Drei von vier getesteten PVS zeigen Schwachstellen
Vier exemplarische Praxisverwaltungssysteme (PVS) wurden mittels Penetrationstests untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz unterschiedlicher Technologien bei drei von vier untersuchten Produkten die Verkettung einzelner Schwachstellen einen Angriff aus dem Internet ermöglicht.
Die Schwachstellen waren unter anderem: Keine Verwendung von Verschlüsselungsverfahren bei der Datenübertragung oder auch die Verwendung veralteter und daher unsicherer Verschlüsselungsalgorithmen. Die identifizierten Schwachstellen wurden an die jeweiligen Hersteller kommuniziert und von diesen unverzüglich bearbeitet, heißt es.
Die begleitend zum Abschlussbericht veröffentlichten Empfehlungen sollen helfen, die Verkettung zu unterbrechen und die Sicherheit der PVS weiter zu stärken.
Nutzerauthentifizierung und -autorisierung sind weiterhin größte Herausforderung
Mit einem vergleichbaren Vorgehen wurde auch die IT-Sicherheit von digitalen Pflegedokumentationssystemen untersucht. Bei der Testung von drei exemplarischen Produkten fielen insbesondere Schwachstellen bei der Kommunikationsverschlüsselung, der Authentifizierung und der Prüfung von Software-Updates auf. Auch architektonische Schwachstellen, die eine sichere und effektive Nutzerautorisierung unmöglich machen, wurden entdeckt und kommuniziert, schreibt das BSI.
Für die sichere Verwendung von Gesundheitsdaten bedarf es einer hohen Sicherheit bei den verschiedenen zentralen Softwareprodukten. Sei es das Krankenhausinformationssystem, das Praxisverwaltungssystem oder das Pflegedokumentationssystem – Nutzerauthentifizierung und -autorisierung stellen weiterhin eine Herausforderung dar, schreibt das BSI in seiner Mitteilung dazu. Das Bundesamt veröffentlicht zusammen mit den Testergebnissen begleitende Empfehlungen, die dabei unterstützen sollen, die IT-Sicherheit dieser Produkte künftig zu stärken.








