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DGB-Ausbildungsreport 2026

Viele angehende ZFA sind mit ihrer Ausbildung nur teilweise zufrieden

Laut dem aktuellen Ausbildungsreport des DGB fühlt sich etwa die Hälfte der Auszubildenden psychisch belastet, etwa durch Leistungsdruck. Das trifft auch auf angehende ZFA zu. anatoliy_gleb - stock.adobe.com
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Jede dritte angehende Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) ist mit ihrer Ausbildung nur teilweise zufrieden, jede achte ist eher oder sehr unzufrieden. Das ergab der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).

Der DGB hat heute den Ausbildungsreport 2026 vorgestellt. Demnach bewertet die Mehrheit der jungen Menschen ihre Ausbildung positiv: 65,7 Prozent der Befragten sind mit ihrer Ausbildung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Unter den Auszubildenden in Betrieben mit betrieblicher Interessenvertretung liegt der Anteil sogar bei 75,7 Prozent. Die Ergebnisse variieren je nach Beruf und Branche jedoch erheblich. Besonders zufrieden sind Verwaltungsfachangestellte: 81,8 Prozent sind mit ihrer Ausbildung „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. Auch Mechatroniker, Industriemechaniker und Industriekaufleute bewerten ihre Ausbildung vergleichsweise gut.

Deutlich kritischer fallen die Bewertungen bei Hotelfachleuten aus: Hier sind nur 53,6 Prozent zufrieden. Auch bei Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA), Friseurinnen sowie Köchinnen und Köchen zeigen sich niedrigere Zufriedenheitswerte. So gab lediglich jede zweite der befragten ZFA (50,7 Prozent) an, mit der Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Jede dritte (33,6 Prozent) ist demnach teilweise zufrieden, jede achte (15,8 Prozent) ist eher oder sehr unzufrieden.

Berufsfremde Aufgaben sind nicht selten

Ein Grund für die verbreitete Unzufriedenheit ist möglicherweise, dass mehr als ein Drittel der angehenden ZFA (34,1 Prozent) dem Report zufolge „immer“ oder „häufig“ Tätigkeiten erledigen, die nicht Bestandteil ihrer Ausbildung sind und nicht dem Lernerfolg dienen. Etwa genauso verbreitet ist das bei den Malern und Lackierern. Bei den künftigen Bankkaufleuten betrifft dies hingegen lediglich acht Prozent der Befragten.

Diesjähriger Schwerpunkt des Ausbildungsreports ist die mentale Gesundheit von Auszubildenden. Die Hälfte (50,6 Prozent) der Befragten klagt demnach über psychische Belastungen, etwa durch Leistungsdruck, hohe Verantwortung und Personalmangel. Die mentale Belastung hängt dabei eng mit der Qualität der Ausbildung zusammen: „Gute fachliche Anleitung, planbare Arbeitszeiten, ausreichend Zeit für Erholung und Aufgaben, die dem Ausbildungsziel dienen, können Belastungen reduzieren“, sagte DGB-Bundesjugendsekretärin Nina Krüger. Besonders deutlich werde das bei der Betreuung: Sind Ausbilderinnen und Ausbilder immer verfügbar, fühlen sich nur 8,5 Prozent der Auszubildenden hoch belastet. Sind sie selten oder nie erreichbar, sind es 36 Prozent. 

Auch bei der Belastung zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den betrachteten Ausbildungsberufen. Bei den angehenden ZFA und Hotelfachleuten lag der Anteil hoch belasteter Auszubildender mit 34,2 beziehungsweise 34,5 Prozent laut dem Report etwa doppelt so hoch wie beim Durchschnitt der 25 häufigsten Ausbildungsberufe.

Jede Zweite kann in der Freizeit schlecht abschalten

Besonders hoch ist außerdem der Anteil der angehenden ZFA, die Schwierigkeiten haben, sich in der Freizeit zu erholen. Dem Report zufolge berichteten in allen 25 betrachteten Ausbildungsberufen mindestens 20 Prozent der Befragten, „immer“ oder „häufig“ Probleme bei der Erholung zu haben. Am höchsten ist der Anteil bei den künftigen ZFA: 53,2 Prozent gaben an, immer oder häufig Probleme zu haben, sich zu erholen. Bei den angehenden Verkäufern gaben dies 42,9 Prozent an, bei den Friseurinnen 41,8 Prozent, bei den Hotelfachleuten 41 Prozent sowie bei den Kaufleuten im Einzelhandel 40,3 Prozent.

Für den Ausbildungsreport 2026 wurden von Juni 2025 bis Mai 2026 insgesamt 13.227 Auszubildende aus den 25 am stärksten besetzten dualen Ausbildungsberufen befragt.

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