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Forschende können Viren beim Scheitern zusehen

von ck/LL/mg/nb/pr
Gesellschaft
Forschende aus Zürich haben Viren bei einer Tröpfcheninfektion auf ihrem Weg durch Gesichtsmasken verfolgt und ihr Scheitern an den Filterschichten verschiedener Maskentypen miteinander verglichen.

9. Dezember

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Forschende können Viren beim Scheitern zusehen

Forschende aus Zürich haben Viren bei einer Tröpfcheninfektion auf ihrem Weg durch Gesichtsmasken verfolgt und ihr Scheitern an den Filterschichten verschiedener Maskentypen miteinander verglichen.

Mittels Hochdruck wird die rotgefärbte künstliche Speichelflüssigkeit mit Testpartikeln durch eine aufgespannte Maske gejagt und der Vorgang einer Tröpfcheninfektion simuliert. Das an der am Forschungsinstitut Empa der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelte Verfahren wird gerade von Testzentren eingesetzt, um die Qualitätssicherung von Gesichtsmasken zu gewährleisten.


Denn eine sichere Maske muss Keime abhalten, spritzenden Speicheltropfen standhalten und gleichzeitig die Atemluft passieren lassen.


Video des Testverfahrens:



„Aufnahmen mittels Transmissionselektronenmikroskop lassen erkennen, dass einigen wenigen Viruspartikeln der Weg bis in die innerste Maskenschicht nah am Gesicht gelingt. Ob diese Viren aber noch infektiös sind, verraten die Bilder nicht immer”, sagt Peter Wick von der Empa.

An welcher Schicht scheitert ein Virus an der Maske?

Die Forschenden wollen daher herausfinden, an welcher Stelle ein Virus bei einer Tröpfcheninfektion an einer mehrschichtigen Maske scheitert und welche Maskenbestandteile effizienter sein müssten. „Hierzu werden neue Analyseverfahren benötigt, um die Schutzfunktion neu entwickelter Technologien wie virusabtötende Beschichtungen genau verstehen zu können”, sagt Wicks Kollege René Rossi.

Das ist ein Ziel des Projekts „ReMask”, bei dem Forschung, Industrie und Gesundheitswesen mit der Empa im Kampf gegen die Pandemie neue Konzepte für bessere, komfortablere und nachhaltigere Gesichtsmasken entwickeln. Das neue Verfahren baut auf den Farbstoff Rhodamin R18, der farbiges Licht abstrahlt.

Die Viren leuchten farbig auf, sobald sie beschädigt sind

Zum Einsatz kommen ungefährliche, inaktivierte Testviren, die an R18 gekoppelt werden und so zu sterbenden Schönheiten werden: Sie leuchten farbig auf, sobald sie beschädigt sind. „Die Fluoreszenz zeigt zuverlässig, schnell und kostengünstig an, wenn Viren abgetötet wurden”, erklärt Wick.

Anhand der Intensität, mit der eine Maskenschicht leuchtet, konnte das Team feststellen, dass bei Stoff- und Hygienemasken die meisten Viren in der mittleren Schicht zwischen Innen- und Außenlage der Maske scheitern. Bei FFP2-Masken leuchtete die dritte von sechs Lagen am stärksten – auch hier fängt die zentral gelegene Schicht besonders viele Viren ab.

Diese Erkenntnisse sollen nun zur Optimierung von Gesichtsmasken eingesetzt werden und die Entwicklung von virusinaktivierenden Oberflächen beschleunigen. „Oberflächen mit antiviralen Eigenschaften müssen gewissen ISO-Normen entsprechen, was aufwendige Standardtests mit sich bringt”, erläutert Wick.

Kann eine neue Beschichtung Viren zuverlässig abtöten?

Das Fluoreszenz-Verfahren könne hingegen einfacher, schneller und kostengünstiger ermitteln, ob eine neuartige Beschichtung Viren zuverlässig abtöten kann. Dies wäre sowohl für glatte Oberflächen etwa auf Arbeitsplatten oder Handgriffen interessant, als auch für Beschichtungen auf Textilien mit einer porösen Oberfläche wie etwa Masken oder Filtersystemen.

Mit dem neuen Verfahren werde die Einführung neuer Produkte beschleunigt, da nur erfolgversprechende Kandidaten die aufwendigen und kostenintensiven Normtests durchlaufen.


Furer, L.A., Clement, P., Herwig, G. et al. A novel inactivated virus system (InViS) for a fast and inexpensive assessment of viral disintegration. Sci Rep 12, 11583 (2022).https://www.nature.com/articles/s41598-022-15471-5 _blank external-link-new-window

8. Dezember

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Omikron-Ursprung wurde "einfach übersehen"

Vor einem Jahr wurde Omikron als neue Variante von SARS-CoV-2 erstmals in Südafrika entdeckt. Eine Studie der Charité zeigt jedoch, dass es Vorläufer in Afrika schon vor dem ersten Nachweis gab. Die Entwicklung von Omikron wurde also einfach übersehen.

Erstmals Mitte November 2021 bei einem Patienten in Südafrika nachgewiesen, erreichte die später als Omikron BA.1 bezeichnete Variante innerhalb weniger Wochen 87 Länder der Erde. Bis Ende Dezember 2021 hatte sie das zuvor dominierende Delta-Virus weltweit verdrängt. Seither wird über den Ursprung dieser sich so rasant ausbreitenden Variante spekuliert.

Diskutiert werden vorrangig zwei Hypothesen: Entweder sei das Coronavirus vom Menschen auf ein Tier übergesprungen und habe sich dort weiterentwickelt, bevor es als Omikron wieder einen Menschen infizierte. Oder das Virus habe in einem Menschen mit unterdrücktem Immunsystem für längere Zeit überdauert und sich dort verändert. Eine neue Auswertung von COVID-19-Proben, die schon vor der Omikron-Entdeckung in Südafrika gesammelt worden waren, widerspricht nun beiden Annahmen.

Durchgeführt wurde die

https://www.science.org/doi/10.1126/science.add8737#tab-citations - external-link-new-window

von einem internationalen Forschungsteam um Prof. Jan Felix Drexler, Wissenschaftler am Institut für Virologie der Charité und am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Innerhalb des europäischen und panafrikanischen Netzwerks maßgeblich beteiligt waren die Universität Stellenbosch in Südafrika und das Referenzlabor für hämorrhagische Fieber in Benin.

Die WissenschaftlerInnen entwickelten zunächst einen speziellen PCR-Test, um die Omikron-Variante BA.1 spezifisch nachweisen zu können. Ihn unterzogen sie mehr als 13.000 Proben aus 22 Ländern Afrikas, die zwischen Mitte 2021 und Anfang 2022 abgestrichen worden waren. Dabei fanden sie Viren mit Omikron-spezifischen Mutationen bei 25 Menschen aus sechs verschiedenen Ländern, die bereits im August und September 2021 an COVID-19 erkrankt waren – also zwei Monate vor dem ersten Nachweis der Variante in Südafrika.

