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GKV-Ausgaben im 1. Quartal 2026

Krankenhausbehandlungen bleiben maßgebliche Treiber

sth
Politik
Mit rund 7,6 Prozent sind die GKV-Ausgaben im ersten Quartal 2026 deutlich stärker gestiegen als die Beitragseinnahmen mit rund 4,1 Prozent, teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) heute mit.

Die Zusatzbeiträge sind laut BMG in dieser Bilanz nicht berücksichtigt. Die Beitragssätze stünden weiterhin unter hohem Druck: „Zwar haben die 93 gesetzlichen Krankenkassen im 1. Quartal 2026 einen Überschuss in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erzielt. Dieser Überschuss ist jedoch Ergebnis der Beitragssatzanhebungen zum Jahresbeginn und dient vorrangig der Auffüllung der Finanzreserven der Krankenkassen auf das gesetzliche Mindestniveau.“

Den Kassen sei es erstmals seit Herbst 2024 gelungen, die Mindestreserve in verlangter Höhe aufzubauen. Um das zu schaffen, habe der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz Ende März jedoch bei 3,13 Prozent gelegen und damit „oberhalb des Ende Oktober 2025 für das Jahr 2026 bekanntgegebenen durchschnittlichen ausgabendeckenden Zusatzbeitragssatzes von 2,9 Prozent“.

Klinikbehandlungen und Arzneien pushen die Kosten

Das BMG bezifferte den Anstieg der Leistungsausgaben der Krankenkassen insgesamt auf 6,6 Milliarden Euro.

Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen sind laut der Auswertung um 9,3 Prozent (2,5 Milliarden Euro) gestiegen und „stellen damit den maßgeblichen Treiber der hohen Ausgabendynamik dar“. Habe der durchschnittliche Ausgabenzuwachs im Zeitraum 2013 bis 2022 rund 3,5 Prozent pro Jahr betragen, seien es in den folgenden Jahren im Schnitt 8,2 Prozent pro Jahr gewesen.

Ähnliches beobachtet das BMG bei den Arzneimittelausgaben, die um 6,4 Prozent (0,9 Milliarden Euro) und damit etwas stärker als im Gesamtjahr 2025 (+5,7 Prozent) stiegen. „Auch in diesem Bereich liegt die Ausgabendynamik damit deutlich oberhalb der Zuwächse bei den beitragspflichtigen Einnahmen sowie oberhalb der durchschnittlichen jährlichen Zuwächse im Zeitraum 2013 bis 2024“, bilanziert das BMG.

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