Mehr Amoxicillin, weniger Clindamycin – Verordnungen und Resistenzentwicklungen
Grundlage für eine rationale Antibiotikatherapie sind die korrekte Diagnosestellung, die kritische Indikation zum Einsatz, die Wahl des geeigneten Antibiotikums sowie die Verlaufskontrolle mit Festlegung der Behandlungsdauer. Eine kritische Indikationsstellung dient nicht nur dem Patienten, sondern verringert auch die Kosten und reduziert die Entstehung resistenter Erreger.
Um die Ursachen für Defizite im Bereich der zahnärztlichen Antibiotikatherapie verstehen zu können, und um Grundlagen für gezielte Interventionsmaßnahmen zu gewinnen, werden möglichst präzise Daten zum Antibiotikaverbrauch und zur Resistenzlage benötigt. Die folgende Übersicht präsentiert dazu aktuelle Daten.
Der Anteil von zahnärztlichen Arzneimittelverordnungen am gesamten Arzneimittelmarkt für gesetzlich Versicherte beträgt nur etwa ein Prozent. Allerdings entfallen 35,5 Millionen Tagesdosen (DDD = standardisierte, durchschnittliche Erhaltungsdosis eines Wirkstoffs, die typischerweise auf die Hauptindikation bei Erwachsenen pro Tag angewendet wird), das heißt etwa 10,8 Prozent aller Antibiotikaverordnungen auf den zahnmedizinischen Sektor [Enners et al., 2025].
Anteil zahnärztlicher Arzneimittelverordnungen
Ab dem Jahr 2012 liegen verlässliche Daten zu allen zahnärztlichen Arzneiverordnungen für GKV-Patienten vor. Sie werden mit den ärztlichen Verordnungszahlen regelmäßig einmal pro Jahr im Arzneiverordnungs-Report publiziert.
Der letzte Report mit den Daten von 2024 wurde im Februar 2026 veröffentlicht [Ludwig et al., 2026]. Es wurden alle Antibiotikapräparate eingeschlossen, die 2024 mindestens 10.000-mal verordnet worden waren [Daubländer und Höcherl, 2026].
Betrachtet man den gesamten Zeitraum seit 2012 hat sich die Zahl der GKV-Mitglieder um sieben Prozent erhöht [Bundesministerium für Gesundheit, 2012; Statista, 2026], während sich die Gesamtzahl der Antibiotikaverordnungen gegenüber dem Jahr 2012 (372,5 Millionen DDD) um knapp elf Prozent in 2024 verringerte (332,2 Millionen DDD) [Albrecht et al., 2024; Kern, 2026].
Es bleibt jedoch festzuhalten, dass dieser Rückgang ausschließlich auf die rückläufigen Verordnungen im ärztlichen Bereich (−12 Prozent) zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu den Ärzten stiegen die zahnärztlichen Antibiotikaverordnungen (DDD) in diesem Zeitraum um 1,5 Prozent (Tabelle 1).
Lediglich während der Corona-Pandemie gab es einen deutlichen Rückgang aller Antibiotikaverordnungen, allerdings im zahnärztlichen Bereich wesentlich geringer ausgeprägt als im ärztlichen Sektor, so dass der zahnärztliche Anteil an allen Verordnungen 2021 sogar auf 13,6 Prozent anstieg (Tabelle 1) [Albrecht et al., 2024].
Diese Entwicklung wurde auch in der kürzlich publizierten Studie von Cirkel bestätigt, in der die Anzahl der Patienten mit Antibiotikaverordnungen in Deutschland von 2015 bis 2024 analysiert wurden. Dabei lag der Anteil der Patienten, denen von Zahnärzten Antibiotika verschrieben worden waren, 2021 sogar bei 18,1 Prozent, 2024 waren es 13,9 Prozent [Cirkel et al., 2025].
Neben diesen allgemeinen Betrachtungen lohnt es sich, auch einen Blick auf die Struktur zahnärztlicher Antibiotikaverordnungen zu werfen (Tabelle 2). Hier haben sich seit 2012 fast schon „dramatische“ Veränderungen ergeben. Die Anzahl der Verordnungen von Penicillin V (−90,5 Prozent) und Tetrazyklinen (−85,7 Prozent) hat sich auf einem sehr niedrigen Niveau von 1,1 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent (2024) aller Verordnungen eingependelt [Albrecht et al., 2024; Daubländer und Höcherl, 2026].
Amoxicillin ist mittlerweile das Antibiotikum, das in Deutschland mit einem Anteil von 55,4 Prozent am häufigsten von Zahnärzten verordnet wird. 2012 lag der Anteil „nur“ bei etwas mehr als einem Drittel [Albrecht et al., 2024]). Im Übrigen ist dieser Wirkstoff auch bei Ärzten führend, allerdings nur mit einem Anteil von 21,1 Prozent aller verordneten Tagesdosen [Kern, 2026].
