Praxisgestaltung

Richten Sie Ihre Praxis mit Kinderaugen ein!

Das ist der Tipp von Dr. Anne Lauenstein und Gehane El Chafei. Sie haben eine Kinderzahnarztpraxis in Beckum und wissen, worauf man achten muss, damit die Kinder gerne kommen und der Behandler erfolgreich arbeiten kann.

In der Kinderzahnarztpraxis Milchzahnsafari können die Kinder im Wartezimmer je nach Lust und Laune im Bällebad toben, lesen oder mit der Spielekonsole zusammen spielen. © Thorsten Ahrendt

Die Praxis in Beckum ist ebenerdig und klar strukturiert. Ein Patientenparkplatz ist vorgelagert. © Lauenstein
Die Empfangstheke erinnert an Bauklötze. Der linke Teil ist abgesenkt, damit ein Kind drüber gucken und begrüßt werden kann. Farbwahl und Filztrophäen nehmen das „Safari“-Motto auf. © Thorsten Ahrendt
Ein für die Behandlung bereites Kind in gemütlicher Position auf der Pedoliege. Die Sonnenbrille hält das unangenehme Licht der OP-Lampe ab. © Fotokult-Beckum.com
Der „Nashornstuck“ an der Decke über der Kopfposition des Zahnarztstuhls verführt zum Träumen. Das Zentrum der Szene befindet sich über dem Kopf des Patienten. © Thorsten Ahrendt
Beim Fische-Beobachten kann man sich gut entspannen. © Lauenstein
Ein Springbock schaut zu: Der Aufwachraum liegt in der Nähe des Ausgangs. © Thorsten Ahrendt
Besser als der Sandkasten Zuhause: Das Wartezimmer mit Fernseher, Bällebad und Spielzeug. © Thorsten Ahrendt
Der Operationssaal: Über der Fußleiste geht eine Elefanten-Familie spazieren. © Thorsten Ahrendt

Kinderzahnheilkunde sollte von eigens dafür ausgebildeten Zahnärzten und zahnärztlichem Personal durchgeführt werden (Behrendt et al. 2009). Idealerweise gibt es für die Kinderbehandlungen eigene – für Rollstühle und Kinderwagen – barrierefreie Räumlichkeiten, am besten im Erdgeschoss. Als Praxisstandort besticht eine verkehrsgünstige Lage mit Anschluss zu öffentlichen Verkehrsmitteln und im optimalen Fall in unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten (Einwag et al. 2008, Behrendt et al. 2009). Eine Parkmöglichkeit ist wichtig für Eltern mit behinderten Kindern oder mit Kinderwagen.

Bei der Ausstattung der Räumlichkeiten haben Sie mannigfache Möglichkeiten, um eine Kombination aus kindgerechter Wohlfühllandschaft und hygienetauglicher Praxiseinrichtung zu schaffen (Beckers-Lingener 2011, Einwag et al. 2008). Im Sinne der Corporate Identity (CI) empfiehlt es sich, eine Kinderzahnarztpraxis „mit Kinderaugen“ einzurichten und baulich zu gestalten. Bereits der Empfangsbereich sollte für das Kind einladend aussehen. Auf typisches steriles Praxismobiliar sollten Sie an dieser Stelle bewusst verzichten, da dies für ein Kind – insbesondere mit eventuell bereits schlechten Erfahrungen beim Zahnarzt – beängstigend wirken könnte.

Schaffen Sie sich Fische an!

Bei der Einrichtung und Gestaltung einer Kinderzahnarztpraxis bietet sich ein Motto oder Thema an, das sich in dem Praxislogo, Praxisnamen, der Einrichtung und der farblichen Gestaltung der Praxisräumlichkeiten, widerspiegelt. Dies führt zu einer Gesamtheit und bringt Ruhe und Ordnung in die Praxis. Behalten Sie dabei die gewünschte Zielgruppe für die Praxis im Blick: Jugendliche identifizieren sich wahscheinlich weniger mit Teddys oder Luftballons als kleinere Kinder.

Der Wartebereich darf zum Spielen und Toben einladen. Dies hat mehrere Vorteile: Die Kinder können sich vorher austoben und die Spiele lenken vor der eigentlichen zahnärztlichen Behandlung ab. Darüber hinaus können Wartezeiten beim Spielen mit anderen Kindern überbrückt werden. Optimalerweise sollten neben Spielmöglichkeiten ebenfalls Rückzugsmöglichkeiten und Platz zur Entspannung angeboten werden. Wie wäre es mit einem Aquarium?


Bisher erschienen in der Serie Praxisgestaltung

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Die Patienten kommen teilweise schon seit Generationen. Als die Tochter in die Praxis ihres Vaters einsteigt, ist das ein willkommener Anlass für ein Facelift: „Heller, moderner und frischer“ lautet das neue Credo von Dr. Zoltán und Dr. Reka Jekelfalussy in Menden, Sauerland.

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„Vielleicht findet die Praxis für Zahnmedizin in Auerbach Ihre Beachtung“, schrieb uns Dr. Thilo Körnig aus Sachsen. Klar doch! Schließlich verwandelte der Zahnarzt eine ehemalige Schlachterei in ein echtes Schmuckstück. Und welche Praxis kann schon mit einem historischen Weinkeller aufwarten?

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Für einen Umzug ihrer bestehenden Praxis in neue Räumlichkeiten entschied sich Zahnärztin Inga Grafe-Bulmahn aus Barnstorf bei Diepholz. Eine doppelte Herausforderung: Nicht nur die Möbel müssen mit – an der Stelle, wo sich jetzt der schicke Neubau befindet, stand früher ein altes Kino – auch dieser Charme muss mit.

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Für eine Modernisierung der bestehenden Räumlichkeiten steht die Zahnarztpraxis von Christine Olfens und Dr. Asin Falch in Minden. Charakteristisch für die Umgestaltung ist die Konzentration auf eine Farblinie, mehr Transparenz und Helligkeit im Empfangsbereich und die Bebilderung mit Naturmotiven.

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Ungewöhnliche Standorte sollte man nicht von vorneherein ausschließen: Aller Unkenrufe zum Trotz entschied sich Zahnärztin Annett Böljes, ihre Praxis in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Bremen zu eröffnen – in einer ehemaligen Autovermietung. Und siehe da: Die Kombination aus Konzept, Standort und Innenarchitektur funktioniert.

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In einer spezialisierten Kinderzahnarztpraxis sind Behandlungen unter Allgemeinanästhesie häufig unumgänglich (Hagemann et al. 2006). Diese Eingriffe finden am Besten in eigenen Räume mit Aufwachmöglichkeiten statt. Wichtig ist, dass die „OP-Räumlichkeiten“ barrierefrei erreichbar sind. Es bietet sich an, diese Eingriffsräume in die Nähe eines Praxisausgangs zu legen, damit die Behandlungen ungestört vollzogen und die Eltern die Praxis nach der Aufwachphase auf direktem Weg verlassen können.

Ein Behandlungszimmer für Kinder sollte nicht so ausehen wie das für Erwachsene, weil vieles für Kinder angsteinflößend wirkt. Das heißt: Nehmen Sie vom sterilen weißen Farbton oder von den in Zahnarztpraxen häufig gebräuchlichen „Apfelgrüns“ in Kinderbehandlungsräumen Abstand.

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