Die ePA ist im Praxisalltag noch nicht angekommen
Im Rahmen ihrer Ad-hoc-Befragungsreihe „Im Fokus“ befragte die Stiftung Gesundheit im vierten Quartal 2025 insgesamt 665 niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten unter anderem nach ihren Erfahrungen mit der Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA). „Die Ergebnisse sind ernüchternd: Fast zwei Drittel der Ärzte berichten, dass es ‚eher schlecht‘ oder ‚gar nicht‘ laufe. 20,3 Prozent bezeichnen den aktuellen Stand als ‚mittel‘. Lediglich 16,3 Prozent bewerten die praktische Nutzung als ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘“, schreibt die Stiftung in ihrem Ergebnisreport.
ePA-Hürden: Zeitaufwand, technische Probleme und umständliche Abläufe
Mehr als die Hälfte der Befragten (54,6 Prozent) nannten den hohen Zeitaufwand im Sprechstundenalltag als Hauptgrund für die schleppende Nutzung der ePA. Über ein Drittel empfanden die mit der ePA verbundenen Praxisabläufe als zu umständlich (38,2 Prozent) und eine ähnlich große Gruppe berichtete über technische Probleme bei der TI- oder ePA-Anbindung.
Als Fazit aus den Befragungsergebnissen schreibt die Stiftung Gesundheit: „Ein Jahr nach dem Start in den Modellregionen ist die ePA formal eingeführt, nur im Versorgungsalltag weiterhin noch nicht angekommen.“
Die Fragen zur ePA waren Teil einer Umfrage zur Umsetzung der datengestützten Prävention nach § 25b SGB V. Die Ergebnisse finden Sie hier.
Für die aktuelle Befragung erhielten insgesamt 10.000 niedergelassene Hausärzte, Fachärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten aus dem Strukturverzeichnis der Versorgung eine Einladung zur Online-Befragung. Zusätzlich wurden 2.876 Ärzte angeschrieben, die regelmäßig an der Befragung teilnehmen. Ausgeweret wurden 669 valide Fragebögen (Rücklaufquote 5,2 Prozent). Die Umfrage wurde von 3. bis 10. Dezember 2025 durchgeführt und die Ergebnisse sind repräsentativ mit einem Konfidenzniveau von 99% (Konfidenzintervall < ± 5%).