Um mehr über die Entstehung von Omikron herauszufinden, entschlüsselten die Forschenden zusätzlich bei rund 670 Proben das virale Erbgut. So entdeckte das Team mehrere Viren, die unterschiedlich starke Ähnlichkeiten mit Omikron aufwiesen, aber eben nicht identisch waren.

„Unsere Daten zeigen, dass Omikron verschiedene Vorläufer hatte, die sich miteinander mischten und zur selben Zeit und über Monate hinweg in Afrika zirkulierten“, erklärt Drexler. „Das deutet auf eine graduelle Evolution der BA.1-Omikron-Variante hin, während der sich das Virus immer besser an die vorhandene Immunität der Menschen angepasst hat.“ Aus den PCR-Daten folgern die Forschenden darüber hinaus, dass Omikron zwar nicht allein in Südafrika entstand, dort aber als erstes das Infektionsgeschehen dominierte und sich dann innerhalb weniger Wochen von Süd nach Nord über den afrikanischen Kontinent ausbreitete.

„Das plötzliche Auftreten von Omikron ist also nicht auf einen Übertritt aus dem Tierreich oder die Entstehung in einem immunsupprimierten Menschen zurückzuführen, auch wenn das zusätzlich zur Virusentwicklung beigetragen haben könnte“, sagt Drexler. „Dass wir von Omikron überrascht wurden, liegt stattdessen am diagnostischen blinden Fleck in großen Teilen Afrikas, wo vermutlich nur ein Bruchteil der SARS-CoV-2-Infektionen überhaupt registriert wird. Die Entwicklung von Omikron wurde also einfach übersehen.“

Alle Forschungsergebnisse sind im Fachmagazin Science veröffentlicht.

Fischer C et al. Gradual emergence followed by exponential spread of the SARS-CoV-2 Omicron variant in Africa. Science 2022 Dec 01.https://www.science.org/doi/10.1126/science.add8737 _blank external-link-new-window

5. Dezember

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Bodenproben sind mit Desinfektionsmitteln Belastet

Desinfektionsmittel sind allgegenwärtig. Eine Studie zeigt, dass ihre Wirkstoffe sich fast überall im Boden nachweisen lassen – und warnt vor einem negativen Effekt auf die Zahl der Antibiotikaresistenzen.

Ein Forscherteam der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen und des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) ist der Frage nachgegangen, welchen Effekt der Gebrauch von Desinfektionsmitteln auf die Umwelt hat.

In der breit angelegten Studie untersuchten sie das Vorkommen wichtiger Wirkstoffe von Desinfektionsmitteln und Tensiden, den Quartären Alkylammoniumverbindungen (QAAV), in hessischen Böden. Das Untersuchungsgebiet erstreckte sich über das gesamte Bundesland, das mit einer Fläche von 21.225 Quadratkilometern etwa 6 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands ausmacht.

Die Proben umfassten 52 Oberbodenproben verschiedener Landnutzungsarten: 26 Acker-, 18 Grünland-, sechs Wald- und zwei Weinbergproben. An den Waldstandorten wurden zusätzlich zu den Bodenproben sechs Proben der organischen Schichten analysiert. Weiterhin wurde eine Probe eines Hochwassersediments aus dem Rhein untersucht, das sich auf einem der Grünlandstandorte abgelagert hatte. Ergänzend wurden vier zusätzliche Proben von Schwemmlandböden aus anderen Auenstandorten (eine Acker- und drei Grünlandproben) sowie zwei Proben an einem Grünlandstandort entnommen, der bei Starkregenereignissen regelmäßig mit abwasserhaltigem Wasser überflutet wird.

Ergebnis: In 97 Prozent der 65 untersuchten Bodenproben konnten QAAV nachgewiesen werden. Dabei zeigte sich, dass sowohl Acker- als auch Grünland-, Wald- und Weinbaustandorte mit dem Fremdstoff belastet waren. Die Gehalte der Desinfektionsmittel überschritten teilweise Werte von 1 Milligramm pro Kilogramm und liegen damit zwei bis drei Größenordnungen oberhalb von Gehalten, wie sie für Arzneimittel und Antibiotika in Böden nachgewiesen wurden.

Problematisch an QAAV und deren Vorkommen in der Umwelt ist nach Angaben der AutorInnen: Sie können Antibiotikaresistenzen verursachen. „Eine Verbreitung dieser Desinfektionsmittelgruppe in Böden ist deshalb kritisch zu sehen und könnte – wie der missbräuchliche Einsatz von Antibiotika – das Problem der Antibiotikaresistenzen zusätzlich verschärfen”, schreiben sie. Da die Stoffgruppe der QAAV analytisch nur schwer zugänglich ist, stehe die Forschung zu deren Verbreitung und Effekten in Böden noch ganz am Anfang.

Überraschend war für die Forschenden, dass QAAV selbst in Waldböden nachgewiesen werden konnten, obwohl dort ein unmittelbarer Eintrag durch Überschwemmungen oder beispielsweise über Gülle-, Klärschlamm- oder Pestizidausbringung wie auf landwirtschaftlichen Flächen allgemein nicht gegeben ist. „Ob und in welcher Weise die teils sehr hohen QAAV-Gehalte in hessischen Böden zu Resistenzen in Mikroorganismen und Pathogenen beitragen, ist noch nicht bekannt.”

Alle Ergebnisse sind im Fachmagazin Science of the Total Environment publiziert.

Kai Jansen, Christian Mohr, Katrin Lügger et al., Widespread occurrence of quaternary alkylammonium disinfectants in soils of Hesse, Germany, Science of The Total Environment, Volume 857, Part 1, 2023,https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2022.159228 _new

30. November

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Twitter geht nicht länger gegen COVID-Falschinformationen vor

Nach der Übernahme des Online-Nachrichtendiensts Twitter durch den US-Milliardär Elon Musk stellte die Plattform vergangene Woche ihr Vorgehen gegen Falschinformationen zu COVID-19 ein.

Die entsprechenden Maßnahmen wurden bereits vergangene Woche Mittwoch eingestellt,

https://transparency.twitter.com/en/reports/covid19.html#2021-jul-dec _blank external-link-new-window

. Seit Einführung der Regeln gegen Des- und Falschinformationen rund um das Coronavirus wurden nach Medienangaben insgesamt mehr als 100.000 Beiträge gelöscht und mehr als 11.000 Twitter-Accounts gesperrt.