In diesem Zusammenhang soll darauf verwiesen werden, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die AWaRe-Klassifikation zur Einteilung von Antibiotika in drei Kategorien entwickelt hat: Access, Watch und Reserve [WHO, 2023].
Antibiotika aus der „Access“-Gruppe sollen breit verfügbar sein und bevorzugt eingesetzt werden, da sie sich durch ein schmales Wirkspektrum und ein geringes Risiko der Resistenzbildung auszeichnen. Sie gelten als erste Wahl bei unkomplizierten Infektionen. Penicillin V, Amoxicillin und Amoxicillin-Clavulansäure, Clindamycin, Metronidazol und die Tetrazykline gehören zu dieser Gruppe.
In die Kategorie „Watch“ fallen spezifische Wirkstoffe für häufige Infektionen, die jedoch ein erhöhtes Resistenzrisiko bergen. Im zahnmedizinischen Bereich finden sich in dieser Gruppe insbesondere die Makrolide und Moxifloxacin. Sie sollten nur verwendet werden, wenn Mittel der „Access-Klasse“ nicht wirken oder nicht infrage kommen. In der EU-Regulation 2023/C 220/01 und in der DART 2030 wird empfohlen, dass der Anteil der „Access-Antibiotika“ mindestens 65 Prozent am gesamten Antibiotikaverbrauch betragen soll [Bundesministerium für Gesundheit, 2023; European Union, 2023; RKI, 2025]. Während dieser Wert für Deutschland insgesamt im Jahr 2024 erst bei 62,8 Prozent lag [RKI, 2025], sind es im zahnmedizinischen Bereich bereits mehr als 75 Prozent (Tabelle 2).
Sehr auffällig ist die Entwicklung bei den Amoxicillin-Kombinationen mit einem Betalaktamasehemmer, wobei es sich fast ausschließlich um Clavulansäure handelt. Hier sind die Verordnungen um den Faktor 9 angestiegen und liegen jetzt mit 20,1 Prozent bei einem Fünftel aller zahnärztlichen Antibiotikaverordnungen. Somit wird diese Antibiotikagruppe, die 2012 noch auf dem fünften Rang lag, mittlerweile am zweithäufigsten verordnet. Auch bei den Ärzten hat sich der Anteil dieser Präparategruppe seit 2019 mehr als verdoppelt [Kern, 2026].
In einer aktuellen indischen Studie bei über 4.400 Patienten zeigte Amoxi-Clavulansäure bei der Behandlung zahnärztlicher Infektionen eine robuste klinische Wirksamkeit sowie ein günstiges Sicherheitsprofil [Kumar et al., 2025]. Allerdings sollte auch die erhöhte Inzidenz von Leberschädigungen durch dieses Kombinationspräparat nicht unerwähnt bleiben, die unabhängig vom Alter oder Geschlecht des Patienten auftreten können [Gresser, 2002; Chen et al., 2025].
Insgesamt weisen die Kombinationspräparate mit Betalaktamasehemmern gegenüber Amoxicillin als Einzelwirkstoff eine mehr als dreifach höhere Nebenwirkungsrate auf [Thornhill et al., 2019]. Um Betalaktamantibiotika im klinischen Alltag möglichst häufig und sicher anwenden zu können, ist eine rasche und praxistaugliche Differenzierung zwischen Patienten mit einer vermeintlichen oder einer echten Penicillinallergie äußerst wichtig [Querbach et al., 2024; Halling und Kronenberger, 2025].
Zur besseren Risikoeinschätzung und zur Vermeidung unnötiger Alternativbehandlungen hat sich der PEN-FAST-Score als valider Bewertungsmaßstab etabliert. Der negative prädiktive Wert, das heißt es liegt keine Penicillinallergie vor, liegt bei 96,3 Prozent [Trubiano et al., 2020]. Eine anamnestische Überempfindlichkeit auf Penicilline sollte immer kritisch hinterfragt werden [Querbach et al., 2024].
Clindamycin spielte lange Zeit als „Standardantibiotikum“ für die Zahnmedizin eine herausragende Rolle. So war Clindamycin 2009/10 mit mehr als 50 Prozent der Verordnungen das absolut dominierende Antibiotikum [Halling, 2010]. 2012 hatte sich der Anteil bereits auf 37,8 Prozent reduziert und liegt 2024 nur noch bei 17,5 Prozent (−53,7 Prozent) (Tabelle 2). Diese Entwicklung ist tatsächlich zu begrüßen, da Clindamycin in der Standarddosierung lediglich bakteriostatisch wirkt und mittlerweile eine sehr ungünstige Resistenzlage aufweist.
