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Chinesische Auswertung von US-Daten

Calcium senkt das Kariesrisiko

Der tägliche Calciumbedarf für Kinder unter vier Jahren liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 600 Milligramm pro Tag, für Vier- bis Siebenjährige bei 750 Milligramm. © Yulia - stock.adobe.com
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Wie stark Ernährungsgewohnheiten die Zahngesundheit im frühen Kindesalter beeinflussen, zeigt eine chinesische Auswertung von US-Daten. Auffällig war vor allem der Zusammenhang zwischen der Calciumaufnahme und frühkindlicher Karies.

Die Forschenden analysierten repräsentative Gesundheitsdaten der Jahre 2009–2010, 2011–2012 und 2013–2014 von 2.564 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren aus den USA, um die Aufnahme von Nährstoffen wie Calcium, Fett und Vitamin D zu erfassen und deren Effekte auf die Entstehung von ECC zu analysieren. Mithilfe multivariabler logistischer Regressionen wurden die unabhängigen Effekte von Faktoren wie Alter, Calcium-, Fett- und Vitamin-D-Aufnahme auf das Kariesrisiko ermittelt. Per Restricted Cubic Spline Regression wurde der nichtlinearen Zusammenhang zwischen der Calciumaufnahme und ECC untersucht und es wurden Schwellenwerte identifiziert.

347 der Kinder hatten Karies, Mädchen und Jungen etwa gleich häufig. An Karies litten bei den Zwei-, Drei-, Vier-, Fünf- und Sechsjährigen 6, 15, 24, 23 und 29 Prozent (p < 0,01). Dabei erkrankten die Kinder verstärkt ab vier Jahren an Karies, was nach Ansicht der Autoren eng mit der oralen Dysbiose zusammenhängt, die durch eine erhöhte Ernährungsautonomie verursacht wird. Es besteht zudem ein signifikanter Zusammenhang zwischen Stillen und Karies: 61 Prozent der Kinder, die gestillt worden waren, hatten Karies, bei den nicht-gestillten Kindern waren es nur 39 Prozent (p = 0,002). Die Wissenschaftler halten häufiges nächtliches Stillen für eine mögliche Erklärung.

Das ECC-Risiko steigt mit der Ernährungsautonomie

Dabei gab es zwischen den Gruppen mit und ohne Karies signifikante Unterschiede bei der Zufuhr von Energie (p = 0,039), Fett (p = 0,022), Vitamin D (p = 0,029) und Calcium (p = 0,021). Die durchschnittliche Energie- und Fettaufnahme war in der Karies-Gruppe etwas höher als in der kariesfreien Gruppe, die Zufuhr an Vitamin D und Calcium niedriger. In beiden Gruppen lag der mittlere BMI bei 16,1.

Kinder mit Karies nahmen mit 838 mg/Tag im Durchschnitt weniger Calcium zu sich als Kinder ohne Karies (893 mg/Tag). Es gab eine signifikante nicht-lineare Beziehung zwischen der täglichen Calciumaufnahme und dem Kariesrisiko. Ein Wendepunkt schien bei einer Aufnahme von 1.000 mg/Tag zu liegen: Das Kariesrisiko von Kindern, die weniger aufnahmen, sank bei einer Steigerung der Zufuhr deutlich. Bei einer Zufuhr über 1.000 mg/Tag gab es jedoch keinen nennenswerten weiteren Rückgang mehr.

„Diese Studie zeigt eine enge Verbindung zwischen ECC und der Ernährung, den Ernährungsmustern und dem oralen Mikrobiom“, bilanzieren die Forschenden. Eine Calciumaufnahme von 1.000 mg/Tag könne das ECC-Risiko erheblich senken, da sie das orale mikrobielle Gleichgewicht reguliert, etwa die Bildung von S.-mutans-Biofilmen hemmt. Fettreiche Diäten förderten hingegen die Vermehrung kariogener Mikroorganismen wie Bacteroidota und erhöhten so das Krankheitsrisiko.

Ren, L.-S. et al. (2026): The relationship between nutrition, diet, and early childhood caries: A cross-sectional study using 2009 to 2014 NHANES data. Medicine, 105(23), e49124. https://doi.org/10.1097/MD.0000000000049124

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