BVD unterstützt mit Plattform bei Problemen mit OPG-Röntgenfilmen
Hintergrund ist, dass das Unternehmen Carestream, früher Kodak, die Produktion extraoraler Dentalfilme einstellt. Nach aktuellem Stand gibt es auf dem deutschen Markt damit keine Röntgenfilme für die extraorale Anwendung mehr. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Landeszahnärztekammern riefen daher Zahnarztpraxen, die mit dieser Technologie arbeiten, bereits zum Handeln auf. Angesichts des sich abzeichnenden dauerhaften Mangels an analogen Produkten empfiehlt die Landeszahnärztekammer Sachsen, einen Umstieg auf digitale Bildgebungsverfahren zu prüfen.
Auch der Bundesverband Dentalhandel (BVD) sieht insbesondere für Praxen, die für Übersichts-Bildgebungen weiterhin auf analoge Panoramaschichtaufnahmen (OPG) setzen, Handlungsbedarf. Da zeitlicher Vorlauf für den Aufbau umfassender Sicherheitsbestände gefehlt habe und internationale Bezugsquellen regulatorisch nicht kurzfristig einsetzbar seien, drohten diagnostische Lücken im Praxisalltag.
Übersicht über aktuelle Branchenlösungen
Um betroffenen Praxisinhaberinnen und Praxisinhabern zu helfen, hat der BVD nun eine zentrale Informationsplattform ins Leben gerufen. Unter www.bvdental.de/service/roentgenangebote/ finden Praxisinhaberinnen und -inhaber eine kuratierte, herstellerübergreifende Übersicht aktueller Branchenlösungen.
Wie der BVD weiter mitteilte, präsentiert er auf der neuen Plattform konkrete Sonderaktionen für einen nahtlosen Wechsel auf digitale Workflows. Das Spektrum reiche von wirtschaftlichen Speicherfolien-Systemen, die etablierte Arbeitsabläufe nahezu unverändert beibehalten, bis hin zu Komplett- und Austauschpaketen für moderne digitale 2D- und 3D-Röntgengeräte. Ergänzt würden die technischen Angebote durch praxisnahe Leasing-Modelle, bei denen sich Investitionsraten am tatsächlichen OPG-Aufkommen orientieren.
„Mit unserer Plattform bündeln wir die aktuellen Marktoffensiven neutral an einer Stelle. So können sich Praxisinhaber vorab einen fundierten Überblick verschaffen, ohne mühsam einzelne Angebote vergleichen zu müssen“, erklärte Marcus Hoffmann, Geschäftsführer des BVD.
Sondierung verbliebener Hersteller
Wie der Verband weiter mitteilte, stehe er parallel dazu im Austausch mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Ziel sei es, Praxen, die mit analogen OPG-Filmen arbeiten, weiterhin diese Filme anzubieten. Besonderen Raum nähme dabei derzeit die intensive Sondierung von verbliebenen Herstellern von OPG-Filmen zur Bereitstellung ihrer Produkte auf dem deutschen Markt ein, so der BVD.


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