Außerplanmäßige Konferenz

Gesundheitsminister für Verkürzung von Quarantäne und Isolation

ak
Gesellschaft
Noch vor den Bund-Länder-Beratungen am Freitag kamen gestern die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kurzfristig zu einer Videokonferenz zusammen, um über eine Änderung der Corona-Regeln zu beraten.

Während der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) haben die Gesundheitsminister der Länder folgenden Beschluss gefasst:  Das Bundesgesundheitsministerium wird gebeten, im Hinblick auf die bereits in Teilen Deutschlands dominierende Omikron-Variante die Empfehlungen zur Isolation von Infizierten und Quarantäne von Kontaktpersonen kurzfristig zu überarbeiten und unmittelbar der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und dem Bundeskanzler am Freitag vorzulegen.

Die Empfehlungen im Einzelnen

  • Bescheinigt der Arbeitgeber Personen mit Grundimmunisierung die Zugehörigkeit insbesondere zum medizinischen und pflegerischen Personal, zur Kinderbetreuung und zu Bildungseinrichtungen, zur Polizei, Feuerwehr, zum Rettungsdienst, zur Telekommunikation sowie Energie- und Wasserversorgung, kann die Isolation zum Zwecke der Arbeitsaufnahme bereits nach 5 Tagen mittels negativem PCR-Test beendet werden.

  • die Quarantänedauer von symptomfreien engen Kontaktpersonen soll einheitlich 7 Tage betragen:

Bei Personen ohne Grundimmunisierung kann diese nur nach 7 Tagen mittels negativem PCR-Test beendet werden.

Geboosterte oder erneut Genesene müssen als enge Kontaktpersonen nicht in Quarantäne. Eine regelmäßige Selbsttestung wird empfohlen.

„Es ist davon auszugehen, dass Omikron in den nächsten Wochen die vorherrschende Virus-Variante in Deutschland sein wird”, sagt die neue GMK-Vorsitzende, Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne im Anschluss an die Konferenz. „Wir müssen massive Personalausfälle durch breit angelegte Quarantäneanordnungen verhindern, um kritische Versorgungsbereiche der Bevölkerung nicht zu gefährden.” Wichtig sei es, die kritische Infrastruktur handlungsfähig zu halten, aber gleichzeitig auch die Infektionsgefahr im Blick zu behalten. Zum Jahreswechsel 2021/2022 hat Sachsen-Anhalt den Vorsitz der GMK übernommen.

Keine Isolation für Kontaktpersonen

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