Dieses Vorgehen wurde zuletzt besonder vom rechten politischen Lager in den USA kritisiert. Elon Musk selbst hatte die Pandemie im Jahr 2020 verharmlost und war selbst Kritiker der Lockdowns, die nicht zuletzt auch die Produktion im Stamm­werk seines Elektroautoherstellers Tesla zeitweise gestoppt hatten. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben gerade dabei, die gesperrten Accounts auf Twitter wiederherzustellen.

28. November

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USA: COVIDerhöht Sterblichkeitsraten bei Herzerkrankungen

Bis Pandemiebeginn waren die Sterblichkeitsraten bei Herzerkrankungen in den USA seit Jahren rückläufig. 2020 stieg der Wert jedoch sprunghaft an, zeigt eine neue Studie.

Die Forschenden hatten für ihre Untersuchung altersstandardisierte Sterberaten pro 100.000 Einwohner ≥35 Jahren aus einer Datenbank der US-Gesundheitsbehörde CDC sowie Sterbeurkundendaten aus dem National Vital Statistics System zusammengeführt und ausgewertet. Die Todesursachen waren nach International Classification of Diseases definiert. Anschließend berechneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die prozentuale Veränderung zwischen den Todesraten von 2010, 2019 und 2020 insgesamt sowie nach Erkrankungs-Subtypen und demografischen Untergruppen.

Ergebnis: Die Sterblichkeitsraten gingen in den Jahren 2010 bis 2019 zurück, stiegen 2020 jedoch über Alter, Geschlecht sowie ethnische Gruppengrenzen hinweg. Die nationale Sterberate bei Herzerkrankungen (HD) sank von 2010 bis 2019 um 9,8 Prozent (347,3 vs. 313,0 pro 100.000) und stieg 2020 um 4,1 Prozent auf 325,9 pro 100.000, was in etwa der Rate von 2015 (326,5 pro 100.000) entspricht, führen die AutorInnen aus. Koronare Herzkrankheit machte 55 Prozent der gesamten Todesfälle im Jahr 2020 aus. Unter nicht-hispanischen AfroamkerikanerInnen sank die HD-Sterberate von 2010 bis 2019 um 10,4 Prozent und stieg 2020 um 11,2 Prozent, wodurch die HD-Sterberate von 2020 (440,7 pro 100.000) auf etwa die Rate von 2010 (442,4 pro 100.000) zurückkehrte.

Bei 35- bis 54-Jährigen sanken die Sterberaten von 2010 bis 2019 um 5,5 Prozent, bei 55- bis 74-Jährigen um 2,3 Prozent. 2020 stiegen die Werte jedoch wieder an: Bei 35- bis 54-Jährigen um 12,0 Prozent, bei 55- bis 74-Jährigen um 7,8 Prozent.

Im Ergebnis stieg die Sterberate im Vergleich zu 2010: Bei den 35- bis 54-Jährigen stieg der Wert auf 54,1 versus 51,1 pro 100.000; bei den 55- bis 74-Jährigen stieg er auf 297,3 pro 100.000, verglichen mit 282,5 in 2010.

Fazit der AutorInnen: Der nationale Rückgang der HD-Todesraten bis 2019 hatte sich 2020 während der Coronavirus-Pandemie umgekehrt. Die Rückschläge entsprachen etwa 5 Jahren verlorenen Fortschritts bei allen Erwachsenen und ≥10 Jahren verlorenen Fortschritts bei nicht-hispanischen schwarzen Erwachsenen und jüngeren Erwachsenen. Klinische und öffentliche Gesundheitsbemühungen müssen möglicherweise modifiziert werden, um negative Trends in der HD-Mortalität umzukehren.

Die Studie wurde beim Jahreskongress der American Heart Association (AHA) vorgestellt. Bislang ist nur das Abstract verfügbar.

Rebecca C Woodruff, Xin Tong, Sandra L Jacksonet al., Trends in National Death Rates from Heart Disease in the United States, 2010–2020, Epidemiology, Big Data and Precision Medicine , Originally published 30 Oct 2022Circulation. 2022;146:A9853, Link zum Abstract:https://www.ahajournals.org/doi/abs/10.1161/circ.146.suppl_1.9853 _blank external-link-new-window

23. November

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MRT zeigt signifikante Hirnanomalien nach COVID

Forschende haben per MRT-Spe­zialverfahren bei COVID-Patienten nach ihrer Genesung Anomalien im Gehirn festgestellt. Ihre Studie stellten sie auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America (RSNA) vor.

In der Studie untersuchten die Forschenden mithilfe der sogenannten suszeptibilitätsgewichteten Bildgebung die Auswirkungen von COVID-19 auf das Gehirn. Die magnetische Suszeptibilität gibt an, wie stark Blut, Eisen und Kalzium in einem angelegten Feld magnetisiert werden. Diese Fähigkeit hilft bei der Erkennung und Überwachung einer Reihe von neurologischen Erkrankungen wie Mikroblutungen, Gefäßfehlbildungen, Hirntumoren und Schlaganfällen. 

„Studien haben sich bisher nicht auf COVID-19-bedingte Veränderungen der magnetischen Suszeptibilität des Gehirns konzentriert, obwohl es mehrere Fallberichte gibt, die auf solche Anomalien hindeuten”, sagte Studienkoautorin Sapna S. Mishra vom Indian Institute of Technology in Delhi. „Unsere Studie beleuchtet diesen Aspekt und berichtet über signifikante Anomalien bei COVID-Überlebenden.”

Die Forschenden analysierten die Bildgebungsdaten von 46 genesenen COVID-Patientinnen und -Patienten sowie 30 gesunden Kontrollpersonen. Das MRT wurde innerhalb von sechs Monaten nach der Gesundung durchgeführt. Bei den Untersuchten mit Long COVID waren die am häufigsten berichteten Symptome Müdigkeit, Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite und Gedächtnisprobleme.

 

Die MRT-Ergebnisse belegten, dass PatientInnen, die sich von COVID-19 erholt hatten, im Vergleich zu den gesunden ProbandInnen signifikant höhere Suszeptibilitätswerte im Frontallappen und im Hirnstamm aufwiesen. Die im Frontallappen ermittelten Cluster zeigen vor allem Unterschiede in der weißen Substanz. „Diese Hirnregionen werden mit Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Depressionen, Kopfschmerzen und kognitiven Problemen in Verbindung gebracht”, erläuterte Mishra.

 

Teile des linken orbital-inferioren frontalen Gyrus (eine Schlüsselregion für das Sprachverständnis und die Sprachproduktion) und des rechten orbital-inferioren frontalen Gyrus (der mit verschiedenen kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeit, motorischer Hemmung und Vorstellungskraft sowie sozialen kognitiven Prozessen in Verbindung gebracht wird) sowie die angrenzenden Bereiche der weißen Substanz bildeten die Frontallappen-Cluster.

