Sächsisches Startup stellt neuen Ultraschall-Zahnreiniger vor
Das von dentson entwickelte System des „acoustic dental cleaner“ besteht aus einem Mundstück in der Form eines Abdrucklöffels und einer kabelgebundenen Steuereinheit. Für die Zahnreinigung wird das Mundstück mit einem Gel gefüllt und dann am Zahnbogen eingesetzt. Anschließend wird die Steuereinheit eingeschaltet, das Reinigungsprogramm ausgewählt und der Vorgang gestartet. Die gesamte Zahnreinigung nimmt etwa vier Minuten in Anspruch. Das Mundstück soll beim Produktstart 2027 in zwei Größen (M, L) angeboten werden.
Zusätzlich zum Reinigungseffekt soll eine im Mundstück integrierte Sensorik die Erkennung von Karies und Plaque ermöglichen. Eine mitgelieferte App weist die Nutzer dann frühzeitig auf mögliche Probleme hin.
Reinigung durch Ultraschall-Kavitation
Das Funktionsprinzip erläutern die Firmengründer so: Das eingeschaltete Mundstück erzeugt im die Zähne umschließenden Gel „Millionen mikroskopisch kleine Kavitationsblasen, die beim Platzen Druckwellen freisetzen. Diese Wellen reinigen Zahnoberflächen und Zwischenräume ohne direkten mechanischen Kontakt durch Borsten – schonend für den Zahnschmelz, aber effektiv gegen Plaque. In internen Labortests zur Plaquereduktion konnte dentson auf bis zu 99 % der Zahnoberflächen Ablagerungen vollständig entfernen.“
Marktstart im ersten Quartal 2027
Aktuell laufen die finalen Entwicklungsarbeiten am Produkt und der Markteintritt ist für das erste Quartal 2027 geplant. Dann werden die Startersysteme bestehend aus Mundstück, Ladestation, Basis-App, Steuereinheit und Zahngel verfügbar sein. dentson strebt dafür einen Verkaufspreis unterhalb der Spitzenmodelle elektrischer Zahnbürsten mit oszillierend-rotierender Technologie und Mikrovibrationen an. Der Monatsbedarf für das Zahngel liegt bei zwei Tuben, die zusammen etwa auf dem Preisniveau einer Tube hochwertiger Zahnpasta liegen sollen.
Startup-Gründer kommen von Chemnitzer Fraunhofer-Institut
Das Startup dentson GmbH ist eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU (Chemnitz) und im Februar 2026 von drei jungen Forschern des Instituts und einem MKG-Chirurgen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden gegründet worden. Das Forschungsprojekt zur Entwicklung des Ultraschallreinigers wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Förderrichtlinie EXIST-Forschungstransfer finanziert. Diese Förderlinie richtet sich an besonders forschungsintensive und technikgetriebene Vorhaben, deren Umsetzung mit hohem Entwicklungsaufwand verbunden ist. In der aktuell laufenden zweiten Förderphase wurde das Produkt zur Marktreife weiterentwickelt. Eine Patentanmeldung für die Ultraschall-Zahnreinigung nach dem Prinzip der Kavitation ist für Europa und die USA erfolgt. Das europäische Patent wurde bereits erteilt, das US-Patent ist noch in der Prüfung.
Zur Webseite der jungen Gründer geht es hier.





