Der besondere Fall mit CME

Ein Pindborg-Tumor in der Oberkieferfront

Eine junge Patientin wurde mit einer noch unbekannten, langsam wachsenden Raumforderung im oberen Frontzahnbereich überwiesen. Erst die histologische Abklärung sicherte die Diagnose eines seltenen intraossären Tumors.

2 CME-PUNKTE
CME-Fortbildung
Diese Fortbildung ist abgelaufen.

Abbildung 1: Vestibulär des Zahnes 21 gelegene Schwellung, mit distaler, dezenter Rötung vermutlich durch die alio loco gewonnene Probeentnahme © Walter et al.

Abbildung 2: Alio loco angefertigte Panoramaschichtaufnahme eines unauffälligen Wechselgebisses ohne weitere augenfällige Pathologien: Periapikal um Zahn 21 wirkt es, als sei eine periapikale Aufhellung zu erkennen, wobei diese asymmetrisch und weiter nach mesial reicht. © Walter et al.
Abbildung 3: Ausschnitte der präoperativ durchgeführten digitalen Volumentomografie in der sagittalen (a) und in der axialen (b) Ansicht: Zu erkennen ist eine scharf begrenzte Osteolyse ohne begrenzende Sklerosierung unmittelbar anterior des Zahnes 21, der corporal, aber apikal betont nach palatinal verdrängt zu liegen kommt, ohne Anzeichen einer Resorption seinerseits. © Walter et al.
Abbildung 3: Ausschnitte der präoperativ durchgeführten digitalen Volumentomografie in der sagittalen (a) und in der axialen (b) Ansicht: Zu erkennen ist eine scharf begrenzte Osteolyse ohne begrenzende Sklerosierung unmittelbar anterior des Zahnes 21, der corporal, aber apikal betont nach palatinal verdrängt zu liegen kommt, ohne Anzeichen einer Resorption seinerseits. © Walter et al.
Abbildung 4: Kalzifizierender epithelialer odontogener Tumor mit fibrösem Stroma mit polygonalen, netzartigen, bandförmigen Epithelien und hier zentral gelegenen Verkalkungen: Vermehrte Mitosen konnten mit einer additiven Ki-67-Färbung nicht nachgewiesen werden, so dass ein maligner Befund ausgeschlossen werden konnte. © Dr. Sebastian Försch, Institut für Pathologie, Mainz
Abbildung 5: Kontroll-DVT ein halbes Jahr nach Tumorresektion mit knöcherner Konsolidierung ohne Anhalt für das Vorliegen eines Rezidivs © Walter et al.
Abbildung 5: Kontroll-DVT ein halbes Jahr nach Tumorresektion mit knöcherner Konsolidierung ohne Anhalt für das Vorliegen eines Rezidivs © Walter et al.

Eine 11-jährige Patientin wurde mit einer vestibulär des Zahnes 21 gelegenen Schwellung überwiesen. Nebenbefundlich war eine dialysepflichtige Niereninsuffizenz bekannt, die Medikamentenanamnese war blande.

Bei enoraler Inspektion (Abbildung 1) zeigte sich streng im Bereich der fixierten Gingiva von regio 21 bis mesial an den Zahn 22 heranreichend eine kugelige Raumforderung, die von intakter, unauffälliger Schleimhaut mit leichter Rötung distal vermutlich auf Basis von Vormanipulationen durch die Vorbehandler (siehe unten) bedeckt war. Zahn 21 hatte Lockerungsgrad 2.

In der Panoramaschichtaufnahme (Abbildung 2) zeigt sich ein unauffälliges Wechselgebiss, mit deutlicher Transluzenz in der interessierenden Region. Aus gegebenem Anlass wurde zur weiteren diagnostischen Abklärung und Operationsplanung eine digitale Volumentomografie durchgeführt (Abbildung 3), in der sich eine scharf begrenzte, unmittelbar zu Zahn 21 assoziierte, etwa 10 mm x 8 mm x 5 mm große Osteolyse unter Verdrängung des Zahnes 21 nach palatinal zeigt.

Eine alio loco bereits durchgeführte Probebiopsie ergab das Vorliegen eines Pindborg-Tumors, so dass operativ unter Erhalt des Zahnes 21 eine Enukleation des Tumors unter additiver Resektion der vestibulären Knochenlamelle durchgeführt wurde. Der entstandene Defekt wurde mit Kollagen aufgefüllt und die noch vorhandene fixierte Gingiva mobilisiert, nach crestal verschoben und neu fixiert. Zahn 21 wurde mittels Säure-Ätztechnik zur Stabilisierung an den Nachbarzähnen für sechs Wochen fixiert.

Die histopathologische Aufbereitung des Resektats bestätigte die Vorhistologie eines Pindborg-Tumors (Abbildung 4).

Der weitere Wundheilungsverlauf gestaltete sich bis auf eine leichte Gingivarezession an Zahn 21 weitestgehend komplikationslos. Beim Wiedervorstellungstermin sechs Monate später hatte Zahn 21 keinen erhöhten Lockerungsgrad mehr, in der digitalen Volumentomografie zeigt sich eine deutliche ossäre Regeneration im ehemaligen Tumorgebiet mit Ausbildung einer neuen vestibulären Knochenlamelle (Abbildung 5).

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