 

Die Forschenden entdeckten auch einen signifikanten Unterschied in der rechten ventralen Zwischenhirnregion des Hirnstamms – diese ist an vielen wichtigen Körperfunktionen beteiligt, etwa an der Koordination mit dem endokrinen System zur Ausschüttung von Hormonen, der Weiterleitung sensorischer und motorischer Signale an die Großhirnrinde und der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus.

 

„Diese Studie weist auf schwerwiegende Langzeitkomplikationen hin, die durch SARS-CoV-2 verursacht werden können, selbst Monate nach der Genesung von der Infektion”, resümierte Mishra. „Die vorliegenden Ergebnisse beziehen sich auf ein kleines Zeitfenster. Die Längsschnittuntersuchungen über mehrere Jahre werden Aufschluss darüber geben, ob eine dauerhafte Veränderung vorliegt.” Die Forschenden führen nun eine Längsschnittstudie an derselben Patientenkohorte durch, um festzustellen, ob diese Hirnanomalien über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben.

Abstract der Studie:https://press.rsna.org/pressrelease/2022_resources/2381/abstract.pdf - external-link-new-window

17. November

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Zink schwächt COVID-Verlauf

In einer tunesischen Studie reduzierte die Einnahme von Zink bei erwachsenen COVID-Patienten das Risiko für eine intensivmedizinische Einweisung und Tod um etwa 40 Prozent. Schwere Nebenwirkungen gab es nicht.

Die Forschenden führten eine multizentrische Studie durch. COVID-positiven Patienten wurde 15 Tage lang zweimal täglich randomisiert 25 Milligram Zink (n = 231) oder ein entsprechendes Placebo (n = 239) oral verabreicht. Unterstützend erhielten sie Dexamethason oder andere Steroide, Antibiotika, Paracetamol, Vitamin C und

.

Das Durchschnittsalter der Probanden betrug 54,2 Jahre. Ungefähr 20 Prozent waren zu Studienbeginn vollständig gegen COVID geimpft, 23 Prozent hatten zu diesem Zeitpunkt mindestens eine Impfung erhalten.

Ergebnis: 190 Patienten (40,4 Prozent) wurden ambulant behandelt und 280 Patienten (59,6 Prozent) ins Krankenhaus eingeliefert. Die Mortalität nach 30 Tagen betrug 6,5 Prozent in der Zinkgruppe und 9,2 Prozent in der Placebogruppe. Die Aufnahmeraten auf der Intensivstation lagen bei 5,2 Prozent beziehungsweise 11,3 Prozent.

Im Vergleich zu der Placebogruppe verringerte sich durch das Zink das Sterberisiko und das Risiko für die Aufnahme auf die Intensivstation um etwa 40 Prozent. Bei den Patienten, die ambulant Zink erhielten, gingen die Covid-19-Symptome zudem durchschnittlich 1,9 Tage früher zurück als in der Placebogruppe. Bei den stationären Patienten verkürzte sich der Krankenhausaufenthalt durch die Zink-Einnahme um durchschnittlich 3,5 Tage.

Die Ergebnisse zeigen nach Ansicht der Autoren, dass orales Zink bei COVID-Patienten in den ersten 30 Tagen Tod und die Aufnahmerate auf der Intensivstation verringern und die Symptomdauer verkürzen kann.

Abdallah S.B., Mhalla Y., Trabelsi I. et al,  Twice-Daily Oral Zinc in the Treatment of Patients With Coronavirus Disease 2019: A Randomized Double-Blind Controlled Trial, Clinical Infectious Diseases, 2022;, ciac807,

doi.org/10.1093/cid/ciac807

16. November

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Statistisches Bundesamt: Maskenimport ist erheblich gesunken

Von Januar bis September 2022 wurden im Vergleich zum Vorjahr viel weniger FFP2-Masken nach Deutschland importiert. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl um 69 Prozent.

Von Januar bis September 2022 wurden 1,1 Milliarden filtrierende Halbmasken – wie etwa FFP2-Masken – nach Deutschland importiert. Das entspricht einem Wert von 171,0 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamthttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2022/PD22_46_p002.html _blank external-link-new-window. Der Durchschnittswert einer Maske betrug beim Import 0,16 Euro. Die Zahl der importierten Masken ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 69,1 Prozent zurück, der Wert nahm um 77,8 Prozent ab. Insgesamt wurden im Jahr 2021 rund 3,8 Milliarden solcher Masken im Wert von 851,3 Millionen Euro eingeführt, ein Großteil davon im 1. Quartal.

Die meisten filtrierenden Halbmasken wurden – wie bereits 2021 – auch in den ersten drei Quartalen dieses Jahres aus der Volksrepublik China importiert. Von dort wurden 642 Millionen Masken im Wert von 84,9 Millionen Euro eingeführt. Das entspricht 60,5 Prozent aller Maskenimporte. Auf Rang zwei der Länder mit den höchsten Maskenimporten nach Deutschland lag von Januar bis September 2022 die Türkei mit 257 Millionen Masken im Wert von 25,0 Millionen Euro, und zwar mit einem Anteil von 24,2 Prozent.

Exportiert wurden in den ersten drei Quartalen 2022 laut Destatis insgesamt 226 Millionen filtrierende Halbmasken im Wert von 98,7 Millionen Euro. Die meisten Masken gingen nach Frankreich (56 Millionen Masken im Wert von 18,6 Millionen Euro) und nach Italien (53 Millionen Masken für 14,0 Millionen Euro).

15. November

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Die Angst vor Corona hat sich halbiert

Eine aktuelle Umfrage der DAK-Gesundheit zeigt, dass sich nur noch 18 Prozent der Deutschen vor einer COVID-Erkrankung fürchten. Viel größer ist die Angst vor Krebs und Demenz.

Die Angst der Deutschen vor Corona hat sich im Vergleich zum ersten Jahr der Pandemie halbiert. Lediglich 18 Prozent der Befragten fürchten noch eine Infektion mit Krankheitsfolge. 2020 waren es 37 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Langzeit-Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit. Gleichzeitig werden die Deutschen nachlässiger beim Einhalten der Corona-Schutzregeln: Acht von zehn Befragten halten sich nach eigenen Angaben daran – und damit elf Prozentpunkte weniger als 2020.  

Laut Umfrage bleibt Krebs die gefürchtetste Krankheit der Deutschen (72 Prozent) gefolgt von Alzheimer/Demenz (55 Prozent), Unfall-Verletzungen (51 Prozent) und Schlaganfall (50 Prozent). Grundsätzlich geben Frauen häufiger als Männer an, dass sie sich vor Krankheiten fürchten.