Zudem ist Clindamycin derjenige Wirkstoff, zu dem in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland am häufigsten zahnärztliche Nebenwirkungsmeldungen erfolgten [Halling et al., 2026). Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen gastrointestinalen Nebenwirkungen, insbesondere auch die potenziell tödliche pseudomembranöse Colitis, die sich bei manchen Patientinnen und Patienten erst Wochen nach der Einnahme entwickeln kann. Insgesamt war die Rate der „fatalen“ (also zumeist tödlichen) Nebenwirkungen in einer umfangreichen retrospektiven Studie bei Clindamycin 29-mal höher als bei Amoxicillin [Thornhill et al., 2019].
Interessant ist der Vergleich der zahnärztlichen Verordnungen zur Gesamtzahl der Clindamycinverordnungen in Deutschland (Abbildung 1). Während die zahnärztlichen Verordnungen seit 2012 von 12,9 Millionen DDD auf 6,2 Millionen DDD (−51,9 Prozent) sanken, steigerten sich im gleichen Zeitraum die Verordnungen von Clindamycin bei den Ärzten von 6,2 Millionen DDD auf 15,2 Millionen DDD (+ 145,2 Prozent) [Albrecht et al., 2024; Daubländer und Höcherl, 2026; Kern, 2026].
Somit reduzierte sich der Anteil zahnärztlicher Verordnungen von Clindamycin an allen Verordnungen von 67,5 Prozent im Jahr 2012 auf nunmehr 29 Prozent (Abbildung 1). Betrachtet man allerdings die Situation im internationalen Vergleich, muss man festhalten, dass in Ländern wie Australien, Großbritannien und USA der Anteil nur zwischen 5,1 Prozent und 14,3 Prozent liegt [Thompson et al., 2022].
Resistenzen in der Zahnmedizin
Bakterielle Antibiotikaresistenzen stellen für die Gesellschaft ein großes Problem dar. Es wird geschätzt, dass in Deutschland die Anzahl der Todesfälle, die mit einer Infektion mit antibiotikaresistenten Keimen assoziiert waren, im Jahr 2019 bei circa 45.700 und der direkt einer Erregerresistenz zuzuordnenden Todesfälle bei 9.600 lagen [Meštrović et al., 2026].
Auch im politischen Umfeld wird dieses Thema mittlerweile verstärkt wahrgenommen. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass 2024 beim Deutschen Bundestag ein interfraktioneller Parlamentskreis „Antimikrobielle Resistenzen“ gegründet wurde, da „ein Thema wie Antibiotikaresistenz eine ressortübergreifende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“ benötige [Deutsches Netzwerk gegen antimikrobielle Resistenzen, 2024].
In den letzten Jahren wurden zunehmend Initiativen eingeleitet, um die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen einzudämmen, etwa die aktualisierte Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie DART 2030 [Bundesministerium für Gesundheit, 2023], die von allen relevanten Akteuren eine Beteiligung an der Eindämmung von Antibiotikaresistenzen einfordert. Ziel ist, dass in Krankenhäusern, bei niedergelassenen Medizinern, Zahnärzten und Tierärzten gleichermaßen ein verantwortungsvoller Einsatz von Antibiotika einschließlich einer regelmäßigen Reflexion des eigenen Verhaltens der Standard wird [Bundesministerium für Gesundheit, 2023].
Die Vorgabe der DART 2030 sowie der EU-Regulation von 2023 ist eine Senkung des Antibiotikaverbrauchs in Deutschland bis 2030 um neun Prozent gegenüber 2019 [European Union, 2023; RKI, 2025]. Auf der Basis der aktuellen Daten aus dem Jahr 2024 (Tabelle 1) liegt der Wert für die Zahnmedizin mit 34,5 Millionen DDD jedoch 2,8 Millionen DDD (+ 8,8 Prozent) über dem Referenzwert von 2019 [Albrecht es al. 2024]. Ein essenzieller Baustein der DART 2030 ist das Konzept des „Antibiotic Stewardship (ABS)“. ABS fördert die rationale Antibiotikaverordnung und unterstützt die Akteure im klinischen Bereich, den Antibiotikaeinsatz gezielt und nachhaltig zu optimieren [Bundesministerium für Gesundheit, 2023; RKI, 2025]. Im Fokus der bisherigen ABS-Ansätze stand dabei ganz überwiegend der stationäre Sektor.
Der ambulante Sektor, in dem etwa 85 Prozent aller Antibiotika verbraucht werden [RKI, 2026], blieb hingegen zunächst unterrepräsentiert. Gerade in diesem Bereich führen aber Unsicherheiten in der Verordnungspraxis dazu, dass neben rationalen Aspekten auch nichtkognitive und emotionale Prozesse sowie Gewohnheiten Einfluss auf das Verordnungsverhalten nehmen [Renk et al., 2026]. In den letzten Jahren entwickelte sich allerdings eine Reihe von Projekten auch zum ambulanten ABS [Gornyk et al., 2019; Andres et al., 2020]. Aktuell wird eine S3-Leitlinie zu ABS im ambulanten Bereich vorbereitet.
