Ehrungen und Preise

Ethische Konflikte bei der Behandlung demenzkranker Patienten

Von der BZÄK, von der DGZMK und von verschiedenen anderen Trägern wurden in diesem Jahr zahnärztliche Preise verliehen. Die ausgezeichneten freuten sich über die Ehrungen.

Die Preisträger des Dental Ethics Award (v.l.n.r.): Dr. Julia Kunze, Prof. Dominik Groß, Prof. Ina Nitschke zm/sf

Zum zweiten Mal wurde der „Dental Ethics Award“ verliehen. Die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an Prof. Ina Nitschke (Zürich), Prof. Dominik Groß (Aachen) und Dr. Julia Kunze (Zürich) für die Arbeit „Spezifische Bedarfe bei zahnärztlichen Patienten mit Demenz und ihre ethischen Implikationen“.

In ihrer Arbeit thematisieren die Autoren die Spezifika der zahnärztlichen Therapie bei Menschen mit eingeschränkter beziehungsweise an Dritte übertragener Selbstbestimmung und das damit verbundene ethische Dilemma – zunächst theoretisch-diskursiv und nachfolgend – auf der Grundlage von zwei Kasuistiken – fallbezogen. Dabei wird deutlich, dass in der Seniorenzahnmedizin an die Stelle der klassischen Lege-artis-Therapie in vielen Fällen eine „Kompromissbehandlung“ tritt, die abweichenden diagnostisch-therapeutischen Regeln folgt, veränderte kommunikative Anforderungen stellt und spezifische klinisch-ethische Herausforderungen und Fallstricke bietet.

Festakt in Frankfurt am Main

Ehrungen von BZÄK und DGZMK 

Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake, ehemaliger DGZMK-Präsident, und Prof. Dr. Dr. Ludger Figgener, ehemaliger Direktor der Poliklinik für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien in Münster, erhielten zudem die Ehrenmedaille der DGZMK von DGZMK-Präsident Prof. Dr. Michael Walter (v.l.n.r.).| Fotos: Lopata/Axentis.de

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel (r.) zeichnete anlässlich der feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Zahnärztetages drei ehemalige Kammerpräsidenten mit der Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft in Gold für ihre Verdienste um den zahnärztlichen Berufsstand aus: Dr. Udo Lenke, Baden-Württemberg, Dr. Andreas Wagner, Thüringen, und Dr. Wolfgang Schmiedel, Berlin (v.l.n.r.).| Fotos: Lopata/Axentis.de

Kurt Kaltenbach Stiftung

Innovationspreis 

Von der Kurt Kaltenbach Stiftung wurde ein Innovationspreis verliehen. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Dr. Marcel Reymus, Dr. Christian Diegritz und Dr. Andreas Keßler für eine „Machbarkeitsstudie zur Entwicklung neuer Übungsmodelle für die zahnmedizinische Lehre im 3D Druckverfahren“. Der Preis wird für herausragende Arbeiten in der universitären zahnmedizinischen Lehre vergeben. Ziel der Kurt Kaltenbach Stiftung ist die Förderung der zahnmedizinischen Lehre in Deutschland.

Posterpreise der DGZMK

International Poster Journal Award 2017

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde hat zwei Poster ausgezeichnet:

Der mit 1.000 Euro dotierte IPJ-Poster-Award geht zum einen an das Autorenkollektiv PD Dr. Dr. Peer Wolfgang Kämmerer (Rostock), Dr. Dr. Daniel Schneider (Rostock), Dr. Victor Palarie (Moldawien), Dr. Dr. Eik Schiegnitz (Mainz) und Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer (Mainz) für die Arbeit „Comparison of Anesthetic Efficacy of 2% and 4% Articaine in Inferior Alveolar Nerve Block for Tooth Extraction – a Double-blinded Randomised Clinical Trial“ – veröffentlicht im Int Poster J Dent Oral Med 2016, Poster 1060.

In der Studie verglichen die Autoren die anästhetische Wirksamkeit von zwei- und vierprozentigem Articainzusatz bei der Leitungsanästhesie des N. alveolaris inf. zur Extraktion von Unterkieferseitenzähnen. 

Der zweite IPJ-Poster-Award ging an Christine Schille, Ernst Schweizer, Prof. Dr. Jürgen Geis-Gerstorfer (Tübingen) und Gernot Hausch (Langenselbold) für das Poster „Influence of pH-variation with two different acids of 0.9% saline solution on the corrosion behaviour of two experimental dental CoCr alloys with same PRE“ – veröffentlicht im Int Poster J Dent Oral Med 2016, Poster 1024.

Schille (Sektion Medizinische Werkstoffkunde und Technologie am Universitätsklinikum Tübingen) untersuchte mit ihren Co-Autoren das Korrosionsverhalten der beiden Legierungen Co-28Cr-5Mo and Co-28Cr-10W. Die Legierungen unterscheiden sich durch ihren Molybdän- und ihren Wolframgehalt, haben jedoch die gleiche Korrosions-Wirksumme (PRE = 44,5). Insbesondere wurde der klinisch relevante Einfluss von zwei Säuren mit pH-Variationen zwischen 2 und 5 auf das Korrosionsverhalten geprüft. Dabei zeigte sich, dass die Molybdän-haltige Legierung eine gute Säurebeständigkeit im pH-Bereich von 2 bis 5 aufweist und bei niedrigem pH-Wert < 3 der Wolfram-haltigen Legierung überlegen ist.

Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland

Auszeichnungen für interdisziplinäre Gruppenprophylaxe

Preisträger Dr. Helmut Stein (Mitte) mit Dr. Marianne Gräfin Schmettow von CP GABA (l.) und BZÄK-Vizepräsident Prof. Dietmar Oesterreich | Foto: BZÄK

Die Bundeszahnärztekammer und CP GABA haben den Präventionspreis „Gruppenprophylaxe interdisziplinär“ verliehen – drei Projekte wurden geehrt:

Den mit 2.500 Euro dotierten 1. Preis erhielt das interdisziplinäre Präventionsnetzwerk der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Rheinland-Pfalz „Hand in Hand für gesunde Kinderzähne“, vertreten durch Katrin Becker und Sanitätsrat Dr. Helmut Stein. Das in Rheinland-Pfalz aufgebaute Präventionsnetzwerk der LAGZ arbeitet mit zahlreichen Partnern zusammen. Das Netzwerk besteht aus Hebammen, Erziehern, Lehrern und Eltern, die „Hand in Hand für gesunde Kinderzähne“ arbeiten. Hinzu kommen 1.300 Paten- und Schulzahnärzte – alle zusammen stehen für den großen Erfolg des Programms. 

Die Initiative „Gemeinsam für gesunde Kinderzähne im Land Brandenburg“ bekam den 2. Preis. Der 3. Preis ging an zwei Projekte in Berlin: Zum einen an das Projekt „Gesunder Mund – Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in Wohneinrichtungen für Erwachsene mit Behinderung“ der Zahnärztekammer Berlin. Zum anderen an das Team „Gesunder Mund“, das auch vom Berliner Hilfswerk Zahnmedizin unterstützt wird. 

Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie in den Lebenswelten der Menschen stattfinden – Kinder und Jugendliche, Menschen in prekären Lebenslagen, mit Migrationshintergrund oder mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Die „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ der Bundeszahnärztekammer und CP Gaba will diese vielfältigen Projekte, die eben nicht in und für die Öffentlichkeit stattfinden, ehren.

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