Aus der Befragung geht auch hervor, dass seit 2017 kontinuierlich immer mehr Menschen zur Krebsvorsorge gehen und Gesundheits-Checks nutzen. Aktuell nutzen 63 Prozent Krebsvorsorgeuntersuchungen, mehr als doppelt so viele wie vor fünf Jahren. Jeder Zweite besucht zudem Gesundheits-Checks zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor fünf Jahren waren es nur 37 Prozent. Auffällig hierbei: Drei von vier Frauen nehmen Krebsvorsorge-Termine wahr, bei den Männern ist es nur etwa jeder zweite.

Corona-Booster-Impfstoff von Sanofi und GSK zugelassen

Als erster proteinbasierter Impfstoff zur Corona-Boosterimpfung ist VidPrevtyn Beta von Glaxo-Smith-Kline und https://www.sanofi.com/en/media-room/press-releases/2022/2022-11-10-15-36-50-2553486 _blank in Europa zugelassen worden. Die europäische Kommission gab jetzt grünes Licht.

Die EU-Kommission hat den COVID-19-Impfstoff VidPrevtyn Beta als Auffrischungsimpfung für den europäischen Markt zugelassen. Der von Sanofi und GSK entwickelte proteinbasierte Impfstoff ist nach Angaben der Kommission der siebte in der EU genehmigte COVID-19-Impfstoff. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte vergangene Woche die Zulassung empfohlen, nachdem sie die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffs gründlich bewertet hatte. Der Impfstoff kann als Auffrischungsimpfung für Erwachsene nach einer Erstimpfung mit einem anderen COVID-19-Impfstoff verwendet werden.

VidPrevtyn Beta wird – wie aus der Zulassungsempfehlung der EMA hervorgeht, lediglich als Auffrischungsimpfstoff (Booster) für Erwachsene empfohlen. Dem soll eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff oder Vektorimpfstoff vorangegangen sein. Als Auffrischungsimpfung für Nuvaxovid eignet sich Vidprevtyn Beta somit nicht. Medienberichten zufolge gibt es für den ersten in Deutschland zugelassenen proteinbasierten Impfstoff Nuvaxovid von Novavax noch keine eigene Auffrischung.

VidPrevtyn Beta, entwickelt von Sanofi Pasteur, enthält eine Version des Spike-Proteins, das auf der Oberfläche der Beta-Variante des SARS-CoV-2-Virus gefunden wird. Es enthält auch ein „Adjuvans”, eine Substanz, die zur Stärkung der Immunantwort auf den Impfstoff beiträgt.

In einer Studie mit 162 Erwachsenen ab 18 Jahren wurde der Impfstoff, der sich gegen das Spikeprotein der Beta-Variante von SARS-CoV-2 richtet, nach Angaben der EMA zur Auffrischung mit Comirnaty (zielt auf den Wildtyp) verglichen. Dabei soll der neue Impfstoff mehr Antikörper gegen Omikron BA.1 erzeugt haben als Comirnaty. VidPrevtyn Beta soll deshalb – als Auffrischungsimpfung – mindestens so wirksam sein wie Comirnaty, heißt es. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, ein generelles Unwohlsein und Schüttelfrost. Die Symptome sollen in der Regel leicht und nur von kurzer Dauer gewesen sein.

Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten haben nach Angaben der Kommission eine Abnahmegarantie mit Sanofi und GSK ausgehandelt, die am 18. September 2020 in Kraft getreten ist. Sie gebe den EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit, bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffs zu erwerben, wenn sie dies wünschten – oder die Impfstoffe an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden.

11. November

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EMA: Comirnaty-Booster jetzt auch für Kinder ab fünf Jahren

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat den an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer jetzt auch für Kinder ab fünf Jahren empfohlen.

Die EMA erweitert mit ihrer Entscheidung die Anwendungsmöglichkeit des für die Subvarianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoffs Comirnaty. Dieser war bislang nur als Booster für Menschen ab 12 Jahre zugelassen. Laut Medienberichten erwarten die Experten einen breiteren Schutz gegen verschiedene Corona-Varianten. Die Hersteller hatten in Studien lediglich nachgewiesen, dass 30 Tage nach der Impfung starke Immunantworten gegen die Subvarianten BA.4 und BA.5 bei Menschen über 18 Jahre festgestellt worden waren.

Eine STIKO-Empfehlung für den Booster für Kinder liegt bislang für Deutschland noch nicht vor. Zuletzt hatte die Expertengruppe jedoch argumentiert, es sei „trotz der limitierten Datenlage anzunehmen, dass die bivalenten Impfstoffe ebenso wie die herkömmlichen monovalenten Impfstoffe Schutz vor schweren Infektionen, Hospitalisierung und Tod durch jede der bisher aufgetretenen SARS-CoV-2-Varianten vermitteln.”

09. November

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Covid-19: Darum funktionieren klassische Impfkampagnen nicht

Der Impfstatus polarisiert die Bevölkerung. Laut einer Studie der Universität Bonn ist die COVID-19-Impfung nicht mehr ausschließlich eine gesundheitliche, sondern vielmehr eine ideologische Entscheidung.

Menschen, die sich stark mit ihrem COVID-Impfstatus identifizieren, diskriminieren die jeweils andere Gruppe stärker. Das zeigt eine aktuelle

https://www.nature.com/articles/s41562-022-01469-6 - external-link-new-window

der Universität Bonn, unter Beteiligung der Universitäten Erfurt und Wien sowie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin Hamburg.

Die Forscher haben analysiert, wie stark sich die Teilnehmenden über ihren Status als Geimpfte oder Ungeimpfte definieren und wie sie der jeweils anderen Gruppe begegnen. Das Ergebnis: Je mehr sich die Teilnehmenden als geimpft oder ungeimpft identifizierten, desto eher distanzierten sie sich von der anderen Gruppe.

Sozialexperiment: Teilen Geimpfte ihr Geld mit Ungeimpften?

Ungeimpfte fühlen sich eher sozial ausgegrenzt

Generell nahmen Ungeimpfte die öffentliche Debatte um eine Impfpflicht als unfairer wahr und gaben an, mehr soziale Ausgrenzung erlebt zu haben. Die Studie liefert Evidenz für die in der Literatur beschriebene Theorie, dass sich Konflikte befördern, je stärker sich Personen mit einer sozialen Gruppe identifizieren, da sie ihre eigene Überzeugung als die richtige ansehen und sich moralisch überlegen fühlen. So zeigt die Studie, dass die Bereitschaft, gegen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren höher ist, je stärker sich Ungeimpfte mit dem Impfstatus identifizieren.