Zur Beurteilung der Resistenzsituation ist ein Blick auf die bakterielle Flora odontogener Abszesse notwendig. Es handelt sich um eine Mischflora, bestehend aus aeroben, fakultativ anaeroben und strikt anaeroben Keimen [Böttger et al., 2021; Heim et al., 2021; Meinen et al., 2021; Bigus et al., 2023; Fischer et al., 2025; Grillo et al., 2025; Neckel et al., 2025]. Durchschnittlich finden sich 2,5 bis 2,9 Bakterienspezies pro Infektion [Fischer et al., 2025; Søndenbroe et al., 2025]. Meist ist es nicht einfach, aus dem Erregergemisch einen bestimmten Erreger zu isolieren, der als Abszessauslöser eindeutig zu identifizieren ist. Als häufige aerobe Erreger sind grampositive Kokken wie Strepto- und Staphylokokkenstämme anzutreffen. Zusätzliche Erreger wie Enterokokken, Klebsiellen, Neisserien, Capnocytophaga gingivalis, Actinobacillus actinomycetemcomitans oder Eikenella corrodens sind ebenfalls häufig nachweisbar [Heim et al., 2021].
Die häufigsten anaeroben Keime sind Prevotella species, Peptostreptococcus und Porphyromonas, Bacteroides und Fusobakterien. Der wesentliche Schritt zur Ausheilung eines Abszessgeschehens ist und bleibt die suffiziente Eröffnung und Drainage der Abszesshöhle. Trotzdem kann bei Symptomen wie Schluckbeschwerden, Kieferklemme oder Atemnot, bei Ausbreitungstendenzen in weitere Logen oder bei vorerkrankten Patienten wie Diabetikern eine unterstützende orale oder intravenöse Antibiotikatherapie angezeigt sein, um die systemische Reaktion der Infektion einzudämmen [Heider und Al-Nawas, 2021].
„Lagebild“ im deutschsprachigen Raum
In diesem Zusammenhang sollen die hier vorgelegten Daten zu Resistenzsituation in der Zahnmedizin ein rationales Verordnungsverhalten der Zahnärztinnen und Zahnärzte in der Praxis fördern. In dem umfangreichen Review von Grillo und Kollegen wurde nachgewiesen, dass in unterschiedlichen Regionen der Welt verschiedene Antibiotika(kombinationen) zur Behandlung odontogener Infektionen verwendet werden, wodurch auch unterschiedliche Resistenzsituationen entstehen [Grillo et al., 2025].
Somit ist es sinnvoll, gezielt das „Lagebild“ für die Zahnmedizin und MKG-Chirurgie im deutschsprachigen Raum darzustellen. Leider finden sich nur wenige aktuelle Studien aus Deutschland beziehungsweise Österreich, die Antibiotikaresistenzen bei odontogenen Infektionen beleuchten. Im Einzelnen sind es vier retrospektive Studien aus mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Kliniken [Heim et al., 2021; Meinen et al., 2021; Bigus et al., 2023; Fischer et al., 2025] und eine prospektive Studie aus der MKG-Chirurgie der Charité in Berlin [Neckel et al., 2025].
Nur eine Untersuchung analysierte zusätzlich retrospektiv Daten aus zahnärztlichen Praxen [Meinen et al., 2021]. Die Untersuchungen an den Universitätskliniken Bonn [Heim et al., 2021], Wien [Bigus et al., 2023], Jena [Fischer et al., 2025] und Berlin [Neckel et al., 2025] umfassten die mikrobiologischen Untersuchungen von insgesamt 1.545 Patienten. In der Studie von Meinen, die unter Federführung des RKI erarbeitet wurde, wurden ohne Angabe von Patientenzahlen zwischen 2012 und 2019 14.912 Bakterienisolate aus 34 MKG-Kliniken und 5.733 Isolate aus 299 zahnärztlichen Praxen untersucht [Meinen et al., 2021].
Da bei den Studien verschiedene Ausgangsdaten zugrunde gelegt werden (zum Beispiel Bakterienisolate, Bakterienstämme, Abstriche, Resistenztests), ist ein direkter Vergleich schwierig. So bezeichnet in der Mikrobiologie zum Beispiel ein Bakterienisolat die konkrete Probe, die einem Patienten entnommen und im Labor gezüchtet wurde, wohingegen ein Bakterienstamm die biologische Klassifizierung dieser Bakterien ist. Ein Isolat wird also zum Stamm, wenn seine genetischen oder phänotypischen Eigenschaften wissenschaftlich exakt bestimmt sind.
