Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin

90 Prozent der Berliner Praxen leiden unter gestiegenen Energiekosten

von LL
Praxis
Wie die Realität in Berliner Arztpraxen derzeit aussieht, zeigt eine aktuelle Umfrage der KV Berlin unter mehr als 1.200 Praxen. Mehr als 90 Prozent der Umfrageteilnehmenden verzeichnen Kostensteigerungen.

Explodierende Energiekosten und die massiven Kostensteigerungen durch die hohe Inflation betreffen auch die Arztpraxen. Ohne staatliche Unterstützung werde sich die Situation in der ambulanten Versorgung weiter zuspitzen und es massive Beeinträchtigungen in der Patientenversorgung geben, warnt die KV Berlin. Um einen Überblick zu den steigenden Energiekosten in den Praxen zu erhalten, hatte sie eine Blitzumfrage gestartet.

Ergebnis:

als die Hälfte der gut 1.200 befragten Berliner Arzt- und Facharztpraxen hat von ihren Energieanbietern bereits Preisanpassungen erhalten. Dabei seien die Energiepreise jeweils mindestens um das Doppelte gestiegen, heißt es. Aber auch beim Einkauf von Medizinprodukten, technischen Geräten und Artikeln des täglichen Praxisbedarfs wie Hygienematerial, Ausgaben für Hausbesuche und Praxis-IT sind die Kosten im Laufe dieses Jahres gestiegen, zeigen die Umfrageergebnisse im Detail.

Um die Kosten niedrig zu halten, reizen die Praxen alles aus, was geht, informiert die KV Berlin. So werden etwa Geräte ausgeschaltet, Raumtemperatur und Lichtquellen reduziert, nur noch kaltes Wasser benutzt und Praxiszeiten reduziert. Viele Praxen prüfen demnach auch Leistungsreduzierungen, insbesondere Praxen, die viel Energie verbrauchen. Die meisten Praxen versuchen Energie zu sparen, wo es nur geht. Einige berichten aber auch, dass sie keine Einsparpotenziale mehr sehen. Als Konsequenz erwägen die Inhaber, Personal abzubauen, in kleinere Praxisräume umzuziehen oder sogar eine Praxisschließung beziehungsweise eine vorzeitige Praxisaufgabe.

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