„Wir zeigen, dass sich gegen COVID-19 zu impfen nicht mehr ausschließlich eine gesundheitliche Entscheidung, sondern auch eine ideologische Werteentscheidung geworden ist”, sagt Studienautor Luca Henkel. Die Befragten identifizieren sich nicht nur individuell als geimpft oder ungeimpft, sondern sehen sich als Teil einer sozialen Gruppe. Klassische Informationskampagnen seien deshalb wenig wirkungsvoll. „Wir brauchen mehr Austausch statt einseitiger Appelle”, so Henkel. Die Forschenden sehen dabei zum Beispiel Personen des öffentlichen Lebens in der Pflicht, sich für einen stärkeren Dialog einzusetzen.

Luca Henkel, Philipp Sprengholz, Lars Korn et al., The association between vaccination status identification and societal polarization. Nature Human Behaviour;https://doi.org/10.1038/s41562-022-01469-6 _new

7. November

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Dauerinfizierter Patient nach 13 Monaten von COVID-19 geheilt

Ein immunsupprimierter 59-Jähriger war 411 Tage durchgehend mit SARS-CoV-2 infiziert. Mit Hilfe einer genetischen Analyse konnten jetzt Erkenntnisse zur Therapie gewonnen und der Betroffene geheilt werden.

Den Fall eines Patienten aus England, dessen Immunsystem nach einer Nierentransplantation geschwächt war, stellten Wissenschaftlern nun im Fachmagazin Clinical Infectious Diseases vor. Der Patient infizierte sich demnach im Dezember 2020 und blieb bis Januar 2022 positiv – und das, obwohl er dreifach gegen COVID geimpft war.

Die detaillierte genetische Analyse des Virus ergab, dass es sich um eine anhaltende Infektion mit einer frühen SARS-CoV-2-Variante handelte, der ursprünglichen Wildtyp-Variante aus Wuhan, China. Außerdem war das Virus des Patienten mehrfach mutiert.

Bei der Untersuchung setzte man auf eine sogenannte Nanopore-Technologie, mit der Fälle von persistierenden Infektionen innerhalb von 24 Stunden festgestellt und das Virusgen gleichzeitig analysiert werden kann, um aufgrund von Mutationen unwirksame Behandlungsmethoden zu identifizieren.

So stellte sich heraus, dass es sich um eine anhaltende Infektion und nicht um eine Folge von Reinfektionen oder eine Form von Long COVID handelte. Letztere treten nach Angaben der AutorInnen selten und vorrangig bei immunsupprimierten Patienten auf. Betroffene können demnach Monate oder sogar Jahre durchgehend positiv sein.

Im konkreten Fall konnte nun durch die Vergabe der Virustatika Remdesivir und Paxlovid die abschließende Heilung erreicht werden, berichtete Forschungsleiter Dr. Steve Snell. Die gewonnenen Erkenntnisse seien besonders wichtig, da neuere Virusvarianten gegen die bisher zur Neutralisierung eingesetzten Antikörpertherapien resistent geworden sind.

Luke B Snell, Adela Medina-Alcolea, Themoula Charalampous et al., Real-time whole genome sequencing to guide patient-tailored therapy of SARS-CoV-2 infection, Clinical Infectious Diseases, 2022;, ciac864,

doi.org/10.1093/cid/ciac864

1. November

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EMA: Starke Menstruation mögliche Nebenwirkung von mRNA-Vakzinen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will schwerere und längere Menstruationsblutungen als mögliche Nebenwirkung in die Gebrauchsinformationen der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Mo­derna aufnehmen.

Wie die EMA vergangenen Woche mitteilte, berichten Frauen zum Teil von stärkeren oder auch längeren Blutungen während ihrer Menstruation nach den ersten drei Impfungen mit einem mRNA-Vakzin. Diese seien aber vorübergehend und gesundheitlich nicht erheblich. Dennoch plant die Behörde, diese Nebenwirkungen aufzunehmen.

Dafür hatte das EMA-Kommitee zur Pharmakovigilanz-Risikobewertung (PRAC) auf der Basis der verfügbaren Da­ten aus Studien, Spontanmeldungen und medizinischer Literatur die Auswirkungen der Impfstoffe auf die Menstruation ausgewertet. Festgestellt wurde, „dass zumindest eine begründete Möglichkeit besteht, dass das Auftreten starker Menstruationsblutungen in ursächlichem Zusammenhang mit diesen Impfstoffen steht“.

In der Folge wurde nun die Ergänzung der Fach- und Gebrauchsinformationen für die Vakzine empfohlen. In dem Zusammenhang schreibt die EMA auch noch einmal, dass es keine Hinweise dazu gäbe, wonach die mRNA-Impfstoffe eine negative Auswirkungen auf die Reproduktion und Fertilität haben. Die aktuelle Datenlage unterstütze eine mRNA-Impfung vor und während einer Schwangerschaft nach wie vor.

28. Oktober

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Sind die Höllenhunde auf dem Vormarsch?

Der Anteil bestimmter Omikron-Sublinien von BA.5 (BF.7, BQ.1 und BQ.1.1) nimmt auch in Deutschland zu. Das geht aus dem neuen RKI-Bericht vom 27. Oktober hervor. Kommt nun die nächste Corona-Welle?

Nach wie vor herrscht hierzulande der Omikron-Subtyp BA.5 vor. Die Variante habe fast alle anderen Corona-Varianten verdrängt, heißt es in dem Bericht. So liegt ihr Anteil bei den nachgewiesenen Infektionen derzeit bei rund 96 Prozent.Die Infektionen durch BQ.1 liegen laut RKI derzeit bei etwa zwei Prozent aller Corona-Fälle, auf BQ 1.1 gehen knapp drei Prozent zurück. Demgegenüber kommt die Variante BF.7 auf einen Anteil von über 16 Prozent.

Insgesamt deutet sich bei den Erkrankungszahlen durch COVID-19 eine gewisse Entspannung an. Ob es sich dabei um einen passageren Rückgang handelt, auch durch die Herbstferien in vielen Bundesländern, oder ob er sich fortsetzt, bleibe abzuwarten. Der Infektionsdruck sei jetzt im Herbst in allen Altersgruppen der Allgemeinbevölkerung hoch. Dies betreffe nicht nur COVID-19, sondern akute Atemwegsinfektionen insgesamt. In den kommenden Wochen sei weiterhin saisonal bedingt mit einer hohen Zahl an respiratorischen Erkrankungen insgesamt zu rechnen.