In den aktuellen Veröffentlichungen der Unikliniken Bonn, Jena und Berlin werden Resistenzquoten genannt, deren Ausgangsbasis durchaus unterschiedlich ist. So geben Fischer et al. die Anteile der Infektionen an, bei denen mindestens ein Pathogen resistent auf das genannte Antibiotikum war [Fischer et al., 2025]. In der Untersuchung aus Bonn wird der Anteil der antibiotikaspezifischen, resistenten Bakterienstämme an der Gesamtzahl der vorgefundenen Stämme genannt [Heim et al., 2021], Die Daten der Charité beziehen sich auf den antibiotikaspezifischen Anteil an allen vorgefundenen resistenten Erregern [Neckel et al., 2025]. In den Publikationen von Meinen beziehungsweise Bigus et al. [Meinen et al., 2021; Bigus et al., 2023] werden auch explizit die Resistenzraten verschiedener Antibiotika auf Streptokokken spp. und Staphylokokkus aureus aufgeführt. Aus Gründen der Vergleichbarkeit sind die jeweiligen Daten in zwei Tabellen gegenübergestellt worden (Tabellen 3, 4). Die Ergebnisse der Untersuchungen aus den zahnärztlichen Praxen werden separat dargestellt, da es sich hier um komprimierte Daten aus 299 zahnärztlichen Praxen in Deutschland handelt [Meinen et al., 2021] (Tabelle 5).
Die Resistenzbestimmungen an den drei deutschen Universitätskliniken ergaben bei Penicillin G zum Teil schon hohe Resistenzquoten (bis 27,4 Prozent), während bei Clindamycin sogar Quoten bis 38,9 Prozent nachgewiesen werden konnten. Damit kann zumindest für diese beiden Wirkstoffe bereits von einer deutlich eingeschränkten Wirksamkeit im stationären Bereich gesprochen werden (Tabelle 3).
Auch bei der differenzierten Betrachtung der Resistenzen von Streptokokken und Staphylokokken fallen die Makrolide und Clindamycin mit besonders hohen Resistenzquoten auf. Staphylokokken sind besonders im stationären Bereich eine relevante Bakterienspezies, gegen die fast alle getesteten Antibiotika keine ausreichende Wirksamkeit mehr zeigen [Meinen et al., 2021; Bigus et al., 2021] (Tabelle 4).
Da Clindamycin auch bei den Anaerobiern sehr hohe Resistenzquoten aufweist (Tabelle 4) [Bigus et al., 2023], wird in verschiedenen Publikationen der Einsatz dieses Antibiotikums im zahnmedizinischen Bereich auch aus mikrobiologischen Gründen sehr kritisch gesehen [Heim et al., 2017; Fischer et al. 2025; Schmid et al., 2026]. Resistenzuntersuchungen bei anaeroben Keimen wurden bisher fast ausschließlich in der Parodontologie durchgeführt [Jepsen et al., 2021], im Zusammenhang mit odontogenen Infektionen gibt es dazu nur wenige Daten [Bigus et al., 2023; Neckel et al., 2025].
Nur in der Studie von Meinen et al. wurden neben Abstrichen aus dem stationären Bereich auch Abstriche aus zahnärztlichen Praxen einbezogen. Da die Untersuchungen bereits zwischen 2012 und 2019 durchgeführt wurden, fehlen aktuelle Vergleichswerte [Meinen et al., 2021]. Allerdings zeigt sich im ambulanten als auch stationären Sektor, dass praktisch alle gängigen oralen Antibiotika keine oder nur eine sehr unsichere Wirksamkeit gegen Staph. aureus zeigen. Bei den Makroliden, die ja zur „Watch“-Gruppe gehören, gilt dies auch für die Streptokokken.
Im Gegensatz zu den Daten aus den Kliniken sind die Resistenzraten der Standardpenicilline und Aminopenicilline bei den Streptokokken in den Praxen mit weniger als drei Prozent sehr gering (Tabelle 5). Kombinationen von Aminopenicillinen mit Betalaktamasehemmern wurden leider nicht in die Studie von Meinen et al. einbezogen. Möglicherweise liegt der Grund darin, dass deren Anteil an den zahnärztlichen Antibiotikaverordnungen im Untersuchungszeitraum zwischen 2012 und 2019 noch deutlich unter zehn Prozent lag (Tabelle 2) [Albrecht et al., 2024].
In der Gesamtschau der vorliegenden Resistenzquoten bieten sich am ehesten Aminopenicilline mit einem Betalaktamasehemmer als wirksame Alternativen an [Zirk et al., 2016; Grillo et al., 2025]. Bei den Kombinationspräparaten sollte jedoch berücksichtigt werden, dass Ampicillin-Sulbactam nur zur intravenösen Anwendung vorliegt und Amoxicillin-Clavulansäure im Vergleich zu Amoxicillin als Einzelwirkstoff neben der bereits erwähnten höheren Lebertoxizität auch häufigere Hautreaktionen und insgesamt deutlich mehr gravierende Nebenwirkungen hervorruft [Thornhill et al, 2019; Ammendolia et al., 2025]. Moxifloxacin hat zwar ein ähnliches Wirkspektrum wie Amoxicillin-Clavulansäure und muss nur einmal pro Tag eingenommen werden [Diz Dios et al., 2006], allerdings wird auch über schwere kardiovaskuläre Nebenwirkungen (QT-Verlängerung, kardiale Arrhythmien) sowie Aortenaneurysmen und -dissektionen berichtet [Gorelik et al., 2019].
