussortiert wird. Die Mehrzahl der neu erscheinenden Instrumentensysteme wird schon vom Hersteller als Einmalinstrumente deklariert, um ein hohes Maß an Fraktursicherheit zu gewährleisten.

Leider ist die Einmalnutzung aufgrund der hohen Feilenkosten und der Honorierung für die Behandlung selbst in der täglichen Praxis äußerst problematisch.

Nicht zuletzt ist darauf zu achten, dass die Einstellung von Drehzahl und Drehmoment für das entsprechend genutzte Feilensystem mit den Herstellerangaben übereinstimmen, um Frakturen vorzubeugen.

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