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Gemeinsamer Bundesausschuss

Innovationsausschuss würdigt zahnmedizinisches Förderprojekt

Bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit bricht oft der bislang regelmäßige Zahnarztkontakt ab und es entwickeln sich erhöhte Risiken für die Mundgesundheit der Betroffenen. Im Projekt InSEMaP wurden die Risikofaktoren analysiert und ein integrierter Versorgungspfad für Pflegebedürftige entwickelt. Frank Kleinbach/LZK-BW
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Zahnmedizin
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Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat 11 Beschlüsse zu erfolgreich beendeten Förderprojekten gefasst, auch zum Projekt InSEMaP, das wertvolle Ansätze zur zahnärztlichen Versorgung von ambulant Pflegebedürftigen liefert.

Das Projekt InSEMaP (Interaktionen von Systemischen Erkrankungen und Mundgesundheit bei ambulanter Pflegebedürftigkeit) untersuchte anhand eines multiperspektivischen Ansatzes, welche Faktoren sich als förderlich beziehungsweise hinderlich für die Inanspruchnahme zahnärztlicher Leistungen durch ältere ambulant versorgte, pflegebedürftige Personen (≥ 60 Jahre) erweisen.

Dabei hat das Projekt „Anhaltspunkte geliefert, um die zahnärztliche Versorgung von ambulant versorgten Pflegebedürftigen zu verbessern. Es wurde ein integrierter Versorgungspfad entwickelt. Er soll die interprofessionelle Kommunikation, Zusammenarbeit und Koordination zwischen Zahn- und Hausarztpraxen, Pflegeteams sowie Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen verbessern", teilte der G-BA mit.

Neuer integrierter Versorgungspfad entwickelt

„Insgesamt hat das Projekt wertvolle Anhaltspunkte zur Optimierung der zahnärztlichen Versorgung von ambulant pflegebedürftigen Menschen geliefert. Mit dem entwickelten integrierten Versorgungspfad stehen nun Ansätze für die Versorgung zur Verfügung, mit denen Veränderungen im Versorgungsprozess angestrebt und in der interprofessionellen Kommunikation, Kollaboration, Koordination und Kooperation zwischen allen behandelnden Akteursgruppen eingesetzt werden können“, bilanziert der G-BA in seinem Beschluss.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden nun an die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e. V. (DGZMK), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), den Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG), den Hausärztinnen- und Hausärzteverband e. V. (haev) sowie den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK Bundesverband) zur Information und zur Nutzung weitergeleitet.

Das Projekt InSEMaP wurde unter Leitung des Instituts für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gemeinsam mit der DAK-Gesundheit und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg durchgeführt und über einen Zeitraum von 42 Monaten (07/2021 bis 12/2024) mit 1,36 Millionen Euro gefördert. Hier geht es zur Projektwebseite.

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