Schlussfolgerungen
Obwohl sich die Anzahl der gesetzlich Versicherten in Deutschland in den vergangenen Jahren erhöht hat, wurden im ärztlichen Sektor seit 2012 12 Prozent weniger Antibiotika verordnet, während es im zahnärztlichen Bereich eine Zunahme um 1,5 Prozent gab.
Vor diesem Hintergrund sollte jede Indikation zum Antibiotikaeinsatz bei der Therapie und Prophylaxe in der Zahnmedizin im Sinne des ABS nach rationalen und nachvollziehbaren Kriterien überprüft werden. Während die Verordnungen von Amoxicillin-Clavulansäure steil nach oben gehen, verliert Clindamycin immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund des ungünstigen Nebenwirkungsprofils und der deutlich höheren Resistenzquoten von Clindamycin zu begrüßen.
Standardpenicilline und Metronidazol sind im stationären Bereich kaum mehr wirksam. Makrolide und Moxifloxacin, die zur „Watch“-Gruppe gehören, sind aufgrund der sehr hohen Resistenzquoten beziehungsweise des Nebenwirkungsprofils als Therapiealternative eher nicht empfehlenswert.
Infektionen mit Beteiligung von Staph. aureus stellen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich aufgrund der hohen Resistenzquoten eine besondere therapeutische Herausforderung im zahnärztlichen und MKG-Bereich dar.
Der Fokus zukünftiger zahnärztlicher Antibiotikastudien sollte darauf liegen, zusätzlich zu den Klinikstudien möglichst viele Daten zur Resistenzsituation im ambulanten Sektor (zahnärztliche Praxen, MVZ, Klinikambulanzen) zu gewinnen und verstärkt die Resistenzsituationen bei den Anaerobiern in den Blick zu nehmen.
Literaturliste
Albrecht, H., Schiegnitz, E. und F. Halling. Facts and trends in dental antibiotic and analgesic prescriptions in Germany, 2012–2021. Clin Oral Invest, 2024. 28: 100.
Ammendolia, I., Mannucci, C., Esposito, E., Calapai, G., Currò, M., Midiri, P., Cardia, L. und F. Calapai. Hepatotoxicity and antimicrobial resistance to amoxicillin and amoxicillin/clavulanic acid: Data Analysis from EudraVigilance. Molecules, 2025. 30(18):3825.
Andres, E., Szecsenyi, J., Garbe, K., Hartmann, J., Petruschke, I., Schulz, M., Sturm, H., Altiner, A., Bornemann, R., Gastmeier, P., Schneider, S., Schulz, R., Wollny, A. und P. Kaufmann-Kolle. Rationaler Antibiotika-Einsatz: Impulse für den hausärztlichen Versorgungsalltag (Symposium-Bericht). ZFA, 2020. 96:109–115.
Bigus, S., Russmüller, G., Starzengruber, P., Reitter, H. und C.L. Cacher. Antibiotic resistance of the bacterial spectrum of deep space head and neck infections in oral and maxillofacial surgery - a retrospective study. Clin Oral Investig, 2023. 27(8):4687-4693.
Böttger, S., Zechel-Gran, S., Schmermund, D., Streckbein, P., Wilbrand, J.F., Knitschke, M., Pons-Kühnemann, J., Hain, T., Weigel, M., Imirzalioglu, C., Howaldt, H.P., Domann, E. und S. Attia. Clinical relevance of the microbiome in odontogenic abscesses. Biology (Basel), 2021.10(9):916.
Bundesministerium für Gesundheit. Gesetzliche Krankenversicherung-Mitglieder, mitversicherte Angehörige und Krankenstand-Jahresdurchschnitt 2012. www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Statistiken/GKV/Mitglieder_Versicherte/KM1_JD_2012.pdf (Letzter Zugriff am 24.05.2026).
Bundesministerium für Gesundheit. DART 2030. Berlin, 2023. www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/A/Antibiotika-Resistenz-Strategie/DART_2030_bf.pdf (letzter Zugriff am 24.05.2026).
Chen, V.L., Rockey, D.C., Bjornsson, E.S., Barnhart, H. und J. H. Hoofnagle. Drug-induced liver injury network investigators. Incidence of idiosyncratic drug-induced liver injury caused by prescription drugs. Drug Saf, 2025. 48(2):151-160.
Cirkel, L.L., Herrmann, J. M, Ringe, l C., Wöstmann, B. und K. Kostev. Antibiotic prescription in dentistry: Trends, Patient Demographics, and Drug Preferences in Germany. Antibiotics (Basel), 2025. 14(7):676.