Nach Aussagen von Experten hinken die Zahlen des RKI allerdings der aktuellen Situation hinterher, zudem werde nur ein kleiner Teil positiver Proben auf die Varianten untersucht.Der Anteil der Subvarianten liege derzeit Berechnungen zufolge bei rund sechs Prozent für BQ.1 und bei sieben Prozent für BQ.1.1, wird etwa Moritz Gerstung vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg zitiert. Manche Fachleute hatten schon vor Wochen prognostiziert, dass die Corona-Herbstwelle etwa durch Sublinien wie BQ.1.1 einen Schub bekommen könnte.

Das European Centre für Disease Prevention and Control (ECDC) warnte kürzlich vor den Varianten BQ.1 und BQ.1.1, die inoffiziell wegen ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit auch Cerberus („Höllenhund“) genannt werden: Diese Erreger ließen wahrscheinlich die Fallzahlen bald weiter steigen und könnten schon bis Mitte November/Anfang Dezember vorherrschend werden.

In der Woche ab dem 3. Oktober hatten Frankreich, Belgien, Irland, die Niederlande und Italien Brichten zufolge zu den Ländern mit den bisher höchsten Anteilen dieser Erreger gezählt. Den höchsten Anteil in Europa verzeichne die Variante derzeit in Frankreich. Sie verursachte dort demzufolge fast 20 Prozent der Infektionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte kürzlich eine neue Virus-Kategorie geschaffen: Omikron-Subvarianten unter Beobachtung.

Jedoch gibt es bisher keine Hinweise auf schwerere Verläufe im Vergleich zu den Corona-Varianten BA.4 und BA.5. Bislang sind dazu aber auch nur sehr begrenzt Daten verfügbar.

25. Oktober

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Zweifel an Wirksamkeit von Anti-Corona-Nasenspray

Seit einer Woche ist ein Corona-Nasenspray mit Stickstoffmonoxid auf dem deutschen Markt, das SARS-CoV-2 am Zelleintritt hindern soll. Nun kritisieren Fachleute die Methodik der zugrunde liegenden Studien.

21. Oktober----------------------

EMA empfiehlt Zulassung von COVID-Impfstoffen für Kinder ab 6 Monaten

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat empfohlen, den Einsatz der COVID-Vakzine Comirnaty und Spikevax auf Kinder zwischen 6 Monaten und 4 Jahren (Comirnaty) und 6 Monaten bis 5 Jahren (Spikevax) auszuweiten.

Comirnaty und Spikevax sind bereits sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern im Alter von fünf beziehungsweise sechs Jahren zugelassen. Im Vergleich zu den Dosen für bereits zugelassene Altersgruppen werden die Dosen beider Impfstoffe in diesen neuen jüngeren Altersgruppen niedriger sein, heißt es in einer

https://www.ema.europa.eu/en/news/ema-recommends-approval-comirnaty-spikevax-covid-19-vaccines-children-6-months-age _blank external-link-new-window

.

Die Empfehlung lautet:

  • Bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren kann Comirnaty als Erstimpfung verabreicht werden, die aus drei Dosen (von jeweils 3 Mikrogramm) besteht; Die ersten beiden Dosen werden im Abstand von drei Wochen verabreicht, gefolgt von einer dritten Dosis, die mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht wird.

  • Bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren kann Spikevax als Grundimmunisierung im Abstand von zwei Dosen (jeweils 25 Mikrogramm) im Abstand von vier Wochen verabreicht werden.

  • Für Kinder innerhalb dieser Altersgruppen werden beide Impfstoffe als Injektionen in die Muskeln des Oberarms oder des Oberschenkels verabreicht.

Für Comirnaty zeigte eine Hauptstudie bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren, dass die Immunantwort auf die niedrigere Dosis von Comirnaty (3 Mikrogramm) mit der höheren Dosis (30 Mikrogramm) bei 16- bis 25-Jährigen vergleichbar war. Für Spikevax zeigte eine Hauptstudie bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren, dass die Immunantwort auf die niedrigere Dosis von Spikevax (25 Mikrogramm) mit der höheren Dosis (100 Mikrogramm) bei 18- bis 25-Jährigen vergleichbar war, führt die EMA aus. Beide Studien bewerteten die durch die Impfstoffe ausgelöste Immunantwort durch Messung des Antikörperspiegels gegen SARS-CoV-2.

Die häufigsten Nebenwirkungen für beide Impfstoffe bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 oder 5 Jahren waren vergleichbar mit denen, die in älteren Altersgruppen beobachtet wurden: Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit, Hautausschlag und Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle waren ebenfalls häufige Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 6 bis 23 Monaten mit Comirnaty, während Reizbarkeit, Weinen, Appetitlosigkeit und Schläfrigkeit häufige Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 6 bis 36 Monaten mit Spikevax waren. Bei beiden Impfstoffen waren diese Effekte in der Regel leicht oder mäßig und verbesserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Die EMA gelangte daher zu dem Schluss, dass der Nutzen von Comirnaty und Spikevax bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 beziehungsweise 5 Jahren die Risiken überwiegt.

17. Oktober----------------------

Nasenspray mit Stickstoffmonoxid soll infektion verhindern

Die Viruslast sank um mehr als 99 Prozent

Ergebnis: In der Behandlungsgruppe reduzierte sich die gemessene SARS-CoV-2-Viruslast innerhalb von 24 Stunden nach der Behandlung um mehr als 94 Prozent und innerhalb von 48 Stunden um mehr als 99 Prozent. Die durchschnittliche Zeit bis zu einem negativen PCR-Test betrug in der Behandlungsgruppe nur vier Tage, in der Placebogruppe acht Tage. Außerdem zeigte sich bei der Untersuchung von Kontaktpersonen der Studienteilnehmer, dass die Infektionsrate auch in den Haushalten der Behandlungsgruppe nicht stiegen, während die Infektionen in den Placebo-Haushalten zunahmen.

Die Probanden in der Interventionsgruppe verabreichten sich sieben Tage lang sechsmal täglich je zwei Sprühstöße des NO-generierenden Nasensprays in jedes Nasenloch. Zwei Sprühstöße pro Nasenloch schützen laut Hersteller etwa zwei Stunden lang vor einer Corona-Ansteckung.

Monika Tandon, Wen Wu, Keith Moore et al., SARS-CoV-2 accelerated clearance using a novel nitric oxide nasal spray (NONS) treatment: A randomized trial, The Lancet Regional Health - Southeast Asia, Volume 3, 2022, 100036, ISSN 2772-3682,

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2772368222000464 _blank external-link-new-window

12. Oktober----------------------

EMA: COVID-impfstoff Jcovden kann Gesichtslähmung verursachen

Der COVID-Impfstoff Jcovden von Johnson & Johnson kann einer neuen Sicherheitsinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zufolge Fazialisparesen auslösen. Die Gesichtslähmungen seien jedoch selten.

