„Duales System: Reformieren statt demolieren“
Die Diskussion über unterschiedliche Zugänge zur (fach-)ärztlichen Versorgung darf aus Sicht der BZÄK nicht dazu führen, tragfähige Strukturen zu schwächen, die seit Jahrzehnten zur hohen Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens beitragen. Entscheidend sei, die Versorgung aller Patientinnen und Patienten zu verbessern.
„Das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung (GKV und PKV) hat sich über Jahrzehnte bewährt„, betont BZÄK-Präsidentin Präsidentin Dr. Romy Ermler. „Es sichert die Finanzierung, Qualität und Innovationsfähigkeit der (zahn-)medizinischen Versorgung und trägt dazu bei, die Folgen des demografischen Wandels im Gesundheitswesen abzufedern. Gerade die private Krankenversicherung ist eine finanziell stabile und demografiefeste Säule des Systems.“
Die Stärken des Systems für die Zukunft sichern
Zugleich weist die BZÄK auf die bekannten negativen Folgen rein staatlich organisierter Gesundheitssysteme hin: „Neun von zehn Praxen des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes NHS nehmen keine neuen erwachsenen Patientinnen und Patienten auf.“
Die gesundheitspolitischen Herausforderungen ließen sich nicht dadurch bewältigen, dass wir das duale Gesundheitssystem infrage stellen. Erler: „Vielmehr gilt es, seine Stärken für die Zukunft zu sichern und für die Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen.“
Generelle strukturelle Reformen angehen
Dafür bedürfe es genereller struktureller Reformen, die die Probleme der Menschen adressieren. Zugleich müssten Prävention und Eigenverantwortung gestärkt werden. Nicht nur bei der Frage des Zugangs zur Versorgung liefere die Zahnmedizin zahlreiche positive Beispiele.
Die BZÄK appelliert daher an die Bundesregierung, die wichtige Funktion der privaten Krankenversicherung als unerlässlichen Bestandteil eines leistungsfähigen Gesundheitswesens anzuerkennen: „Deutschland braucht keine gesundheitspolitischen Experimente mit ungewissem Ausgang. Deutschland braucht ein klares Bekenntnis zu einem reformierten, starken und zukunftsfesten dualen Gesundheitssystem.“


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