Zahnersatz: Digital Smile Design by Permadental

Dem Patienten zeigen, was möglich ist

Bei einem DSD-Event mit Permadental Mitte November in Köln präsentierte Zahntechniker Patrick Osterwijk die Möglichkeiten und Nutzen des Digital Smile Design sowie das Dental Planning Center.

Das Konzept Digital Smile Design bietet Zahnärzten und Zahntechnikern eine optimale Gelegenheit, ihren Patienten zu vermitteln, was beim Thema Zahnersatz möglich ist, und wie ihre zukünftige Versorgung aussehen kann. Und das nicht "nur" in 2D, sondern in 3D am Bildschirm und auch als geprintetes Modell. Die DSD-Variante, die das Unternehmen Permadental anbietet, ermöglicht den Anwendern viele Vorteile gegenüber des traditionellen Workflows.

Referent ZT Patrick Osterwijk betonte zu Beginn der Veranstaltung, dass die Betrachtung des kompletten Gesichts des Patienten sehr wichtig sei. "Schauen Sie nicht nur auf den Mund, das Gesamtbild muss hinterher stimmig sein", sagte Osterwijk. Damit das klappt, müsse die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Zahntechniker stimmen. Denn letzterer sieht den Patienten meist nicht, braucht für die Herstellung der Versorgung aber einen Plan. "Wenn Sie ein Haus bauen wollen, gehen Sie auch nicht zuerst zur Baufirma und beauftragen erst dann den Architekten, mit der Planung zu beginnen", verglich Osterwijk den Workflow.

Der traditionelle und der neue Workflow

Beim traditionellen DSD-Workflow muss der Zahnarzt ein Foto- und ein Videoprotokoll des Patienten anfertigen. Sechs verschiedene Fotos müssen aufgenommen werden. Danach erfolgt eine Planung über Keynote oder Powerpoint und schließlich wird das Wax-up erstellt. "Das 'Übersetzen' der 2D-Planung in das Wax-up ist der schwierigste Schritt", sagte Osterwijk. "Wenn man das alles richtig machen will, muss man sich ein komplettes Fotostudio einrichten." Neben der Schwierigkeit Wax-up-Erstellung nannte Osterwijk die zeitliche Beanspruchung von Zahnarzt und Zahntechniker als Nachteil der traditionellen Variante.

Beim Permadental DSD-Workflow werden nur drei Fotos benötigt: Das Gesicht des Patienten frontal, das Gesicht frontal mit Spreizer und die sogenannte "12-Uhr-Aufnahme", bei der der Patient auf einem Stuhl sitzt und leicht lächelnd nach oben in die Kamera schaut. "Die Fotos müssen mit offenem Biss gemacht werden. Lassen Sie genug Platz zwischen den Zähnen, damit Sie hinterher genug Raum für das Design haben", riet Osterwijk. Die Fotos müssten nicht hochauflösend sein, neben einer SLR-Kamera mit Blitz reichten auch Aufnahmen mit dem Smartphone oder dem Tablet. Es sei wichtig, dass der Patient bei jedem Foto in der gleichen Position abgelichtet wird. "Sie können den Patienten vor eine Wand stellen und ihm falls nötig zum Beispiel eine Handschuhbox in den Nacken legen. Damit vermeiden Sie, dass er seine Position verändert", sagte Osterwijk. Ebenfalls zu beachten sei, dass bei jeder Aufnahme das komplette Gesicht sichtbar ist. Das helfe bei der Kalibrierung.

Bearbeitung in 3D am Computer

Als wichtigsten Unterschied zwischen den beiden Workflows identifizierte Osterwijk die 3D-Planung am PC. Hier könne man in Ruhe alle Problembereiche beurteilen und erkennen, an welchen Stellen bei dem Design die Zähne verlängert oder ob gegebenenfalls auch chirurgische Veränderungen an der Gingiva vorgenommen werden müssen. "Hier können Sie auch direkt mit dem Patienten absprechen, was Sie optimalerweise alles anpassen würden. Der Patient kann dann unmittelbar entscheiden, welche Veränderungen er mitmachen möchte, und worauf er vielleicht eher verzichtet", sagte Osterwijk.

Auf dem vom Labor geprinteten 3D-Modell wird anschließend ein Putty-Schlüssel gefertigt. Mit diesem lässt sich im Patientenmund eine temporäre Versorgung erstellen, die es ermöglicht, die ästhetische Planung wirklich „in situ“ zu betrachten. DSD kann so dem Patienten und dem Zahnarzt helfen, sich für die ästhetisch beste Lösung zu entscheiden.

In Planung: den funktionellen Bedarf erfassen

Eine Erweiterung der Funktionalitäten ist bereits in Planung: Mit DSD 3D Functional wird nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Funktion optimal planbar sein. Mit Ober- und Unterkiefer-Wax-ups können die Okklusion und der funktionelle Bedarf des Patienten erfasst werden.

Auf www.dentalplanningcenter.de können Zahnärzte sich einen kostenlosen DSD-Account anlegen. Alle jemals bearbeiteten Fälle sind hier dauerhaft einsehbar, inklusive der eingesendeten Fotos.

Die DSD-Planung kostet 299 Euro pro Patient (inkl. MwSt., zzgl. Versand). Die DSD-Planung beinhaltet:

  • digitale Präsentation
  • geprintetes Modell
  • Puttyschlüssel