Gründen in Coronazeiten – Teil III

Die Neugründung machte uns völlig frei

Am ersten Tag mit Patienten war das ganze Team stolz auf unsere Praxis. Es war zwar längst nicht alles fertig, aber jetzt begann ein neues Kapitel, auf das wir uns alle sehr gefreut haben. Und obwohl wir noch kein Telefon hatten, lief die Praxis gut an, denn viel mehr Patienten als erwartet hatten die Termine online vereinbart. Dieses letzte Jahr wird uns sicher immer in besonderer Erinnerung bleiben.

Ohne ein eingespieltes Team ist alles nichts! Buenger & Meißner

Mit den ersten Patienten zog Anfang Oktober nach der Bauphase mit allen Höhen und Tiefen endlich Leben in die Praxis ein – wenn auch wegen der Hygiene- und Verhaltensregeln anders, als wir uns es erträumt hatten. Wir waren sehr gespannt, ob die Patienten unsere Ideen und Konzepte auch annehmen würden. Eine lange Anlaufphase hatten wir zum Glück nicht. Ende November hatten wir bereits die erste Woche für eine PZR ausbestellt.

In diesem Neubau eines Stadtteilzentrums mit Ärztehaus befindet sich unsere Praxis. | Buenger & Meißner

Denn am Ende hatten viel mehr Patienten als erwartet die Möglichkeit genutzt, online Termine zu vereinbaren, so dass der Praxisbetrieb sehr schnell an Fahrt aufnahm. Wir können daher auf ein erfolgreiches erstes Quartal zurückblicken.

Was die Patienten nicht sahen: Parallel zum Praxisbetrieb ging der Ausbau der Praxis bis Anfang 2021 weiter. Viele Geräte hatten aufgrund der Pandemie eine lange Lieferzeit. Oder sie mussten direkt wieder ausgetauscht werden, wie unser Thermodesinfektor. Der war wohl ein typisches Montagsgerät, er setzte sich selbst unter Wasser und einige Bereiche der Praxis waren durch den ausgelösten Kurzschluss außer Gefecht.

Kurzschluss! Das war ein typisches Montagsgerät

Das Jahr war unfassbar ereignisreich und verging so schnell! Rückblickend würden wir nur wenig anders machen. Wir sind stolz auf unser Projekt und glücklich über das positive Feedback. Das bestärkt uns in unserer Entscheidung für eine Neugründung. Hier konnten wir völlig frei unserem Konzept einen Raum geben, sowohl von der Größe und den Abläufen her als auch vom Behandlungsportfolio.

Für sämtliche Bereiche verwenden wir nahezu ausschließlich Intraoralscans.  | Buenger & Meißner

Endodontie findet bei uns Mikroskop-gestützt statt.  | Buenger & Meißner

Auch kristallisiert sich schon heraus, dass die Außendarstellung sehr genau unsere Zielgruppe an Patienten anspricht. Ein weiterer Vorteil: Die Patienten kommen mit einer konkreten Erwartung neu zu uns und lassen sich bereitwillig auf das Konzept ein. Die Übergangszeit bei der Umstellung des Praxisangebots entfällt.

Das gesamte vergangene Jahr mit seinen ganz besonderen Umständen und Hürden, die es zu meistern galt, wird uns sicher immer in besonderer Erinnerung bleiben. Wir haben uns mit der Praxis einen Traum erfüllt und freuen uns sehr mit einem so starken Team einen Ort der modernen Zahnheilkunde in Potsdam erschaffen zu haben.

Gründen in Coronazeiten

Teil I finden Sie in der zm 1-2/2021 auf S. 24–26,
Teil II in der zm 3/2021 auf S. 26–28.


Laura Buenger und Thomas Meißner
Buenger & Meißner Zahnheilkunde
Georg-Hermann-Allee 26, 14469 Potsdam
info@potsdam-zahnheilkunde.de

Das Fazit im Rückblick

„Am Ende ist es zu 100 Prozent Buenger & Meißner!“

Anfangs wollten sie übernehmen, am Ende stand die Neugründung. Laura Buenger und Thomas Meißner sind froh, dass sie sich so entschieden haben: Die neue Praxis ist trotz Corona gut angelaufen. Zu viele Kompromisse wären auf Dauer eben kein guter Deal.

Wie haben Sie die Praxisgründung als Paar erlebt?
Laura Buenger: Uns hat das Projekt definitiv noch weiter zusammengeschweißt, obwohl wir jetzt seit über einem Jahr alles der Praxis und unseren Kindern unterordnen und uns zurückgenommen haben. Wir freuen uns auch deshalb sehr, dass nun die Praxis steht und gut angelaufen ist. Damit haben sich nämlich wieder Freiräume für uns ergeben.

Thomas Meißner: Ein großer Vorteil bei uns ist, dass wir sehr genau wissen, was der andere für Vorstellungen hat. So konnten zum Beispiel viele Entscheidungen auf der Baustelle spontan durch einen von uns getroffen werden – und es ging mit dem Bauen weiter. Dieses Vertrauen macht vieles einfacher, und am Ende ist es trotzdem zu 100 Prozent Buenger & Meißner.

Was sprach denn für eine Neugründung und gegen eine Übernahme? 
Buenger: Wir hatten zuerst – man könnte sagen ganz klassisch – nach Praxen zur Übernahme gesucht. Es gab auch mehrere Optionen, die aber aus immer den gleichen Faktoren für uns nicht infrage kamen: zu klein, nicht erweiterbar, ungünstige Lage und zum Konzept nicht passendes Gesamtobjekt.

Meißner: Wir sind dann recht schnell zu dem Entschluss gekommen, eine Praxis neu zu gründen und auf die Suche nach einem passenden Objekt gegangen. Aber auch diese Suche bedurfte einer Menge Geduld und einiger Besichtigungen und, wie so oft im Leben, einfach das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Was würden Sie rückblickend wieder so machen und anderen Gründern empfehlen?
Meißner: Uns hat bei der Suche nach einer Praxis zur Übernahme, bei der Wahl des Objekts für die Neugründung und auch beim Bau sehr geholfen, dass wir von vornherein eine klare Vision und ein konkretes Anforderungsprofil an unsere Praxis hatten. Wir sind sehr froh, dass wir nicht wesentlich davon abgewichen sind.

Einmal weil wir so quasi unseren Traum verwirklicht haben, aber auch weil wir nun nicht mit einem oder mehreren Kompromissen leben müssen. Das heißt: je klarer das Konzept, desto klarer auch die Suche.
Kompromisse wird es immer geben, aber es sollten am Ende nicht zu viele sein.

Wo stehen Sie jetzt, wo in einem und wo in zehn Jahren?
Meißner: Jetzt stehen wir und unser Team sehr stolz und glücklich in unserer Praxis und können das umsetzen, was für uns moderne Zahnheilkunde bedeutet. In einem knappen Jahr erlaubt es hoffentlich die Corona-Situation, dass wir zum einjährigen Bestehen unsere Eröffnungsfeier nachholen, leider blieb uns diese verwehrt!

Buenger: In zehn Jahren haben wir und unser gesamtes Team hoffentlich noch genau so viel Freude wie jetzt zu Beginn. Wir denken, der Schlüssel hierfür liegt in der Integration der Mitarbeiter in die Praxis, aktuell bilden wir dafür schon einzelne – je nach Interessenschwerpunkt – weiter. Wir blicken, was das angeht, sehr zuversichtlich in die Zukunft.

Das Gespräch führte Laura Langer.

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