Daubländer, M. und K. Höcherl. Oral- und Dentalerkrankungen. In: Ludwig, W.D., Mühlbauer, B. und R. Seifert (Hrsg.) Arzneiverordnungs-Report 2025. Springer, Berlin, Heidelberg 2026. S. 811-826.
Deutsches Netzwerk gegen Antimikrobielle Resistenzen. Unterstützung aus dem Parlamentarischen Raum. dnamr.de/aktuelles-publikationen/details/unterst%C3%BCtzung-aus-dem-parlamentarischen-raum.html (letzter Zugriff: 23.05.2026).
Diz Dios, P., Tomás Carmona, I., Limeres Posse, J., Medina Henríquez, J., Fernández Feijoo, J. und M. Alvarez Fernández. Comparative efficacies of amoxicillin, clindamycin, and moxifloxacin in prevention of bacteremia following dental extractions. Antimicrob Agents Chemother, 2006. 50(9): 2996-3002.
Enners, S., Paschke, V., Ajanovic, K., Zawinell, A., Niepraschk-von Dollen, K. und M. Thiede. Der GKV-Arzneimittelmarkt: Klassifikation, Methodik und Ergebnisse 2025. Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Berlin 2025.
European Union. Council Recommendation on stepping up EU actions to combat antimicrobial resistance in a One Health approach 2023/C 220/01. eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/ (Letzter Zugriff: 04.07.2026).
Fischer, M., Rödel, J., Schultze-Mosgau, S. und K. Tolksdorf. Clinical impact of antibiotic resistance in odontogenic infections: a 12-year analysis of 740 cases. Clin Oral Investig, 2025. 29(12):597.
Gorelik, E., Masarwa, R., Perlman, A., Rotshild, V., Abbasi, M., Muszkat, M. und I. Matok. Fluoroquinolones and Cardiovascular Risk: A Systematic Review, Meta-analysis and Network Meta-analysis. Drug Saf, 2019. 42(4):529-538.
Gornyk, D., Bornemann, R. und S. Castell. Aktuelle Projekte zum rationalen Antibiotikamanagement im ambulanten Bereich in Deutschland. Mikrobiologe, 2019. 29:31–34.
Gresser, U. Amoxicillin-Clavulansaure als mögliche Ursache schwerer Lebererkrankungen. Deutsch Arztebl, 2002. 99(8):505-507.
Grillo, R., Caixeta L, Brozoski M und F. Melhem-Elias. Global trends in the microbial profile of odontogenic infections and its practical implications: A 70-year narrative review. Oral Maxillofac Surg, 2025. 29(1):130.
Halling, F. Zahnärztliche Antibiotikaverordnungen: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Zahnärztl Mitt, 2010. 100(9):50 – 55.
Halling, F. und B. Kronenberger. Penicillinallergie: eine medizinische Herausforderung. MKG-Chirurg, 2025. 18:218-225.
Halling, F., Lutz, R. und L. Meisgeier. Trends in adverse drug reaction reporting by dentists: a 15-year analysis of German pharmacovigilance data. Clin Oral Investig, 2026. 30(5):204.
Heider, J. und B. Al-Nawas. Odontogene Infektionen. In: Al-Nawas B, Eickholz P, Hülsmann M (Hrsg.) Antibiotika in der Zahnmedizin. Quintessenz, Berlin 2021.
Heim, N., Faron, A., Wiedemeyer, V., Reich, R. und M. Martini. Microbiology and antibiotic sensitivity of head and neck space infections of odontogenic origin. Differences in inpatient and outpatient management. J Craniomaxillofac Surg, 2017. 45(10):1731-1735.
Heim, N., Jürgensen, B., Kramer, F.J. und V. Wiedemeyer. Mapping the microbiological diversity of odontogenic abscess: are we using the right drugs? Clin Oral Investig, 2021. 25(1):187-193.
Jepsen, K., Falk, W., Brune, F., Fimmers, R., Jepsen, S, und I. Bekeredjian-Ding. Prevalence and antibiotic susceptibility trends of periodontal pathogens in the subgingival microbiota of German periodontitis patients: A retrospective surveillance study. J Clin Periodontol, 2021. 48(9):1216-1227.
Kern, W.V. Bakterielle und virale Infektionserkrankungen und Mykosen. In: Ludwig, WD., Mühlbauer, B. und R. Seifert (Hrsg.) Arzneiverordnungs-Report 2025. Springer, Berlin Heidelberg 2026.
Kumar, T., Prakash, J., Ahire, J.S., Pal, A., Pawar, D. und A. Sharma. Effectiveness and safety of co-amoxiclav in dental infections: a multicenter, real-world study. Annals of Medicine and Medical Sciences (AMMS), 2025. 4:670-677.
Ludwig, W.D., Mühlbauer, M, und R. Seifert. Arzneiverordnungs-Report 2025. Springer, Berlin 2026.
