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Erstmalige Kooperation von Zahnärztekammer und DGZMK

So war der Deutsche Zahnärztetag 2026 in Wernigerode!

  • Mehr als 700 Zahnärztinnen, Zahnärzte und ihre Praxisteams kamen vergangenes Wochenende zu den 33. Fortbildungstagen der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt nach Wernigerode. DGZMK
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Zahnmedizin
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Premiere in Wernigerode: Bei ihren Fortbildungstagen Mitte September kooperierte die Landeszahnärztekammer Sachsen-Anhalt mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), ihrer Akademie für Praxis und Wissenschaft (APW) und dem Deutschen Zahnärztetag.

Die Weichen für die Kooperation hatte der damalige Kammervorstand mit Gernhardt gestellt. Als wissenschaftlicher Leiter gestaltete Gernhardt das Programm zusammen mit der DGZMK/APW. Zahlreiche Expertinnen und Experten kamen dafür nach Wernigerode. Damit wurde das Motto „Die ganze Zahnmedizin aus Wissenschaft und Praxis“ zum Programm.

Was macht ein Zahnmediziner in der Rechtsmedizin?

Für den Blick über den Tellerrand sorgte der Festvortrag von Prof. Dr. Rüdiger Lessig, seit 2010 Leiter des Instituts für Rechtsmedizin in Halle. Unter dem Titel „Was macht ein Zahnmediziner in der Rechtsmedizin?" gab er zahlreiche Beispiele, welche Rolle zahnmedizinisches Wissen in der forensischen Medizin spielen kann.

Neben der Identifizierung Verstorbener beschäftigt er sich mit seinem Team mit forensischer Molekulargenetik, forensischer Bildgebung und toxikologischen Fragestellungen. Ein außergewöhnliches Beispiel aus seiner Arbeit war die Untersuchung der sterblichen Überreste Ottos des Großen im Zuge der Sanierung seiner Grablege im Magdeburger Dom. Mithilfe forensischer Methoden konnten die Wissenschaftler des Instituts das überlieferte Lebensalter des Kaisers bestätigen.

Ehrennadel der DGZMK für Guido Wucherpfennig

Dr. Guido Wucherpfennig aus Erfurt erhielt die goldene Ehrennadel der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Die Fachgesellschaft würdigt damit sein langjähriges Engagement für Wissenschaft, Fortbildung, Wissenstransfer, Patienteninformationen und den zahnmedizinischen Nachwuchs. Die Ehrung fand am 18. September in Wernigerode statt.

Wucherpfennig gehörte von 2009 bis 2021 dem DGZMK-Vorstand an. Nach acht Jahren als Beisitzer übernahm er 2017 das Amt des Generalsekretärs, das er bis 2021 ausübte. Als praktizierender Zahnarzt und Fortbildungsreferent der Zahnärztekammer Thüringen brachte er dabei die Perspektive der Zahnmedizin aus der Praxis in die Vorstandsarbeit ein, hieß es in der Laudatio. Sein besonderes Anliegen war demnach, „Verständnisbarrieren“ zwischen Wissenschaft, Praxis und Standespolitik zu überwinden und den Austausch zwischen den verschiedenen Bereichen zu fördern. Bei den Deutschen Zahnärztetagen setzte er sich für die Etablierung des Studententags ein und schuf damit eine Möglichkeit, Studierende frühzeitig mit der wissenschaftlichen Zahnmedizin und der DGZMK vertraut zu machen.

„Mein Beruf hat mir immer Spaß gemacht und ich behandle noch heute gern, wenn auch in geringem Umfang“, sagte Wucherpfennig, der sich selbst scherzhaft als „Teilzeitrentner“ bezeichnet. Sein Verständnis von der Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Praxis brachte er mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Das Motto der DGZMK ist ‚Wissen schafft Praxis‘, aber Praxis schafft auch Wissen.“

Für das zahnärztliche Praxisteam bot ein eigener Programmstrang Vorträge und Seminare zu den Themen Prophylaxe, Abrechnung, Stuhlassistenz in der Endodontie und Kommunikation.

Ein Modell für die Zukunft?

Für die Veranstalter könnte die Premiere in Wernigerode durchaus ein Impuls für die Zukunft sein. „Die Zusammenarbeit hat gezeigt, welches Potenzial darin liegt, die regional gewachsenen Fortbildungsstrukturen einer Landeszahnärztekammer mit der wissenschaftlichen Expertise und dem Netzwerk von DGZMK und APW zu verbinden“, teilte die DGZMK mit. „Das in Wernigerode erprobte Modell könnte damit auch für künftige Kooperationen mit anderen Landeszahnärztekammern interessant sein.“

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