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Zi-Umfrage

Rund 8.000 angestellte Ärztinnen und Ärzte planen eine eigene Praxis

Sowohl für Psychotherapeutinnen und -therapeuten als auch ambulant tätige angestellte Ärztinnen und Ärzte ist die eigene Praxis häufig das Karriereziel, hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung festgestellt. Ilona - stock.adobe.com
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Politik
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Die ambulante Anstellung ist für viele Medizinerinnen und Mediziner kein Gegenmodell zur eigenen Praxis. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung hervor.

Die Anstellung diene vielen Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vielmehr als Orientierungs- oder Vorbereitungsphase für eine spätere Niederlassung, teilte das Zi auf Basis einer Studie mit, für die von Ende Januar bis Ende April 2025 mehr als 3.200 angestellte Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu ihrer aktuellen beruflichen Situation, ihren Karriereoptionen und Zukunftsplänen befragt wurden.

„14,4 Prozent verstehen ihre Anstellung als Übergang in die Niederlassung, 15,8 Prozent als Phase beruflicher Orientierung. Unter denjenigen, die ihre Anstellung ausdrücklich als Übergang zur eigenen Praxis beschreiben, haben 73,4 Prozent konkrete Niederlassungspläne; weitere 25 Prozent sind noch unentschlossen“, fasst das Zi die Ergebnisse zusammen.

Übertrage man die gewichteten Befragungsanteile auf die Grundgesamtheit von rund 55.000 ambulant Angestellten, komme man rechnerisch auf etwa 8.000 Personen mit konkreter Niederlassungsabsicht. Weitere 12.000 würden diesen Schritt nicht ausschließen.

Vor allem Jüngere möchten die Niederlassung

„Besonders hoch ist die Bereitschaft in jüngeren Altersgruppen“, so das Zi. „Von den unter 35-Jährigen planen 39,8 Prozent eine Niederlassung, weitere 45,4 Prozent sind unentschlossen. Auch bei den 35- bis 39-Jährigen bejaht knapp ein Drittel (31,5 Prozent) die Frage.“ Mit zunehmendem Alter sinke die Niederlassungsabsicht deutlich.

Der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried ordnet die Zahlen so ein: „Die Debatte über Anstellung und Niederlassung wird häufig als Entweder-oder geführt. Unsere Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Für viele in der ärztlichen oder psychotherapeutischen Versorgung Tätige ist die ambulante Anstellung ein wichtiger Teil des Weges in die eigene Praxis." Dieses Potenzial müsse man gezielt erschließen – mit weniger Bürokratie, verlässlichen Rahmenbedingungen und gezielter Unterstützung, die zur jeweiligen Lebens- und Karrierephase passe.

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