FDI-Generalversammlung in Madrid – der Input der deutschen Delegation

Die Stimme der Praktiker weltweit

Über 8.000 Teilnehmer aus aller Welt folgten dem Ruf der FDI (World Dental Federation) zum wissenschaftlichen Kongress, der schwerpunktmäßig die Prophylaxe in den Mittelpunkt stellte. Die Generalversammlung der FDI mit rund 300 Delegierten brachte diverse Absichtserklärungen für eine bessere globale Mundgesundheit auf den Weg. Welche Rolle spielte dabei die deutsche Zahnmedizin und welche Bedeutung haben die Beschlüsse?

Zentrales Thema auf dem FDI-Kongress war dieses Jahr die Prophylaxe. Foto: A. Wuttke

Die Absichtserklärungen zur Mundgesundheit und zur zahnärztlichen Profession schreiben die FDI-Strategie 2020 fort: So unterstützt die FDI ausdrücklich Forschung und Entwicklung CAD/CAM-gestützter Zahnmedizin zur Verbesserung der Qualität und zur Kostenreduzierung – unter Berücksichtigung der Entwicklung offener Systeme und internationaler Normen. Nach der Resolution zur Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin sollen Angehörige der Mundgesundheitsberufe Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen und die Auswirkungen ihres Berufs auf die natürlichen Ressourcen minimieren, gleichzeitig die optimale Mundgesundheit für alle Menschen fördern. Die FDI-Stellungnahme zum lebenslangen Erhalt der Mundgesundheit zielt darauf ab, dass die Mundgesundheit in eine gesundheitsfördernde Politik einbezogen werden muss. 

Drei bisherige Stellungnahmen wurden einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen: Die FDI befürwortet die Verwendung von Fluorid bei der Behandlung von Zahnkaries in der Vorbeugung und/oder Behandlung von frühen Läsionen bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen. Im Bereich Fortbildung ruft die FDI die nationalen Zahnärzteverbände auf, sicherzustellen, dass ein strukturiertes und kontinuierliches Fortbildungssystem für alle Zahnärzte innerhalb eines ethischen Rahmens zur Verfügung steht sowie die Art, den Inhalt und den Umfang der zahnärztlichen Fortbildung zu definieren, die für den Zahnarzt in seiner Region angemessen, zumutbar und praktikabel ist. In der Stellungnahme zur zahnärztlichen Berufsausübung fordert die FDI öffentliche und private Leistungsträger auf – gemeint sind Regierungen, Versicherungen, Arbeitgeber, etc. –, die vom Zahnarzt geleistete Behandlung angemessen zu bezahlen. Es sei wichtig, dass sich Leistungsträger an der Finanzierung der Gesundheitsversorgung in Industrieländern und noch mehr in Entwicklungsländern beteiligen, wo sie eine solide Grundlage für ein erschwingliches, sicheres und qualitätsorientiertes Gesundheitssystem bieten können, ohne sich in die Behandlungsentscheidungen des Zahnmediziners einzumischen.

Zweijährige Präsidentschaft

Turnusmäßig trat in Madrid ein neues Präsidium in die Verantwortung. Die US-Amerikanerin Dr. Kathryn Kell von der American Dental Association übernahm die Präsidentschaft für die nächsten zwei Jahre von Dr. Patrick Hescot aus Frankreich. Der bisherige Sprecher, Dr. Gerhard Seeberger vom italienischen Zahnärzteverband AIO, wurde zum Präsident-elect gewählt, er hatte sich gegen den Mexikaner Dr. Jaime Edelson deutlich durchgesetzt. Die Amtszeit für die ernannten und gewählten neuen Vorstandsmitglieder begann am 1. September 2017. Der FDI-Vorstand ist derzeit ohne deutsche Beteiligung, dennoch war der Einfluss der deutschen Delegation in den Stellungnahmen spürbar, die in den fünf ständigen Ausschüssen erarbeitet wurden. 

Hintergrund: Die FDI

Der FDI-Kongress gehört zu den ältesten dentalen Veranstaltungen weltweit, die FDI sieht sich als Vertreterin von einer Million Zahnärzten weltweit. Während des Jahreskongresses kommen Teilnehmer am wissenschaftlichen Programm und die Delegierten der FDI-Generalversammlung für fünf Tage zusammen, um sich auszutauschen.

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