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Gingivale Gesundheit

Postbiotische Gummis reduzieren Zahnfleischbluten

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Zahnmedizin
Parodontologie
In einer japanischen Doppelblindstudie war die sechswöchige Einnahme von Gummis mit hitzeinaktiviertem Lactiplantibacillus pentosus ONRICb0240 mit einer Reduktion von Bleeding on Probing verbunden.

Für die randomisierte, doppelblinde Studie wurden 116 Erwachsene mit gingivaler Entzündung, aber ohne Parodontitis rekrutiert. Nach Randomisierung nahmen die Teilnehmenden über sechs Wochen zweimal täglich entweder postbiotische Gummis mit hitzeinaktiviertem L. pentosus ONRICb0240 oder Placebo-Gummis ein. Zusätzliche Anweisungen zur Mundhygiene oder zahnärztliche Behandlungen erhielten sie während der Intervention nicht; sie sollten ihre gewohnten Mundhygienepraktiken beibehalten.

Weniger BOP nach sechs Wochen

Klinisch erfasst wurden unter anderem Bleeding on Probing (BOP), Sondierungstiefen, klinisches Attachmentlevel, Gingivaindex, Plaque Control Record und unstimuliertes Speichelvolumen. Primärer Endpunkt war der BOP-Wert. Da 18 Teilnehmende während der Studie nichtsteroidale Antirheumatika eingenommen hatten, werteten die Forschenden zusätzlich eine vor Entblindung definierte Sensitivitätsanalyse ohne diese Personen aus.

In dieser Analyse sank der BOP-Wert in der Interventionsgruppe von 17,6 ± 8,4 Prozent zu Studienbeginn auf 12,3 ± 8,6 Prozent nach sechs Wochen. In der Placebogruppe ging der Wert von 18,9 ± 8,5 Prozent auf 16,6 ± 10,1 Prozent zurück; dieser Rückgang war nicht signifikant. Die Forschenden beschreiben den absoluten Unterschied als moderat und betonen selbst, dass der Befund eher als Hinweis auf einen möglichen Nutzen und nicht als endgültiger Wirksamkeitsnachweis zu interpretieren ist. Der Gingivaindex verbesserte sich in der Interventionsgruppe gegenüber dem Ausgangswert; zwischen den Gruppen zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied. Alle anderen Parameter änderten sich nur geringfügig.

Die Forschenden sehen einen möglichen Vorteil hitzeinaktivierter Bakterien darin, dass sie bei Herstellung und Lagerung stabiler sind als lebende probiotische Stämme. Als mögliche Mechanismen diskutieren sie entzündungsmodulierende Effekte, Veränderungen der mukosalen Immunantwort und mikrobiologische Einflüsse.

Nach Angaben der Autoren ergaben sich keine offensichtlichen Sicherheitsbedenken. Die Aussagekraft der Studie bleibt dennoch begrenzt: Die Beobachtungsdauer betrug nur sechs Wochen, die untersuchte Population bestand aus japanischen Erwachsenen mit gingivaler Entzündung ohne Parodontitis, und der primäre Effekt zeigte sich vor allem nach Ausschluss der NSAID-Nutzenden.

Die Studie wurde von Otsuka Pharmaceutical Co., Ltd. finanziell unterstützt; mehrere Autoren geben Forschungsförderung, geschäftliche Einnahmen oder institutionelle Verbindungen zu Otsuka an.

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