  • bei Comirnaty (BioNTech/Pfizer) waren es 919.242 Verdachtsfälle bei 665 Millionen verimpften Dosen,

  • bei Vaxzevria (AstraZeneca) waren 315.312 bei 69 Millionen Dosen,

  • bei Spikevax (Moderna) waren es 252.725 bei 158 Millionen Dosen und

  • bei Nuvaxovid (Novavax) 1.319 bei 271.000 verabreichten Dosen.

11. Oktober----------------------

"Wiesn-Welle" bedroht medizinische Versorgung in München

Alarmiert ist anscheinend auch der Betriebsrat der München Klinik: Dessen Mitglieder haben sich in einem Brandbrief unter anderem an den Oberbürgermeister Dieter Reiter und Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (beide SPD) gewandt. Die München Klinik sei „gefährlich überlastet”, steht in dem Brief, aus dem auch die Süddeutsche Zeitung zitiert. „Die Patienten stapeln sich auf den Fluren.”

Die München Klinik gGmbH wurde 2005 als Zusammenfassung der städtischen Krankenhäuser gegründet und behandelt mit rund 7.000 Mitarbeitenden nach eigenen Angaben knapp ein Drittel aller Patienten im Großraum München.

10. Oktober----------------------

Drei Corona-Szenarien für Herbst und Winter

Die bundesweit angesiedelten Forschungsverbünde im Modellierungsnetz werden durch die Universitätsmedizin Halle koordiniert.

7. oktober----------------------

Schlaf verbessert Impfwirkung

Eine Meta-Analyse von acht Studien zeigt: Die Schlafmenge vor einer Impfung beeinflusst deren Schutzwirkung. Das gilt für Influenza- und Hepatitis A/B- und womöglich auch für COVID-Impfungen, lautet das Fazit der Autoren.

Die Forschenden werteten acht Studien mit insgesamt 478 Probanden aus, die den Zusammenhang zwischen Schlaf und Impfstoffwirksamkeit untersucht hatten, darunter fünf Studien zu Influenza, zwei Studien zu Hepatitis A und eine Studie zu Hepatitis B.

Ergebnis: Die Hälfte der Studien zur Schutzwirkung von Influenza-Impfungen wies einen negativen Effekt von reduzierter Schlafdauer auf die Antikörpertiter bis zu vier Monate nach der Impfung nach, während die übrigen vier Studien keinen Effekt beobachteten. Das Studiendesign der ausgewerteten Arbeiten unterschied sich dabei deutlich: Einmal wurden Probanden mit obstruktiver Schlafapnoe mit einer Gruppe Gesunder verglichen (kein Effekt), in den weiteren Studien auch Probanden mit diagnostizierten Schlafproblemen (Effekt) sowie frei gewählter oder erzwungener geringerer Schlafmenge untersucht (beides hatte einen Effekt).

Die ausgewerteten Untersuchungen zum Effekt von Schlaf auf die Wirksamkeit einer Hepatitis A- oder Hepatitis-B-Impfung zeigten in unterschiedlichen Studiendesigns alle, dass sowohl die Schlafmenge vor als auch in der Nacht nach der Impfung einen großen Effekt haben können: Jene Probanden, die einen regelmäßigen Schlafrhythmus einhielten und mindestens sieben Stunden pro Nacht schliefen, wiesen in der Nachbetrachtung eine bis zu 100 Prozent stärkere Immunreaktion auf.

Den Autoren zufolge gibt es kumulative Beweise dafür, „dass ausreichend Schlaf die Immunantwort nach der Impfung verstärken könnten". Daher könne ausreichender Schlaf eine einfache und anwendbare Strategie zur Steigerung der Impfstoffwirksamkeit von SARS-CoV-2-Impfstoffen sein. Die Autoren sehen weiteren Forschungsbedarf, um die Auswirkungen von ausreichendem Schlaf auf die Wirksamkeit von COVID-19-Impfstoffen zu untersuchen.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9235253/ _blank external-link-new-window

6. oktober----------------------

4,6 Millionen Impfdosen abgelaufen

Rund 4,6 Millionen Dosen der in Deutschland zentral gelagerten Coronaimpfstoffe sind laut Medienberichten Ende September abgelaufen. Trotzdem verteidigt die Bundesregierung ihren Ansatz, verschiedene Vakzine vorzuhalten, um allen Impfwilligen ein Angebot machen zu können.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bestätigte die zuvor von „Welt am Sonntag“ berichtete Zahl. Unter den verfallenen Impfstoffen sind rund 3,9 Millionen Moderna-Dosen und rund 0,7 Millionen Dosen der später zugelassenen Vakzine von Novavax, einem Protein-basierten Impfstoff. Dies ging auch aus einer Antwort der Bundesregierung vom 15. September hervor, berichtet der „Spiegel“, laut der die Moderna-Dosen kontinuierlich im Zeitraum von April bis Juni 2022 und Impfstoffdosen des Herstellers Novavax Ende August 2022 verfallen seien.

Scharfe Kritik gab es aus der Union: Der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger sagte der „Welt am Sonntag“, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe „bei der Impfstoffbestellung jedes Maß und Ziel verloren”, und berichtete, derzeit seien in den Lagern aktuell noch insgesamt 101 Millionen Impfstoffdosen eingelagert.

Das BMG argumentierte wiederrum, dass Impfstoff weggeworfen werde, sei „logische Konsequenz aus dem Portfolio-Ansatz”, bei dem es darum gehe, unterschiedliche Impfstoffe vorzuhalten, um allen an einer COVID-Impfung interessierten Bürgern ein Impfangebot machen zu können.

5. oktober----------------------

Online-Tool bietet Corona-Impfcheck

Nach nur wenigen Klicks eine aktuelle Corona-Impfempfehlung erhalten – mit einem interaktiven Online-Impfcheck können Interessenten für sich, ihre Kinder und ihre Angehörigen den Impfstatus überprüfen.

Der neue

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/der-corona-impfcheck/#c17448 _blank external-link-new-window

soll leicht verständlich über die aktuellen Impfempfehlungen informieren – zugeschnitten auf die persönliche Situation. Hierfür genügt es, wenige Fragen zu beantworten. Benötigt werden Angaben zum Alter, zu bisherigen Impfungen, zu vorangegangenen SARS-CoV-2-Infektionen sowie zu Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von COVID-19. Auf dieser Basis ermittelt das Online-Tool, ob der Impfschutz aktuell komplett ist oder ob Impfungen anstehen. Der Datenschutz ist laut BZgA gewährleistet, da keine personenbezogenen Daten gespeichert werden.

Zusätzlich zu den Impfempfehlungen werden Hinweise zu weiterführenden Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung angeboten, die auf den jeweiligen Bedarf des Nutzers abgestimmt sind. Dazu zählen beispielsweise

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