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Spektakulärer Fund in einer Kirche in Maastricht

Sind das die Zähne von Musketier d’Artagnan?

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Gesellschaft
In einer Kirche in Maastricht wurden möglicherweise die Überreste von Charles d'Artagnan gefunden. Jetzt soll die DNA-Analyse des Kiefers und der Zähne klären, ob es sich um den französischen Musketier handelt.

Das Skelett wurde im Kirchenschiff der Sint-Petrus-en-Pauluskerk im Stadtteil Wolder direkt vor dem heutigen Altar entdeckt: Als im Februar ein Teil des Kirchenbodens abgesackt war, wurde bei den Bauarbeiten der Boden aufgebrochen und gab die Überreste frei. „Nur königliche oder andere wichtige Personen wurden damals unter dem Altar begraben“, sagte der Diakon Jos Valke im niederländischen Radiosender L1. Wissenschaftler hatten schon lange vermutet, dass d'Artagnan in dieser Kirche begraben sein könnte.

Eine Musketenkugel brachte den Tod

Der Musketier fiel am 25. Juni 1673 bei der Belagerung von Maastricht, als Ludwigs XIV versuchte, die Stadt einzunehmen. Der Überlieferung nach starb er durch einen Schuss in den Hals – und wurde dann womöglich auf geweihtem Boden beigesetzt.

Eine Antwort darauf soll die DNA des Unterkiefers und der Zähne geben: Proben wurden zur Analyse an ein Labor in München geschickt. Anschließend soll das Ergebnis mit der DNA seines Onkels, Bertrand de Batz de Castelmore, verglichen werden. Dessen DNA wird derzeit untersucht.

Unterwegs als Leibwächter des Königs

Charles de Batz de Castelmore, Graf von Artagnan, wurde zwischen 1611 und 1615 auf Schloss Castelmore in der Gascogne geboren. Der Musketier war ein Vertrauter Ludwigs XIV. und führte die Musketiere an, die persönliche Leibwache des Königs. Der Schriftsteller Alexandre Dumas setzte den Musktieren im 19. Jahrhundert mit seinem Werk „Die drei Musketiere“ (1844) ein literarisches Denkmal. D’Artagnan war in der Trilogie der vierte Musketier.

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