Meinen, A., Reuss, A., Willrich, N., Feig, M., Noll, I., Eckmanns, T., Al-Nawas, B. und R. Markwart. Antimicrobial resistance and the spectrum of pathogens in dental and oral-maxillofacial infections in hospitals and dental practices in Germany. Front Microbiol, 2021.12:676108.
Meštrović, T., Haller, S., Robles Aguilar, G., Meinen, A., Gershberg Hayoon, A., Geffers, C., Dörre, A., Abu Sin, M., Gray, A.P., Swetschinski, L.R., Ikuta, K.S., Chung, E., Wool, E.E., Han, C., Araki, D.T., Hsu, R., Dolecek, C., Eckmanns, T. und Naghavi, M. Antimicrobial resistance burden landscape in Germany in 2019: a comparative country-level estimation. JAC Antimicrob Resist, 2025. 7(4):dlaf142.
Neckel, N., Ohm, C., Wagendorf, O., Kielburg, U., Tröltzsch, D., Wüster, J., Preißner, S., Ronchi, F., Beck-Broichsitter, B., Heiland, M. und S. Nahles. Swabs versus native specimens in severe head and neck infections: a prospective pilot study and suggestions for clinical management. Oral Maxillofac Surg, 2025. 29(1):81.
Querbach, C., Feihl, S., Biedermann, T., Buisch, D. Renz, H. und Brockow, K. Penicillinallergie–echt oder vermeintlich? MMWFortschrMed, 2024. 166:52–60.
Renk, H., Dogan, Ö., Klein, W., Neubert J., Tillmann, R. und J. Pfeil. Antibiotische Therapie in der ambulanten Pädiatrie. Monatsschr Kinderheilkd, 2026. 174 (Suppl 1), 1–19.
Robert Koch-Institut (RKI). Welt-Antibiotikawoche 2025: Aktuelle Trends zu Antibiotikaresistenz und -verbrauch in Deutschland. Stand: 17.11.2025. www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Antibiotikaresistenz/waaw-2025.html (letzter Zugriff: 24.06.2026).
Robert Koch-Institut (RKI). Surveillance ambulanter Antibiotikaverbrauch (SAMBA). Stand: 28.04.2026. www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Antibiotikaresistenz/Aktivitaeten-des-RKI/SAMBA.html (Letzter Zugriff am 24.05.2026).
Schmid, A.I., Werkmeister, R., Al-Nawas, B. und J. Heider. Antibiotic resistance in odontogenic infections: a systematic review of current evidence and implications for guideline-based therapy. Clin Oral Investig, 2026. 30(5):183.
Schwabe, H.U. Zahnärztliche Arzneiverordnungen. In: Schwabe, HU, Paffrath, D. (Hrsg.) Arzneiverordnungs-Report 2013. Springer, Berlin Heidelberg 2013
Søndenbroe, R., Markvart, M., Belstrøm, D., Hertz, F.B., Bjarnsholt, T., Nielsen, C.H., Andersen, S.W.M, und S.S. Jensen. Results of bacterial cultivation are infrequently utilized in the treatment of patients hospitalized with severe odontogenic infections - a retrospective cohort study. J Oral Microbiol, 2025. 17(1):2603683.
Statista. Zahl der Mitglieder und Versicherten der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in den Jahren 2021 bis 2025. de.statista.com/statistik/daten/studie/155823/umfrage/gkv-pkv-mitglieder-und-versichertenzahl-im-vergleich/ (Letzter Zugriff am 24.05.2026).
Thompson, W., Teoh, L., Hubbard, C.C., Marra, F., Patrick, D.M., Mamun, A., Campbell, A. und K. J. Suda. Patterns of dental antibiotic prescribing in 2017: Australia, England, United States, and British Columbia (Canada). Infect Control Hosp Epidemiol, 2022. 43(2):191-198.
Thornhill, M.H., Dayer, M.J., Durkin, M.J., Lockhart, P.B. und L.M. Baddour. Risk of adverse reactions to oral antibiotics prescribed by dentists. J Dent Res, 2019. 98(10):1081-1087.
Trubiano, J.A., Vogrin, S., Chua, K.Y.L., Bourke, J., Yun, J., Douglas, A., Stone, C.A., Yu, R., Groenendijk, L., Holmes, N.E. und E.J. Phillips. Development and validation of a penicillin allergy clinical decision rule. JAMA Intern Med. 2020, 180(5):745-752.
WHO. AWaRe classification of antibiotics for evaluation and monitoring of use, 2023.
Zirk, M., Buller, J., Goeddertz, P., Rothamel, D., Dreiseidler, T., Zöller, J.E. und M. Kreppel. Empiric systemic antibiotics for hospitalized patients with severe odontogenic infections. J Craniomaxillofac Surg, 2016. 44(8):1081-1088.












